#8 Vertrauen im Behandlungszimmer – mehr als nur Medizin
Shownotes
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00:00:01: Also meine erste Frage war okay, wie lange habe ich noch?
00:00:04: Und sicherlich war der HNO-Arzt, der mir diese Diagnose überbringen
00:00:08: musste, überfordert
00:00:08: mit der Frage.
00:00:10: Was schätzt du an einem guten
00:00:11: Arzt?
00:00:13: Ehrlichkeit und Direktheit!
00:00:14: Und Richard hat mir persönlich am Sonntagvormittag geantwortet... ...und das war für mich schon mal so ein erster Indikator.
00:00:20: Hey da ist jemand, der kümmert sich
00:00:22: um dich.
00:00:23: Gerade in den ersten Gesprächen, da gibt's ja oft so den Punkt Wo er nur noch Angst ist und Schockstare, und man weiß jetzt kann ich auch noch drei Stunden weiter erzählen.
00:00:31: Das hilft ihm jetzt auch nicht mehr.
00:00:33: Ich musste nach besten Wissen gewissen die Wahrheit sagen.
00:00:37: Aus Sicht des Patienten liegt natürlich eine ganz starke Verantwortung auch darin zu vertrauen Und da habe ich von Beginn an auch darum gebeten dass Richard so klar wie möglich mit mir kommuniziert.
00:00:48: Also in den über vor zwanzig Jahren bin ich Thermatologie Onkologie.
00:00:51: Obwohl ich auch so familiäre,
00:00:54: leider Erfahrung
00:00:54: habe
00:00:54: mit Krebserkrankungen,
00:00:56: kann ich mich trotzdem nicht hundert Prozent in den Patienten selbst rein denken.
00:01:01: Also wie schlimm das sein muss diese Diagnose zu bekommen?
00:01:04: Ich glaube, dass ist ja auch so ein Grund, warum es auch keine Motivationen gibt, die irgendwann mal ausgetrennen.
00:01:08: Das macht einen
00:01:09: schon zu schaffen.
00:01:31: Willkommen bei Lebe Jetzt, dem Podcast vom Eisfogel eV.
00:01:36: Heute sprechen wir über ein Thema das oft nur zwischen den Zeilen mitschwingt aber entscheidend für den Therapie- und Heilungsverlauf ist – die Beziehung zwischen Arzt und Patient.
00:01:46: Wie entsteht Vertrauen?
00:01:47: wie redet man über Ängste, Hoffnung, Prognosen Und wie werden wichtige Entscheidungen im Therapieprozess getroffen?
00:01:55: Heute sind zu Gast bei mir Kevin Jaerke der selbst an einem Don Hodgkin Lymphom erkrankt war und sich ehrenamtlich für den Eisvogen engagiert.
00:02:04: Und sein behannender Arzt, Dr.
00:02:05: Richard Schabbat, Hinterglassener Insanist mit dem Schwerpunkt Hematologie- und Onkulogie in Berlin.
00:02:12: Wir freuen uns sehr heute nicht nur die Patientenperspektive zu beleuchten sondern auch den ärztlichen Blick stärker in den Fokus zurück.
00:02:21: Schön dass ihr beide hier seid und wir freuen uns auf die Folge!
00:02:25: Danke für die Einladung.
00:02:26: Hallo
00:02:28: So dann fangen wir gleich mal an.
00:02:30: Richard, was bedeutet für dich eine gute Arzt-Patientenbeziehung?
00:02:35: Ich glaube da gibt es keine kleinen Standards.
00:02:38: Mit Kevin und mir ist das so eine relativ spezielle Sache.
00:02:40: Wir haben irgendwann angefangen uns zu dutzten.
00:02:43: Ich würde jetzt sagen, dass mache ich nicht standardmäßig auch nicht nach fünf, sechs Jahren sondern das passiert dann manchmal, manchmal und manchmal nicht.
00:02:51: Und das macht aber auch nicht die Qualität von einer Arztpatientenbeziehen alleine aus.
00:02:55: Es gibt Menschen, die brauchen gar nicht so viel Zuspruch oder Zuwendung.
00:03:00: Die machen vieles mit sich selber aus und haben sehr unterstützendes Unfall.
00:03:04: Aber auch Patienten, die hängen da total am Tropf und es sich emotional sehr drauf angewiesen was der Arzt dient und bespricht und steuert.
00:03:13: Also manchmal ist zu viel Kommunikation für die Patienten sogar eher schlecht betrüfentlich im Nervig.
00:03:21: Da muss man sich vielleicht sogar mal zurücknehmen und auch mal stillzulassen.
00:03:25: Ja, es ist sehr individuell.
00:03:26: Ich glaube auf jeden Fall muss man alles rechtbar sein.
00:03:30: Das ist glaube ich wichtig.
00:03:32: Und man muss mitschneiden ob ein Patient noch offene Fragen hat oder nicht.
00:03:38: Es ist nicht zu viel auf einmal schon mal aber ich vergesse in einer Statistikveranstaltung der wurde im Rahmen von diesem Komprehensive Cancer Center gesagt, wir sollen versuchen die Patienten auf Augenhöhe aufzuklären.
00:03:50: Ja, das klingt zwar ganz gut aber ich glaube dieser Enformtkonsent der ist nicht immer möglich.
00:03:56: Das muss ich auch sagen.
00:03:57: also du kannst nicht jedem so fast track aufs Level bringen dass er wirklich alles versteht.
00:04:03: Ich glaub schon die meisten Hausärzte verstehen gar nicht was wir hier sprechen.
00:04:07: Aber ich denke mal eine als Patientin beziehungsweise auch darauf behult es man aber so das Optimum Household.
00:04:12: Also man sollte den Patienten Abholen, wo es steht und dann so eine möglichst weit mitnehmen.
00:04:17: Ich glaube jetzt habe ich schon wieder viel zu viel gequatscht.
00:04:21: Alles gut?
00:04:21: Das ist ja auch eine umfangreiche Frage Und selber finde ich halt auch schwierig.
00:04:28: Es ist ja super individuell also wie jeder Patient versteht was der Arzt irgendwie erklärt oder sich dann auch traut oder nicht traut nachzufragen.
00:04:39: Also wenn er sich nicht trault hat man glaube ich schon mal falsch gemacht als Arzt.
00:04:42: Man muss glaube ich ganz klar signalisieren, dass das Fragen erlaubt ist und man muss das immer wieder auch einblieben im Gespräch.
00:04:49: Das Fragen kommen ja.
00:04:52: also für uns ist es ja ganz oft so beim Gespräch, dass wir verstehen, dass man sieht, dass der Partei zu macht gerade in den ersten Gesprächen.
00:04:58: da gibt's auf zu dem Punkt wo dann nur noch Angst ist und Schockstarre und man weiß jetzt kann ich auch noch drei Stunden weiter erzählen, das hilft ihm jetzt auch nicht mehr.
00:05:07: oder muss man halt auch eine Lage sein, so Gespräche mal zu vertagen oder drin zu bitten, dass Angehörige oder Freunde mitkommen?
00:05:16: Kevin, nimm uns doch mal mit in die Zeit deiner Diagnose.
00:05:20: Wie hast du deine Diagnase erfahren und erinnerst du dich auch an das erste Gespräch mit dem Richard?
00:05:26: Ja also meine Diagnosis habe ich tatsächlich nicht vom Richard erfahren sondern ich wurde damals fehldiagnostiziert mit einer Züste von der Hano-Jerztin hier in Berlin Und da wurde mir das gesagt, okay.
00:05:41: Das kann man entfernen lassen muss man aber nicht zwingt.
00:05:43: Aber diese sogenannte Züste wurde dann dementsprechend immer größer und größer.
00:05:47: Dann bin ich ins klinikum hab mich operieren lassen und dann gab es nach drei tagen Hände streicheln und visite vom chefarzt gab's dann am freitag an.
00:05:54: die Diagnose werde ich nie vergessen achtzehntel elfter naja und dann Bin ich mit der vier jahre.
00:06:04: ja
00:06:05: und dann bin ich mit dieser diagnose.
00:06:08: mehr oder minder hat sich ein bisschen allein gelassen worden.
00:06:10: Also meine erste Frage war, okay wie lange habe ich noch?
00:06:13: Und sicherlich war der HNO-Arzt, der mir diese Diagnose überbringen musste auch überfordert mit der Frage aber er meinte so ok ich hab da in Kontakt Ich meld mich am Montag bis dahin müssen wir jetzt erstmal abwarten und ich habe mich dann auf einen Wunsch selbst entlassen dort aus der Klinik und hab dann am Samstag In meinem Bett gesessen mit dem Laptop auf den Schoß weil ich mich so allein gelassen gefühlt habe und hab dann unter anderem auch die Praxis von Richard ganz klassisch bei Google wirklich gefunden, war Super-Google-Bewertung.
00:06:46: Und hab die Praxen angeschrieben.
00:06:47: das waren drei vier Praxene am Stück und Richard hat mir persönlich am Sonntag vormittag geantwortet.
00:06:53: Das war für mich schon mal ein erster Indikator.
00:06:55: Hey da ist jemand der kümmert sich um dich, der kümmern sich um deine Diagnose!
00:07:01: Dann haben wir uns direkt.
00:07:02: auch am Montag konnte ich am Montag direkt in die Praxis und dann war das erste Gespräch.
00:07:06: Und natürlich ist man total aufgewirrt, denn ich merke es jetzt auch wieder wenn ich davon spreche... ...und was Verichardt super gut gemacht hat, der hat die Luft rausgenommen!
00:07:16: Der hat gesagt zu Kevin setz dich mal hin oder damals war's ja noch Herr Erkse setzen sich mal hin und hat für mich persönlich die Luft heraus genommen und hat mir erstmal geholfen das ganze Thema einzuordnen weil man is überfordert mit der Diagnose, man weiß nicht wie gehts jetzt vorwärts?
00:07:30: Und da hat er mir dann auch ganz klar die nächsten Schritte, die jetzt erst mal anstehen.
00:07:35: Ja, dargelegt und mein Mitbewohner ein sehr guter Kumpel der mir auch durch die Zeit geholfen hat, der durfte halt mitkommen und das gibt dir natürlich auch nochmal extra Vertrauen.
00:07:45: ne?
00:07:46: Wenn du denn da drin sitzt und da ist jemand weißt okay wenn du jetzt aus diesem Gespräch rausgehst Du bist nicht allein mit den Informationen sondern du hast da jemanden mit dem du darüber sprechen kannst.
00:07:56: Genau.
00:07:57: also das war so der erste Kontakt.
00:08:01: Ja, daraufhin ging es dann tatsächlich auch ganz schnell.
00:08:03: Ich glaube vom ersten Kontakt bis zur ersten Therapiesitzung waren's dann wirklich nur eine Woche und dann gings direkt los.
00:08:12: Also Pets-CT natürlich dazwischen da haben sich auch die Mädels aus der Praxis unglaublich ins Zeug geworfen.
00:08:18: Weißt nicht wie man da so... Da war die
00:08:21: Akte geschaut im Vorfeld.
00:08:24: Das ging schon alles schon flott.
00:08:25: ich glaub das kann man sagen.
00:08:27: Definitiv also echt ja.
00:08:30: Also das waren so meine ersten Berührungspunkte mit Richard.
00:08:33: Vor
00:08:35: allem... Ein kleiner Einschub, also nicht dass ihr jetzt glaubt da draußen jeder kriegt von mir am Sonntag eine Antwort.
00:08:40: Ich lese meine E-Mails zwar jeden Tag aber wenn du mit Eisenmangel zu uns kommst dann kriegst du vielleicht eher sogar nun ne Antwort weil wir da keine sehr voll sind.
00:08:48: Aber wir versuchen halt die Patienten rauszupicken wo wir wissen es schnell gehen muss und ich glaube ich verraten das ist unbehandelt Leider eine lebensgefährliche Erkrankung.
00:08:59: Behandelt heilbar, aber unbehandelt muss man schon geaskillen.
00:09:05: Frage an euch beide.
00:09:07: Vielleicht hat Kevin's eigentlich auch schon ein bisschen beantwortet?
00:09:10: Was hilft denn von Anfang an Vertrauen aufzubauen?
00:09:13: Wahrscheinlich war es wirklich auch schon die Nachricht unter Nachmittag!
00:09:16: Ja absolut also für mich auf jeden Fall.
00:09:19: und auch dieses Ernst genommen werden dann eben halt auch in dem ersten Gespräch nach Praxis.
00:09:27: Ich war da natürlich, ich glaube das ist wahrscheinlich nah zu jeder Patient der dann irgendwie direkt googelt und versucht okay was kann ich irgendwie selbst noch dazu tun?
00:09:34: Und bin wirklich mit tausend Fragen gleich zum ersten mal beim ersten Mal zur Richard gekommen.
00:09:40: Wir sind jede einzelne Frage durchgegangen.
00:09:41: Ich habe für jede einzelnen Frage eine superzufriedenstellende Antwort bekommen.
00:09:47: Unabhängig davon ob es jetzt eine Antwort war die ich erwartet hätte oder nicht oder wie auch immer aber Es war zumindest eine Antwort, wo ich weiß okay.
00:09:57: Da beschäftigt sich wirklich jemand mit deinem Fall?
00:10:00: Ich muss sagen, ich weiß das alles nicht mehr wie es war.
00:10:02: Aber für dich ist das natürlich keine der besten Tage der im Leben gewesen.
00:10:09: und an so einem Tag wenn jemand mit einer guten Kripsdiagnose zu uns reinkommt, dass passiert dir auch nicht jeden Tag dreimal so nur.
00:10:15: Das passiert zwei, drei mal die Woche dann leiden die anderen Patienten drunter weil dann macht man auch Stopp und lünden sich die Zeit nehmen also Da kommst du halt, oder Termin bist du dann so reingekwetscht und versuchen einfach auf den anderen Patienten zu sagen, wir müssen jetzt hier mal ein bisschen quatschen erst mit denen.
00:10:34: Das finde ich schon sehr besonders.
00:10:36: also dass ihr das so macht und einfach... Also find' ich super wenn ich so am ersten Gespräch denke, das war halt auch schon zwischen Tür und Angel gefühlt Und das hören wir beim Eisvogel von ganz vielen Betroffenen erstes Mal langes Warten auf dem Termin.
00:10:54: Und dass sich ein Arzt wirklich Zeit nimmt, gerade beim Diagnose gesprungen oder wie es dann auch weitergehen soll und überhaupt erst mal alles erklären lassen?
00:11:04: Was habe ich denn?
00:11:05: Das ist schon sehr besonders!
00:11:08: Es gibt immer noch furchtbare Situationen.
00:11:10: Ich bin da selbst auch Eingehöriger.
00:11:13: Mein Schwiegervater ist vor ganz Jahren an Lurmkrebs gestorben.
00:11:22: Wir haben am Arztzimmer geklopft, weil wir eigentlich wissen wollten wie es weitergeht.
00:11:25: Wie's los ist und da hat das beschafft die Tür so einen zehn Zentimeter Spalt aufzumachen und hat dann mit meinem Schwiegervater gesagt dass er Lumenkrebs war im Im-Stehen, auf dem Gang und dass er keine Zeit hatte das weiter zu besprechen.
00:11:38: Das ist wirklich passiert in der Universitätsklinik und also so Sachen haben mich jetzt auch ein bisschen äußerst traumatisiert.
00:11:47: Also du sollst halt nicht gehen.
00:11:52: Ja, wahrscheinlich so geprägt dass du es wirklich anders machst.
00:11:54: Also dann wieder...
00:11:56: Ich muss aber auch sagen, also kann man das schon so, wenn du jetzt andere Patienten von mir fragst, da nehme ich heute noch ganz anders.
00:12:03: Also das ist so auch immer.
00:12:04: Also ich glaube, das ist vielleicht der Richtig für unsere Hörer.
00:12:09: mit dem Hammerton im Onkelung ist ein bisschen Topf und Deckel.
00:12:12: Es gibt bestimmt auch Leute die können mit meiner Art gar nichts anfangen oder ich finde mich weißt du zwischendurch zu Flapsack Du findest die Sprüche von mir zu blöd, dann brauchen vielleicht jemand anderen.
00:12:24: Und da würde ich auch sagen wenn man so im Erstkontakt nicht zufrieden ist mit seinem Onkologen oder seiner Praxis und man hat Zeit, dann würde ich sagen dann wechselt mal durch weil es gibt den Recht auf eine Zweit- oder Trittmeinung und man kann ja durchaus sich dann auch ändern und jemanden gucken, der menschlich besser zu einem passt.
00:12:43: Also wie gesagt, ich bin bestimmt jetzt auch hier nicht das Maß aller Dinge.
00:12:47: Ist auch noch mal gut, dass du es auch nur aus deiner Sicht sagst.
00:12:50: Wir raten das ja auch den Betroffenen wenn man sich nicht wohlfühlt dann doch eine zweite oder dritte Meinung habe ich selber auch gemacht Aber ist auch gut zu wissen das ist auch quasi von deiner Seite aus genauso gesehen.
00:13:05: Kevin die Kommunikation mit deinem Arzt was hat dir besonders geholfen?
00:13:10: Ich hab's ja schon mal angesprochen also einmal dass er natürlich auf meine fragen Bedürfnisse eingehen konnte.
00:13:16: Ich glaube, das setzt aber ehrlicherweise auch eine gewisse zwischenmenschliche Basis irgendwie voraus die man relativ schnell erkennt.
00:13:25: Also schon einfach an der Art und Weise wie man miteinander spricht.
00:13:30: Und dann war es ganz besonders wichtig für mich und da habe ich von Beginn auch darum gebeten dass Richard so klar wie möglich mit mir kommuniziert über Wie geht's jetzt weiter?
00:13:46: Wahrscheinlich weiß ich nicht, ob ich da irgendwie so ein Statistik-Fan bin.
00:13:50: Aber ich habe halt immer nach Statistiken gefragt, wie ist Überlebensrate oder was auch immer?
00:13:57: und da hat er zu mir gesagt Kevin kann dir jetzt hier ein paar Statistikkwerte um die Ohren klappen aber du bist vielleicht derjenige der aus der Statistikausfeld?
00:14:05: Aus welchen Gründen auch immer.
00:14:06: also das kann man ja von vornherein nicht bewerten Und diese Klarheit sicherlich später dann auch noch mal zu, wenn es in die Zeit geht nach der eigentlichen Therapie.
00:14:18: Diese Klarheit hat mir unglaublich geholfen und ich glaube auch da gibt's Personen, die brauchen das vielleicht ein bisschen weicher.
00:14:26: aber für mich war dieses klare direkte genau der Punkt, auch der Verbindung des Wohlfühlenstern.
00:14:34: Ich finde auch dass ist plöter irgendwelche OS-Daten im Monaten runterzubeten.
00:14:39: also was ich dir glaube ich gesagt habe Wahrscheinlich ist es, dass wir dich heilen können.
00:14:45: Also ich glaube das haben wir die ganze Zeit gesagt und als dann... ...das Bett negativ geworden ist, dann war's eigentlich schon fast sicher, dass da auch einen sehr guten Weg sind.
00:14:54: Was ich aussagen muss, obwohl ich das jetzt mache seitdem ich um zwanzig bin, also ich stand über seit über fünfundzwanzig Jahren bin ich Thermatologie Onkologie und obwohl ich auch so familiäre leider Erfahrungen habe mit Krebserkrankung kann ich mich trotzdem nicht hundert Prozent in den Patienten selbst rein denken.
00:15:13: Also wie schlimm das sein muss, diese Diagnose zu bekommen oder mir zuhören zu missen?
00:15:18: Das will ich auch mal sagen... Ich würde sagen, ich kenne mich da gut aus aber diese Experience hab' ich nicht.
00:15:27: Diese Erfahrung und das ist eine Sache die habe ich auch wirklich allergrößten Respekt das zu händeln im Leben also weil es ist tatsächlich so ein Verkehrsunfall wo man danach gehandicapt ist.
00:15:43: Es ist ja genau so mit der Krebserkrankung von einer Sekunde auf die andere, dass die Normalität weg, das wird dann wirklich alles... Sie prioßen ganz anders, ja!
00:15:55: Das ist jetzt nicht mal der Urlaub, der in vier Wochen kommt sondern geht es auch einmal ums Überleben und den Job funktioniert nicht mehr, dein Alltag funktioniert nichtmehr.
00:16:02: wenn du Pech hast, hast dann finanzielle Probleme.
00:16:06: Ich habe erlebt, dass Partnerschaften auseinanderbrechen und so ein Krebserkrankung.
00:16:10: alles ist wirklich komplett neu gesetzt.
00:16:13: Und also wie gesagt an alle Krebsprozenten mir wirklich größten Respekt wenn man sich da durchkämpft.
00:16:22: Und ich muss auch sagen besonders schlimm für mich ist es immer noch wenn ich Leuten sagen muss das die Erkrankung nicht halbe ist.
00:16:29: Also das ist für mich immer noch so in Punkt mit dem ich auch echt schwer klarkt.
00:16:41: Da haben wir schon mal gesehen und das hilft dann auch, wenn man so einen Bezug hat.
00:17:01: Aber es macht einfachen zu schaffen.
00:17:05: Vielleicht auch noch beide.
00:17:06: Wie ehrlich sollte und kann man dann miteinander sein?
00:17:10: Also es gibt ja durchaus Fakten, die man übermitteln muss einfach.
00:17:15: aber wenn jetzt Kevin gefragt hat naja wie lange habe ich noch?
00:17:19: Ich musste nach besten gewissen die Wahrheit sagen Da bringt nichts da irgendwelche Portiere, man kann schon Dörfer vorzuspielen.
00:17:29: Du ziehst, es wird alles wieder gut werden.
00:17:31: Wenn ich weiß, das wird nicht wieder gut sein weil du hast dann nur noch limitiert Zeit als Patient und du hast das Recht darauf diese Zeit optimal zu nutzen und das noch zu planen was du machen willst ja?
00:17:42: Und es gibt Leute die machen dann die Weltreise.
00:17:47: Es gibt Leute, die meistens dann alles hin.
00:17:52: Zumindest müssen sie aber erst mal ganz oft auch Sachen regeln wie Schletzter Wille, Patientenverfügung etc.
00:18:00: Leute treffen nochmal sehen die Familie ins Boot nehmen.
00:18:04: das Recht dazu muss man haben.
00:18:06: meine Erfahrungsgemäß ist es so die meisten leute machen einfach weiter.
00:18:11: jeder hat da seinen Weg nicht klar zu kommen.
00:18:13: aber ich glaube deswegen bringt nix irgendwas einem vorzulügen und Ich finde es immer noch schwierig in einer Kulturkreise.
00:18:22: Es ist oft so, dass die ganze Familie eben schon will, dass der Patient belogen wird und man das mal sagt.
00:18:27: Das geht schon alles wieder aber die denken, das schützt den irgendwie.
00:18:31: Aber das kann ich nicht.
00:18:32: also das muss ich sagen.
00:18:34: Also da musst du auch bei Übersetzer nicht zum Beispiel immer, ob sie wirklich das übersetzen was er gesagt hat, weil das wirklich oft für die nicht aussprechbar ist.
00:18:47: Ja, das ist ja auch ein interessantes und wichtiges Thema.
00:18:53: Und Kevin bei dir so die Balance medizinische Fakten wissen zu wollen?
00:18:57: Trotzdem als Mensch sozusagen natürlich oder als Patient behandelt zu werden?
00:19:08: Ich bin glaube ich so ein bisschen gebrannt markt weil ich natürlich beruflich aus dem Gesundheitswesen ursprünglich komme und dementsprechend mit dem Also nicht mit dem Thema Krebs per se, aber schon mit dem Themen Gesundheit medizinischem Wissen zumindest ansatzweise vertraut war.
00:19:23: Und ich glaube mich auch zu erinnern dass sich zu Beginn auf wirklich immer mit einem riesen Fragenkatalog gekommen bin wo tatsächlich eben auch medizinische Fragen waren weil ich natürlich auch das intrinsische Bedürfnis hatte mich dann in den Studien einzulesen und dann salopp gesagt klug scheißen zum arzt zu rennen und so sagen hey lass uns mal das und dass machen sondern um zu verstehen was passiert jetzt gerade fast passiert mit mir was passiert auch durch die chemotherapie dann eben mit mir und worauf muss ich achten beziehungsweise wie kann ich vielleicht auf meinem körper unterstützend irgendwie etwas gutes tun.
00:20:05: von daher also ich glaube menschlichkeit ist es.
00:20:10: bei allem glaube ich spielt ein bisschen der punkt know your customer rein.
00:20:15: Also, glaubt wenn ich ein Arzt wäre um mich mal in die andere Situation herein zu versetzen?
00:20:19: Ich würde halt er fragen okay was willst du wissen und in welchem Umfang oder wie?
00:20:23: Und wenn ich das mit meinem Patienten dann abgeklärt hätte oder so war es jetzt zumindest in meiner Situation dass ich relativ offen gespiegelt habe was ich wissen möchte und wie ich das gerne über Mittel hätte oder übergebracht hätte.
00:20:42: eben drauf eingegangen.
00:20:44: Also zumindest so, dass es mich zufrieden stimmt und ich glaube das steht unterm Strich.
00:20:49: Das finde ich aber auch nochmal ganz wichtig.
00:20:51: also vom Patienten her wenn man jedes Jahr nun mal anders einer möchte ganz viele Sachen wissen ja andere nicht dass man sozusagen gleich von vornherein sagt liebe Doktor also bitte sagen sie mir immer alles so wie ich's auch verstehen kann.
00:21:06: Ich möchte Sachen nachfragen.
00:21:09: erklären Sie mir jetzt vielleicht auch zehnmal sozusagen Also auch die andere Seite, dann weiß auch Mensch.
00:21:18: Da ist einfach so ein dringendes Bedürfnis alles zu verstehen wie du sagtest mit den Statistiken oder manch einer interessiert es gar nicht und das kann ja der Arzt nicht wissen.
00:21:29: Viele sagen einfach ich vertraue ihnen machen sie mal und oft gehts in den ganzen Gesprächen für viele... Ich muss aussprechen ob's halber ist oder nicht.
00:21:40: Das ist mein Job.
00:21:41: Aber ich muss jetzt den Patienten nicht sagen, ob der statistisch Monat oder drei Jahre noch zu dem hat.
00:21:46: Das sind so Grausamkeiten wie auch dann ganz oft gar nicht stimmen weil Statistik ist halt doch sehr individuell.
00:21:52: das hat mir schon und wir haben jetzt heutzutage also die meisten Patienten will ich sagen sie nach wie vor so dass diese sagen mach mal aber so.
00:22:01: zwar an sich prozent kommen jetzt halt um das heutzuthalbe kürzer dann zu einfach geworden.
00:22:06: die mit JetGBT und der aktuellen Like Line ja Und die können dich an die Wand spielen, natürlich.
00:22:14: Die Patienten vor dem Wissen her.
00:22:15: Also ich glaube jeder Experte sogar, wenn der Patient hat ja meistens Zeit sich um seine Erkrankung zu kümmern und einzulesen, der ist heute zwanzig fünfundzwanzig in der Lage das zumindest mal situativ besser zu kapirken was möglich ist als der Arzt.
00:22:29: also wir hatten gerade hier ich bin gerade in Frankfurt auch so mitgegen und da hatte ein Kollege erzählt er hat der Patient habe ich darauf hingewiesen dass die Leitlinie seit gestern neu ist.
00:22:41: Das kriegst du halt alles nicht viermal mit, aber der Patient russiert das natürlich viel mehr als dich.
00:22:49: Und das wird für uns Ärzte natürlich auch zunehmend schwieriger, den man dann auch standzuhärken.
00:22:56: Wenn du auf Chetcha Petit tausend Sachen liest und der Arzt weiß davon zwanzig Prozent gar nicht, kannst du schon mal S-Genieure des Vertrauens verlieren?
00:23:05: Also das ist auch spät.
00:23:07: Und der muss hier sagen, also werden wir immer angreifbar und da müssen wir uns echt facken in den Tränken halten.
00:23:14: Also es wird für uns echt auch teilweise auffälliger... ...in der
00:23:17: Kommunikation.".
00:23:19: Was sagt dein Bauch?
00:23:21: Die Schnellfragerunde.
00:23:24: So jetzt mal zum Durchschnaufen!
00:23:29: Haben wir eine kleine Schnellfrage Runde.
00:23:32: Das sind wirklich Fragen, da braucht man Vielleicht gar nicht so viel drüber nachdenken, sondern einfach aus dem Bauch heraus.
00:23:39: Ich fange mal mit dir an Richard und die fragen an dich.
00:23:42: Humor in der Medizin?
00:23:43: Hilfreich oder Heikel?
00:23:46: So hilfreich unverzichtbar.
00:23:50: Googeln ja oder nein?
00:23:54: Googeln!
00:23:54: Nein weiter nicht.
00:23:55: Judgeability mit Einschränkungen ja.
00:23:58: Stimmt wir müssen jetzt schon wieder wirklich ein Z-Jubileeck denken.
00:24:03: Oder da andere gibt es sehr viele.
00:24:05: ich will jetzt hier keine Marken bewerben.
00:24:06: Es gibt ja ganz viele...
00:24:07: Ja na klar Papierakte oder digital?
00:24:15: Digital.
00:24:16: Der häufigste Satz, den du sagst?
00:24:19: Hey, weiß ich nicht!
00:24:20: Also da bin ich wahrscheinlich nicht selbst reflektiert.
00:24:23: Als noch was rausgehört, gibt es irgendwelche Flosklande, die ich immer wieder hole...
00:24:28: Nee, also wahrscheinlich einen guten Darf oder so.
00:24:35: Meine Mitarbeiterinnen fragen jetzt, ob ich da irgendwelche stumpfen Wüste habe.
00:24:43: Wenn du kein Arzt wärst?
00:24:44: Was wärst Du dann?
00:24:47: Ich hab mal überlegt, ob mich Informatik studiere.
00:24:51: Ich hab sogar gemacht aber das war dann parallel zu viel.
00:24:56: Dein Geheimtipp gegen Stress im Praxisalltag
00:24:59: In echt ist es leider ganz oft das Feierabendbier, aber was auch ganz gutes ist und das ist jetzt kein erster Typ.
00:25:07: Das ist halt das, was dann passiert, sage ich ganz ehrlich.
00:25:09: Aber Sport ist wirklich super!
00:25:11: Ja also ich gehe ganz gerne auf ihn.
00:25:15: Was war bisher dein schönster Moment mit einem Patienten?
00:25:22: Es gibt echt vieler muss ich sagen.
00:25:24: Ich finde mich jetzt ja nicht irgendwelche Stories erzählen um zu feiern, aber es gibt schon so manchmal einfach die Situation... und wo du eine Diagnose gestellt hast, die drei andere Feuer nicht gestellt haben.
00:25:37: Und dann hat er vielleicht auch nur viel Glück gehabt oder das Böse zu sagen es ist so schlimm geworden, dass es dann noch leichter war in der Zeit die Diagnosis zu stellen.
00:25:48: Wenn man einen Koli-Pri findet, eine ganz seltene Erkrankung wie eine PNH oder eine Autimunhämolüsie und keiner ist draufgekommen, das macht einen Sparter.
00:25:58: Das macht den Patienten dann auch Spaß.
00:26:02: So lieber Kevin.
00:26:04: Ja, vielleicht schönster Moment mit einem Patienten war natürlich auch mit mir, oder?
00:26:09: Natürlich!
00:26:11: Das wäre jetzt die Chance gewesen, Michael.
00:26:16: Ich sag mal so, da haben wir beide Glück gehabt dass es dann immer noch schöne Momente gab ja.
00:26:20: Definitiv,
00:26:20: ja.
00:26:21: Hätte auch anders gehen können das stimmt ja.
00:26:24: So Kevin ein paar Fragen für dich.
00:26:26: Okay
00:26:26: Die erste Frage hast du eigentlich schon beantwortet.
00:26:28: fragst du trotzdem nochmal Arzt beziehungsweise Diagnose googeln, ja oder nein?
00:26:33: Ja.
00:26:33: Tschuldig!
00:26:35: Ist schuldig für Googeln.
00:26:37: Termin lieber morgens oder nachmittags?
00:26:39: Ach, morgens.
00:26:39: Ich bin da absolut der Frühersteher.
00:26:41: War auch nicht immer so.
00:26:44: Man wird älter, ne?
00:26:44: Dann
00:26:45: lebt
00:26:45: er nicht so viel.
00:26:48: Tablette- oder Hausmittel?
00:26:50: Tablette also Schulmedizin im Allgemeinen.
00:26:53: Also ich glaub... Es gibt ja immer mal... Ja, das ist ja nur eine Kurz-Frage-Runde.
00:27:00: Entschuldigung!
00:27:01: Ich weig nicht aus, also Tablette.
00:27:04: Fragen stellen oder einfach nur zuhören?
00:27:07: Fragen stellen liegt im Beruf.
00:27:11: Arztpraxis lieber schnell oder gemütlich?
00:27:15: Gemütlich.
00:27:17: Blutabnahme kein Problem oder Albtraum für dich?
00:27:20: Kein Problem.
00:27:23: Meine Wienen ganz schön zerstochen aushehen.
00:27:26: Früher hat jeder weiß...
00:27:28: Du hast aber super Wien.
00:27:30: Was
00:27:34: nervt dich beim Arztbesuch am meisten?
00:27:40: Umkross damit.
00:27:41: Ja, also bei euch in der Praxis wirklich nicht.
00:27:44: Also ich hab mich wohl gefühlt.
00:27:46: aber was mich nervt beim Arz ist wenn du bei einem Arzt bist und du wirst nicht ernst genommen.
00:27:52: Ist sicherlich auch irgendwie eine Abwehrreaktion jetzt nicht nur vom Arzt sondern auch von Personal.
00:27:57: aber dieses Wenn's mal vorkommt nicht ernstgenommen zu werden.
00:28:00: das nervt mich.
00:28:02: Was schätzt Du an einem guten Arzt?
00:28:05: Ehrlichkeit und Direktheit.
00:28:07: Dein bester Gesundheits-Tipp in einem Satz.
00:28:12: Zeit mit Freunden verbringen!
00:28:14: Super, ja bin ich dabei.
00:28:17: Das ist cool.
00:28:18: Danke.
00:28:21: Jetzt würde ich den Spieß gern umdrehen.
00:28:23: Gibt es irgendwas was ihr wissen wollt vielleicht den Verein betreffend oder Erfahrung mit Betroffenen?
00:28:31: Oder vielleicht irgendetwas ganz anderes?
00:28:35: Ja, die geht mal an dich ab.
00:28:36: ne weil.
00:28:36: also ich kenne den Verein.
00:28:40: Ich sollte den Verein eigentlich auch besser erkennen.
00:28:43: Ihr habt mich eingeladen, so einen Vortrag über Komplimentärmediz hinzuhalten und was ich aber wirklich gar nicht überblicke ist wie er aufgestellt hat, wie groß ihr eigentlich seid also wie viele Mitglieder ihr habt seit wann es euch gibt.
00:29:01: Was ich sehr schön finde ist dass es diese Möglichkeit gibt zu einer Art Chemotherapiepartner oder Therapieparten zu kriegen bei euch.
00:29:09: Das ist wirklich eine sehr, sehr großartige Sache.
00:29:12: Da müssen wir einen Patienten mit Skreien an, der glaube ich noch bei euch angedockt ist... ...der auch keine leichte Zeit hat.
00:29:23: und bitte mach mich schlau!
00:29:27: Erzähl mal so ein bisschen.
00:29:28: Seit wann?
00:29:28: Wie viele seid ihr?
00:29:29: Ja also gegründet wurde der Verein von Anke und ihren Freunden.
00:29:35: Anke Simon hatte selber Morbus Hodgkin Und hat die Erkrankten zum Anlass genommen, zu sagen sie will anderen Betroffenen helfen und hat dann in den Verein gegründet.
00:29:45: Der dann im Jahr twohntausendneunzehn so richtig gestartet ist.
00:29:49: Da bin ich auch dazu gekommen weil ich ja selber einen Hotschkinnel umfohren hatte als zwei tausendachsein, zweitausend neunzehnt.
00:29:56: Und habt ihr denn kennengelernt?
00:29:58: Und seitdem gehen wir gemeinsam durch die Eisvogel-und Freundinnenwelt haben ganz viele Projekte entwickeln uns immer weiter wie jetzt auch diesen Podcast und wir haben Mitglieder, haben aber auch Paten.
00:30:14: Du musst also nicht Mitglied sein um bei uns pate zu werden.
00:30:18: und dieses Patensystem so haben Kevin und ich ja dann uns kennengelernt.
00:30:22: Kevin war schon durch mit der Behandlung und hatte von jemandem der mich dann kannte gehört und so sind wir zusammengekommen Und so habe ich ihn quasi ja auch noch nach der Therapiezeit begleitet.
00:30:37: Ich kann mich noch erinnern, unser erstes Telefonat war natürlich auch die Frage was mache ich denn wenn es wieder kommt und Nachsorge
00:30:43: usw.,
00:30:43: das heißt unsere Patenkinder werden also nicht nur während der Erkrankung oder der Akutphase betreut und unterstützt sondern halt auch noch danach weil da ja auch ganz viele Fragen bei mir ja auch immer mal wieder aufkommen und einfach da dieser eins zu eins Austausch Super wichtig ist.
00:31:04: Und ja, wir sind deutschlandweit österreich und schweiz unterwegs weil wir auch ganz viel online machen.
00:31:11: Also haben wir auch online veranstaltungen haben bestimmte eisvogeltage magst du noch ein bisschen erzählen die klinik aktion zum beispiel
00:31:17: klinikaktion und man muss ja sagen auch praxisaktion.
00:31:22: richard bei euch machen wir das ja auch dass wir an zu Ostern und zur Weihnachten dann immer in die Kliniken gehen hier, also sowohl wie im Berliner Raum als auch unsere Eisvögel sozusagen im ganzen Dachraum verstreut.
00:31:36: Und versuchen da natürlich mit so kleinen Mutmacherpaketen den Leuten zumindest zeitweise ein kleines Lächeln auf die Lippen zu zaubern, die halt über diese eigentlich ja schönen Tage dann eben in dieser Situation der Behandlung sind.
00:31:50: Genau das machen wir, wir veranstalten ja Informationsveranstaltungen, also wirklich mit Fachvorträgen.
00:31:57: Richard warst du dabei für Studierende der Medizin um halt auch einfach da den Connect herzustellen in die Praxis hinein.
00:32:08: und was wir auch ganz gern machen ist in Verbindung beispielsweise mit Fußballvereinen Stammzelt-Typisierungaktionen durchzuführen weil es immer wir sind halt diejenigen bei denen hat's mit der Therapie geklappt, also mit der Chemo.
00:32:23: Aber es gibt halt eben auch Situationen wo's halt über die Chemo hinausgeht und dementsprechend werben wir natürlich auch dafür für jeden Einzelnen der jetzt nicht direkt betroffen ist und demsprechend nicht mehr spenden kann dass er oder sie sich dann da eben auch registriert genau das glaube ich umfasst ist schon im Großen Wie viele Leute sind wir so insgesamt?
00:32:47: Also jetzt noch nur Mitglieder, sondern... Aktiv
00:32:49: meinst du?
00:32:49: Ja.
00:32:50: So siebzig?
00:32:50: Siebzig Leute
00:32:51: ja.
00:32:51: Ungefähr.
00:32:52: Schon Hausnummer ne?
00:32:53: Nicht.
00:32:56: Also ich kann es nur bewundern.
00:32:58: und die Sache das ist ja das, da ist ja dann ein Ort gewesen wo ich nicht war und ich hin will.
00:33:03: Ich weiß nicht wie das ist der Zykl- und Immunschimmotherapie zu bekommen und das sind halt Erfahrungen die könnte weitergehen.
00:33:09: Die habt nur ihr.
00:33:12: Das ist dann wirklich aus erster Hand Leute Mut machen und da durchtragen.
00:33:16: also
00:33:18: Unser Ziel ist auch gleich bei der Gelegenheit, der abhält so ein bisschen auch an die Kollegen von dir.
00:33:26: Wenn ein Patient mit einem Lymphom oder einer Leukämie zur Praxis kommt und dann auf der Station ist, ist ja unser Wunsch dass man am besten gleich vom Arzt- oder Pflegepersonal mitbekommt.
00:33:39: Manchia ist ein Flyer.
00:33:40: es gibt hier einen Verein da könnt ihr euch hinwenden.
00:33:45: Wir sind ja schon in vielen Kliniken und Arztpraxen, Perfleier vertreten.
00:33:50: Aber das wäre wirklich auch nochmal ein großes Anliegen wie man es vielleicht schaffen kann dass da einfach noch mehr Ärzte vom Verein erfahren weil das ist so die erste Quelle.
00:33:59: Das ist das Erste was ich mir gewünscht hätte dass mir jemand sagt guck mal hier gibt's doch andere dahin kannst du dich wenden?
00:34:05: Ich finde ich weiß nicht wie das aussieht.
00:34:08: ihr müsst auch für euch selbst ein bisschen spenden einträumen oder?
00:34:12: Spenden finanziert, das kommt auch noch.
00:34:16: Aber bei uns ist es ja wichtig dass uns einfach die Patienten finden.
00:34:20: Die Betroffenen und auch Angehörige zudem, die wir genauso unterstützen.
00:34:26: Ja also ich kann da auch nur anbieten... Da habe ich hier bisher leider gar nichts für euch gemacht, dass man jetzt vielleicht mal in dem sogenannten NIO-Kreis den niedergelassenen internistischen Onkologen In Berlin zumindest mal, dass man das damals ein bisschen promotet.
00:34:40: Das werde ich bei der nächsten Sitzung echt gern tun und ...
00:34:43: Ja sehr gerne!
00:34:45: Und auch gern bundesweit.
00:34:46: Also macht ihr auch Instagram und so
00:34:49: Sachen?
00:34:50: Ja, machen wir alles.
00:34:51: Genau.
00:34:52: Instagram, Facebook eine Webseite Eishogepunkt live Da sind die Events, die wir veranstalten und Kontaktmöglichkeiten alles da.
00:35:04: Ihr stellt ja, man, es ist mit Kart-Map zusammenwächern.
00:35:06: Genau!
00:35:06: Ja, macht mal nicht... Also das unterstützt mir sehr gerne, was soll ich sagen?
00:35:12: Ich glaube eine ganz wertvolle Komponente und da kannst du damit Geld gar nicht kaufen.
00:35:22: Was bedeutet für euch denn gemeinsame Verantwortung?
00:35:28: so ein bisschen auch auf Therapieentscheidungen bezogen vielleicht auch auf Wenn es darum geht, naja das Medikament A macht die und die Nebenwirkungen.
00:35:38: Gibt's eine Alternative?
00:35:40: Wie wichtig ist es dass man gemeinsam entscheidet welche Therapie man bekommt?
00:35:46: Ich glaube das war in deiner Situation so.
00:35:48: ich sage jetzt mal plump da gab es nicht viel Auswahl.
00:35:51: ja also dann da gab's so einen globalen Standard und der ist es dann halt auch geworden.
00:35:58: da hätte man nur Abstriche gemacht wenn du das gedacht hättest packst In der Erkrankung ist es mittlerweile tatsächlich so, da gibt's Auswahl.
00:36:06: Und dann musst du halt versuchen diesen Enformt-Konzent herzustellen.
00:36:09: Das ist das was ich anfangs gesagt habe.
00:36:11: Was manchmal eigentlich nicht geht.
00:36:13: Also weil die Leute nicht über alles und jedes informieren, vieles schafft man halt intellektuell ja nichts.
00:36:23: Menschen sind halt auch da unterschiedlich.
00:36:26: Ich glaube, die Gemeinsamverordnung ist auf jeden Fall von Seiten des Arztes, dass ich die Patienten bestmöglich aufkläre und Verhaltensmaßnahmen unter so einer Therapie beschreibe was er wie alle nehmen muss.
00:36:37: Was er vermeiden muss, was er tun soll.
00:36:39: Die Verantwortung des Patienten ist ganz klar natürlich das nach Besten Wissen im Gewissen umzusetzen Und vor allem möglichst wenig mit sich selbst auszumachen Sondern wenn es Probleme gibt, die dann auch mit uns zu besprechen.
00:36:55: Das ist ja ganz vieles bespricht mit den Therapieschwestern, wenn man dann Infusion kriegt.
00:37:00: Und die haben mir auch die Augen und die Ohren offen und gucken ob das alles funktioniert und wir hoffentlich auch immerhin nach.
00:37:09: Ja also ich glaube aus Sicht des Patienten liegt natürlich eine ganz starke Verantwortung auch darin zu vertrauen.
00:37:17: Also kritisch hinterfragen kann jeder und ich glaube dass es auch recht eines jeden.
00:37:21: Aber wenn wir diesen Konsent, Richard von Nehme besprochen hast gefunden haben dann muss ich halt eben auch vertrauen und nicht infrage stellen.
00:37:30: Weil also ist vielleicht jetzt ein Dover-Vergleich.
00:37:32: aber wenn ich keine Ahnung von irgendwie Technik habe und ich hab kaputten Laptop, dann setze ich mir neben dem IT Heini auch nicht hin und erzähle ihm jetzt wie er da irgendwie am Mainboard oder so rumschraubt.
00:37:42: Und der Arzt ist halt an dieser Stelle die Fachperson an die ich mich gewendet habe und da muss ich halt eben auch Vertrauen aufbauen.
00:37:52: Und wenn aus irgendwelchen Gründen irgendwie Fragen entstehen, dann muss ich die natürlich auch direkt stellen.
00:37:58: Und ich muss mitwirken ganz klar!
00:38:00: Also wenn der Arzt mir sagt hier keine Ahnung ist das und dass nicht weil das kann irgendwie die Therapie negativ beeinflussen?
00:38:07: Und wie haben wir denn davon irgendwie fünf Kilo jeden Tag im Kopf?
00:38:10: Das ist halt auch schwierig.
00:38:11: dann also dann bin ich auch selbst ein bisschen schuld.
00:38:16: Ja, Vertrauen und halt eben Mitspielen sozusagen.
00:38:23: Also das ist auch bei uns in der Onkologie so dass viele, viele Tabletten werden überhaupt gar nicht genommen.
00:38:30: Viele Sachen werden oft geflunkert.
00:38:38: Und man kriegt es dann einfach nur mit, wenn man so Rezepte zählt und feststellt dass der schon längst den Folgererzept gebraucht hätte.
00:38:43: Der Patient hat das nie gewollt und so.
00:38:46: Der Mitbach-Patient ist auch ich muss die Patienten... Also wenn sie sich nicht die Tabletten nehmen wollen, ist das absolut okay!
00:38:52: Da kann man überlegen wo dran liegt's denn?
00:38:53: Man kann das zusammen ausarbeiten aber wenn ich gar nicht weiß, dass sie nicht genommen werden, dann habe ich keine Chance mehr.
00:38:59: Auch da wieder ein bisschen der Appell, auch ehrlich zu sein.
00:39:02: also wenn ein Patient sagt oder die Tablette einfach nicht nimmt musst du ja dann auch wissen.
00:39:09: Genau, und wie gesagt vieles was da so fühlt das die nicht genommen werden kann man vielleicht klären und abstellen.
00:39:16: und schlussendlich klar ich zwinge niemanden.
00:39:19: Das ist immer noch ein freies Land.
00:39:22: Wird jetzt schon dazu, dass nur offen miteinander ist.
00:39:24: Ja
00:39:25: und zu diesem Vertrauen also selber aus meiner Erfahrung Gott sei Dank habe ich das auch.
00:39:30: Also ich fühlte mich dann ja auch gut aufgehoben Und auch gerade weil ich ja nochmal auf stationär mit einer Hochdosis und autologer Stammzettranplantation musste.
00:39:40: Ich hab da einfach gedacht, naja die wissen schon was zu tun!
00:39:43: Und habe glaube ich da wirklich wertvolle Energie behalten, weil ich nicht alles hinterfragt habe.
00:39:51: Klar es ist auch so ein bisschen Typ Mensch, es gibt welche, die immer alles hinter fragen, alles kritisieren und alles verstehen.
00:39:57: oder ich weiß es nicht... war es aber wirklich auch oft viel Energie kostet, die man dann einfach für ganz andere Sachen braucht.
00:40:04: Also ich finde auch klar, Fragen stellen ist wichtig, aber irgendwann muss da noch gut sein und man muss vertrauen und sich so ein bisschen... Ich hab mich dem Flow dann so hingegeben.
00:40:19: Der Klinikfloor ist ja auch irre anstrengend, also da mir zu schwimmen passt der Schuh genug krass.
00:40:29: Das was mir halt aufhört ist, dass wir uns oft mit unseren Patienten viel mehr über komplementäre Geschichten sprechen.
00:40:36: Also die eigentliche Therapie.
00:40:39: Ja das war auch ganz interessant.
00:40:41: also der wird oft wirklich die Standardschulmedizinische Therapie durchgezogen und dass die groß hinterfragt wird.
00:40:49: aber wir diskutieren dann alle möglichen Sachen von Subliments wie Hochdosis, Vitamin C oder Misteltherapie Welches Kopf, Ungifte etc.
00:40:59: Also die Nähe mit des Nächstes endlos.
00:41:02: Da merke ich jetzt ganz oft dass irgendwas du eben gesagt hast, was dir die Kraft weggeht, da geht die Kraft raus das man anfängt im Internet nach Was könnt ihr mir sonst noch helfen zu suchen?
00:41:12: Und das ist bestimmt auch eher... Wir wollen ja an jeder Partie für ihr Mitarbeitern in seiner Gemäßung.
00:41:18: Jeder will ja etwas dafür tun.
00:41:19: aber manchmal ist so ein Komplex falsch mit Fokus wenn ich nur noch nach so Erlangensten Gänzungsmitteln mich umschaue und Man muss das irgendwann mal gut sein lassen.
00:41:29: Also man kann auch nicht alles parallel noch mit dazumachen, es kostet einfach wieder Energie.
00:41:34: Ja.
00:41:36: Mir wurde damals auf der Station, hätte auch gefragt was kann ich denn selber machen?
00:41:39: Bewegen und essen!
00:41:41: So, das habe ich dann versucht.
00:41:44: Es ist eigentlich wirklich gesunderer Menschenverstand.
00:41:45: also manchmal kann man ja... Das ist ja auch so viele Menschen rauchen immer noch.
00:41:52: Wenn wir erst jetzt schnitt bevor ich gucke, was der mexikanisch ins Kopio kann, wäre doch das sich mit Rauchen aufhört.
00:41:58: Ja, und das mit dem Essen ist natürlich auch dann oft ein Kampf.
00:42:07: Das kann super schwierig sein und es kann wieder Stress und Beziehungen rausbringen.
00:42:14: Aber trotzdem ist das schon wichtig.
00:42:16: Und alles dafür zu tun, dass man seinen Gewicht hält.
00:42:19: Da geht so die Basics-Bewegung und gesunde Ernährung.
00:42:23: ...
00:42:24: fand ich mir so ein bisschen der Druck genommen.
00:42:28: Okay, bewegen und essen ja eigentlich ganz simpel... Und nicht überlegen was kann ich denn noch?
00:42:33: Wie du sagst das mit den ganzen Supplements usw.
00:42:37: Das hat natürlich auch jeder für sich seinen Weg.
00:42:39: dann finden wie behalten.
00:42:41: Ja da ist ja auch nicht falsch und vieles davon kann ja auch nützen aber das bringt halt nur ein paar Prozent.
00:42:47: also der Fokus muss halt immer noch auf der Hauptspiel leben dass man die möglichst gut hört.
00:42:54: Ich kann mir auch noch dran erinnern, wir hatten zu Beginn meiner Therapie.
00:42:56: Oder ich kam mit dieser Fragestellung um die Ecke.
00:42:59: Was kann ich da zusätzlich tun?
00:43:01: Bei mir war es damals die Idee der Ernährungsveränderungen und glaube mich zur Erinnerung dass du sagtest das einzige was wirklich so ein Stück weit erwiesen ist, ist Vitamin D, was man dann supplementieren sollte aber auch unabhängig von der von so einer Therapie ja generell irgendwie einen Mangel vorherrscht oder?
00:43:20: Ich habe mich unfassbar viele Leute an Vitamin-D-Bangeln Die Datenlage da strukturiert, aber im Großen und Ganzen muss man sagen es gibt wirklich viele Studien die zeigen dass gerade bei Lymphdrüsenkrebs oder Brustkrebs ein Vitamin D Mangel mit einem schlechteren Prognose oder schlechterem Therapiererfolg verbunden ist.
00:43:39: Und Vitamin D das muss jetzt nicht mal aus der Apotheke sein.
00:43:43: Das kannst du ja an jeder Drogerie auch kriegen.
00:43:46: Man muss es halt mal testen finde ich.
00:43:49: Und ich habe auch kein Problem da mit Zink oder Selen zu ersetzen, aber nur wenn es ja wirklich einen Mangel gibt.
00:43:56: Ja und da kann man auch schon mal hingucken, das ist bestimmt nicht falsch.
00:44:03: Sogar wer Hochdosis wieder mit See muss sich sagen also das ist wahrscheinlich bei den meisten Krebserkrankungen Quatsch, aber es gibt einige Konstellation wo es auch Dastel machen kann.
00:44:12: Also ich möchte alles nicht in Abrede stellen und das muss man noch alles mit dem Patienten mal irgendwann durchsprechen Aber nicht unbedingt in den ersten Wochen.
00:44:23: Lass uns doch mal so ein bisschen Rückblick, Ausblick Kevin!
00:44:27: Wie hat sich denn dein Blick auf Ärztinnen und Ärzte durch deine Erfahrung gerade im Bezug mit Richard verändert?
00:44:35: Also
00:44:36: ich war vorher nie Anti-Arts.
00:44:41: Bei mir war vorher eher die Situation dass ich den Arzt nicht brauchten kann man das so sagen.
00:44:47: also ich war früher tatsächlich kerngesund
00:44:51: Und
00:44:51: auch sportlich, auch wenn man mir das vielleicht zeitweise nicht angesehen hat.
00:44:55: Die einen oder anderen die das hören werden wir wahrscheinlich zustimmen.
00:44:57: aber Es ist war so dass ich diesen diesen direkten arztkontakt halt so in der intensität nicht brauchte wie dann eben mit richard und andersrum ist es glaube ich auch so dass man Wenn man das erlebt hat wie ich es erlebt hatte also sowohl im zusammenspiel mit Richard als auch mit dem praxis team man schon auch so ein bisschen verwöhnt ist, ne?
00:45:21: Also weil das wirklich alles unabhängig vom medizinischen Heilungsverlauf sondern die ganzen Abläufe in der Praxis für mich immer so super waren.
00:45:30: Ich kann mir nur wirklich dran erinnern sodass die letzten Therapien waren eher so Scherze verwinnen.
00:45:35: ja ich gehe jetzt mal wieder ein bisschen lesen und also ich habe mich auch drauf gefreut irgendwie nicht der Therapie an sich wegen sondern weil du kommst da rein, die wissen sofort wieder wer du bist.
00:45:47: Da herrscht dann eben auch eine fröhliche Stimmung, sowohl vorne am Tresen als auch dann im Therapierraum.
00:45:53: Und zumindest von den Kolleginnen und Kollegen.
00:45:59: Das hat mich schon ein bisschen positiv versaut, kann man das so sagen?
00:46:04: Nein!
00:46:05: Aber das hat dazu beigetragen, dass man jetzt einfach glaube ich, noch auch jetzt bei anderen Ärzten.
00:46:14: Wenn man mal irgendwas hat oder man geht mal wieder zum Checkup, dass man da auch ein gewisses Qualitätslevel einfach an den Tag legt.
00:46:27: Du möchtest auch so eine Lanze präziten für die Rüttelgelassenen Hematologen und Onkologen?
00:46:32: Ich glaub, die meisten arbeiten schon wie wir das tun.
00:46:34: Und wenn du ne Klinikambulanz gehst, was du ja auch machen kannst dann bist du tatsächlich auf ne Nummer also sehr berühmt.
00:46:41: Universität bei uns, da werden Nummern aufgerufen.
00:46:45: Keine Namen.
00:46:46: Die sagen das ist aus Datenschutzgründen so und so.
00:46:49: Da mag ja alles sein aber ich finde nicht dass die Nummer siebzehn jetzt zur Chemotherapie kommt.
00:46:54: Das finde ich gar nicht, bist du schon?
00:46:55: Das macht ihr was mit dir schon von Anfang an.
00:46:59: Ja
00:47:00: deswegen sind so kleine Praxen wie wir sie sind um die Versuchung ein bisschen kuschig zu sein ist glaube ich in der Situation schon angenehmer als Universitärer Dürichler Verhitzer wurde vielleicht auch jede Woche einen anderen Ansprechpartner hat, die dann alle immer wieder von Null anfangen und das war mich auch selbst habe ich ja auch mal so gearbeitet muss ich sagen.
00:47:23: Ich hatte hier eine Phase in einer großen akademischen Klinik wo
00:47:29: ich
00:47:29: teilweise dann vierzig Akten hatte und keinte nur die Hälfte der Patienten weil der Kollege nicht da war.
00:47:38: Das geht aber es ist nicht gut.
00:47:42: Lass uns doch ein bisschen in die Zukunft gucken.
00:47:45: Was meint ihr denn?
00:47:47: Muss ich was verändern?
00:47:48: Wir wollen jetzt nicht das ganze Gesundheitssystem analysieren, aber so'n bisschen Patientin-Patienten... Ja es ist ja schon etwas Besonderes, was euch beide verbindet einfach weil Topf und Deckel wie du's für ihn gesagt hast hat natürlich nicht jeder.
00:48:04: Nicht jeder Patient, jeder Arzt hat das Glück sozusagen dass man sich so findet.
00:48:10: Aber was muss ich verändern?
00:48:13: Dass einfach auch Patienten, und das ist ja so wichtig für mich.
00:48:17: Wie Kevin schon sagt, er ist fast total gerne zur nixen Therapie gekommen.
00:48:22: Besser kann es ja dann nicht sein!
00:48:23: Das ist ja einfach die psychische seelische Zustand.
00:48:28: Ist ja nochmal verdoppelt.
00:48:30: so wichtig... Was muss ich
00:48:35: für einen...?
00:48:36: Was ich wirklich sehr schlimm finde, was immer noch deutschlandweit passiert ist, dass ganz viele Therapien stationär gemacht werden.
00:48:47: Es gar keinen Grund gibt die Stationäre zu machen.
00:48:52: Wenn der Medizinisch- und Dienst der Krankenkassen das mal in einem Einzelfall checkt wird, den Klinik auch oft gestrichen weil es gar kein Grund gab dafür dann wettzulegen.
00:49:02: Aber wir machen das immer noch, weil sie unterm Strich in den Haufen Geld verdienen.
00:49:07: Also jeder Patient, also wenn es Patienten oder Liter-Patienten heute wirklich bald überlegen oder mit den Ärzten ehrlich fragen muss ich jetzt hier wortlich, wenn ich tot krank bin auch noch die Zeit hier alle zwei Wochen drei Nächte in so einer Klinik verbringen?
00:49:24: Ich finde dass es leider läuft in Deutschland da immer noch eine so ein Diebstahl an Lebenszeit.
00:49:30: Also das muss ich sagen.
00:49:33: Ich arbeite jetzt ja auch nicht nur aus Schaltikrunden, ich will auch Geld verdienen.
00:49:37: Aber ganz viele von diesen Kliniken haben das halt wirklich so als Geschäftsmodell und machen da... Die sind eigentlich nicht mehr ethisch.
00:49:44: also ich sage es auch gestern mal, ich habe letzte Woche nochmal gehört von einem Wünschner-Patient der da wirklich vollkommen sinnlos alle drei Wochen in so ein Bett gelegt wird.
00:49:55: Man könnte die ganze Zeit Angst aufzurausen.
00:49:57: So Augenauf!
00:50:01: Ja, also ich kann es insofern unterstreichen als dass meine schwierigste Zeit während der gesamten Erkrankung tatsächlich nicht die Erkranken selbst war sondern die Zeit danach.
00:50:14: Und wenn Richard ja dann sagt okay vielleicht in einem großen Klinikum will jetzt im Klinikum nicht so nahe treten aber da bist du vielleicht auch nur eine Nummer.
00:50:24: Ich weiß nicht wie oft ich in viel zu kurzen Abständen wieder bei Richard einer Praxis stand Weil diese Zeit danach, wenn es dann anfängt vielleicht mal hier und dazu zwicken ist zumindest psychisch die schlimmste Zeit, also die ich zumindest erlebt habe in meiner Behandlung.
00:50:42: Und wenn ihr mir vorstellen würde da ist jemand der mich nicht kennt und der meine Vorgeschichte nicht kennt Dann fehlt da auch so ein Stück weit Vertrauen und Zutrauen.
00:50:55: Und wenn das fehlt, dann hast du natürlich wiederum auch so dass... Das ist eine Spirale die sich in den Gang setzt ne?
00:51:00: Die setzt dann halt einfach auch einen negativen Weg im Gang, den du vielleicht gar nicht mehr aufhalten kannst.
00:51:07: Also ich weiß nicht.
00:51:10: Klares Beispiel bei mir war nachdem ich dann irgendwie das dritte vierte Mal in kürzester Zeit wieder bei Richard war weil es irgendwie gezwickt hat und ich dachte okay jetzt ist der Scheiß wieder da.
00:51:20: Dann hatte er mich zur Seite genommen und sagte Kevin pass mal auf Du musst echt aufpassen, dass das hier nicht in so eine Psychosomalik abrutscht.
00:51:27: Es war sich noch ... Das Gespräch in euch mich
00:51:30: noch.
00:51:30: Und ich war so unglaublich dankbar, dass er mir das gesagt hat.
00:51:34: Aber rückblickend hätte es einen Arzt in der Klinik, wo ich vielleicht Nummer siebzehn bin... Dass irgendwie mir gesagt kennt er mich gut genug weiß ja auch, dass ihr mir das so direkt sagen kann.
00:51:48: also vor dem Hintergrund der direkten Arzt-Patientenbeziehung wär ich persönlich auch immer ein absoluter Verfichter von der Behandlung in der Praxis, soweit es natürlich möglich ist.
00:51:59: Das muss man immer unter Abstrichen dann noch sagen.
00:52:02: Also meine eigenen Erfahrungen sind Ich bin in der Klinik und hab da Gott sei Dank immer die sehr beärztin.
00:52:11: Es ist doch cool!
00:52:11: Da
00:52:11: ist auf jeden Fall.
00:52:12: aber ich versteh's natürlich das ist ein anderer Rhythmus Und da braucht man muss mal bisschen mehr Zeit einen Plan.
00:52:17: Ich bin da einfach aus bestimmten Gründen.
00:52:21: Ich bin da geboren in diesem Krankenhaus und das ist so mein Krankenhaus.
00:52:24: Daher kann mir auch niemand zu sagen, ich fühle mich einfach wohl und das hat der dafür dazu beitragen, glaube ich, dass ich gut durch die Therapie gekommen bin.
00:52:33: Teilweise musste ich dann auch stationär, da gab es gar keine andere Option.
00:52:36: Bin aber auch noch ein In-der-Nachsorge und wie gesagt habe das Glück, da immer eine feste Ärztin zu haben.
00:52:42: Aber ich verstehe das absolut denn ... Und ich hab auch ... Der Ärzten also genauso... Ich sag mal an funksleichen blöde Fragen stellen, wenn halt ich mir Sorgen über irgendwas mache.
00:52:53: Und das geht natürlich wirklich nur, wenn man jemand einfach schon dann auf ein paar Jahre kennt so wie bei euch beiden und...
00:53:01: Ja also wie gesagt die gleiche Situation kann es natürlich auch in der Klinik geben.
00:53:05: Das
00:53:05: sind jetzt
00:53:07: natürlich an dieser Stelle ihm persönliche Erfahrungen zu hätten.
00:53:11: Aber es ist ja nochmal auch interessant gerade was Richard sagt von wegen dass viele vielleicht gar nicht stationär aufgenommen werden müssen Und wissen das aber gar nicht, dass man da auch noch mal vielleicht als Patient ein bisschen kritischer dann doch hinterfragen kann.
00:53:24: Muss ich das jetzt wirklich?
00:53:25: Weil niemand fühlt sich im Krankenhaus wohl also ist es einfach.
00:53:30: Das ist leider so und die Routinen da, das frühe Wecken durchlaufen das muss halt auch so sein.
00:53:40: wird klingeln nicht korrigiert.
00:53:45: Wenn du im Sexo oder im Hype-Sex, jemand an deinem Arm rumarbeitet und Puls am Blutdruck messen muss dann ist das vielleicht schon blöd für Beine betaligen.
00:53:53: Ja auf jeden Fall.
00:53:57: Okay!
00:54:00: Dann sind wir jetzt so langsam durch.
00:54:04: Lieber Kevin, lieber Richard vielen lieben Dank für eure Offenheit und die ehrlichen Einblicke in eine Beziehung, die weit über das medizinische hinausgeht.
00:54:15: Noch mal ganz persönlichen Dank.
00:54:16: Ich fand das ganz toll, dass wir hier diese Dreierunde heute machen konnten und noch...
00:54:20: Für die Einladung
00:54:22: sage ich gerne für deine Zeit Richard auch wenn du sicherlich wieder irgendwo unterwegs bist.
00:54:28: Ja wie sind eine Frankfurt in München jetzt noch?
00:54:31: Ja also wenn ich jetzt denn deine Podcasts immer höre Also wenn ich nur die Hälfte ehrlicherweise verstehe weil wenn ihr zu sehr in die Medizin eintaucht dann ist für mich da irgendwie auch mal Schluss.
00:54:42: Aber man hört halt immer, dass du irgendwie immer live die Kolleginnen und Kollegen vom Kongress abschnappst.
00:54:48: Ja super schnell ja!
00:54:50: Oder nicht immer sondern oft sehr oft.
00:54:53: Und dementsprechend kann mir vorstellen wie deine Zeit aussieht.
00:54:56: und deswegen vielen lieben Dank.
00:54:59: Bestimmt, dass es nicht macht ihr alles auf Freude.
00:55:00: Aber ich würde gerne euren Verein mal wirklich in meinem Hematologie-Podcast mal featuren und das sollten wir vielleicht mal gern auch in dieser Konstellation mal nur über den Verein fünf Minuten aufnehmen.
00:55:12: Das wird ja reichen und dann
00:55:14: sehr gerne.
00:55:16: Dann seid ihr vielleicht bei dem ein oder anderen Arzt aufm Schirm?
00:55:19: Ja ganz tolle Idee.
00:55:22: Wirklich sehr gerne!
00:55:23: Vielen Dank!
00:55:24: Auf allem haben wir uns jetzt schon drauf
00:55:27: In diesem Sinne.
00:55:28: Schöne Abend und ein schönes Wochenende!
00:55:30: Ja,
00:55:31: danke!
00:55:32: Tschüss!
00:55:34: Wenn euch diese Folge gefallen hat, teilt sie gern.
00:55:37: Und mehr Geschichten rund ums Leben mit und nach Krebs sowie Unterstützung und Austauschmöglichkeiten findet ihr auf unserer Webseite www.eisvogel.live.
00:55:47: Bis zum nächsten Mal.
00:55:48: Bleibt mutig und lebt und liebt jetzt.
00:55:52: Das war Lebe Jetzt der Podcast vom Eishogel eV.
00:55:56: Ein herzliches Dankeschön geht an unsere Unterstützer, ab wie Deutschland GmbH und CoKG, AstraZeneca Gmbh, Bristol Myers Squibb sowie an alle die im Hintergrund mitgewirkt und zum Gelingen beigetragen haben.
00:56:10: Produziert wurde dieser Podcast von Pangram Audio – schön dass du dabei warst!
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