#7 Wenn Trauer Raum bekommt

Shownotes

Hinweis: In unserem Podcast sprechen wir über sensible und teilweise emotionale Themen. Hört gern in eurem eigenen Tempo und achtet gut auf euch.

Wenn ihr mehr über uns erfahren möchtet oder Unterstützung sucht, meldet euch jederzeit gern bei uns. Wir freuen uns auf den Austausch mit euch.

Hat euch diese Folge gefallen? Dann abonniert gern unseren Podcast, teilt ihn mit eurer Familie und euren Freunden und besucht uns unter: www.eisvogel.life

Spenden: https://www.betterplace.org/de/projects/154176-krebs-verbindet-uns-eisvogel-e-v-die-autodoktoren-mit-herz-und-ps

https://www.eisvogel.life/spende

Hier findet ihr alle Informationen zu unseren Eisvogel-Trostraum https://www.eisvogel.life/trostraum

Sponsoren und Unterstützer: AbbVie Deutschland GmbH & Co. KG AstraZeneca GmbH Bristol Myers Squibb

Produktion: Dieser Podcast wurde produziert von Pangramaudio.

Datenschutz: https://www.eisvogel.life/datenschutz

Transkript anzeigen

00:00:01: Ich war Hühle und hab funktioniert.

00:00:05: Abends, wenn dann so alles ruhig ist, wenn die Kinder im Bett sind ... Die Einsamkeit hat mich ... Das war schlimm.

00:00:15: Es ist nicht nur dieser Verlust von der Person, sondern auch ein Verluste von mir selbst.

00:00:22: Irgendwie ist ein Stück von mir mit gestorben.

00:00:25: Und ich musste mich auch selbst wieder neu finden.

00:00:32: Was halt euch in dieser Zeit kraft?

00:00:34: oder halt gegeben.

00:00:36: Ganz klar, meine Kinder!

00:00:38: Das ist das was dich durch den Tag trägt... ...was dir Kraft gibt weil man weiß für wen was

00:00:43: macht, für was es macht.

00:00:45: Diese Unterstützung von der eigenen Familie und den

00:00:47: Freunden

00:00:50: aber auch der eigene Glaube.

00:00:55: Ich habe dann auch eine Trauerbegleitung aufgesucht um so einen Platz zu schaffen, so ein Raum zu schaffen wo ich weiß da kann ich aktiv darüber reden Und dass auch los werden was

00:01:06: in mir ist.

00:01:07: Man fühlt sich nicht allein.

00:01:10: Und man merkt erst, wie stark man ist wenn man stark sein muss und man unterschätzt so, wie Stark man sein kann.

00:01:17: Das Leben geht weiter und es dreht sich weiter und gibt so

00:01:21: viele

00:01:22: schöne Dinge im Leben noch.

00:01:25: So schlimm wie Verlust ist.

00:01:26: aber ich bin diejenige, die lebt und möchte leben und möchte das auch nach Außen tragen und sagen können ja ...

00:01:37: Ich habe einen Rucksack.

00:01:38: der ist nicht

00:01:39: leicht Aber mit diesem Rucksack kann ich jeden Gipfel erklimmen.

00:02:04: Herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Lebe Jetzt Podcasts!

00:02:08: Heute widmen wir uns einem sehr sensiblen und wichtigen Thema, Trauer.

00:02:12: Unsere Gäste, Marie, dreißig Jahre alt und Sabrina, einundvierzig Jahre wissen was es bedeutet einen geliebten Menschen zu verlieren.

00:02:21: Marie hat ihre Mutter an Krebs verloren und wurde kurz darauf selbst mit einer Krebsdiagnose konfrontiert.

00:02:28: Sabrina musste gleich zwei enge Menschen gehen lassen ihren Bruder und ihrem Mann.

00:02:34: Aus all diesen Schmerzen ist etwas Neues entstanden.

00:02:36: Gemeinsam leiten Sie heute eine Trauergruppe, in der sie hinterbliebenen Raum für Austausch, Trost und Halt geben.

00:02:44: Wir wollen heute mit Ihnen darüber sprechen wie man Trauer aushält – was hilft wenn Worte fehlen?

00:02:50: Und warum es so wichtig ist dass Trauer ihren Platz haben darf!

00:03:01: Marie, du hast deine Mama im Jahr two-tausend neunzehn verloren.

00:03:05: Zwei tausend zwanzig kam auch noch deiner eigene Diagnose.

00:03:08: Wie bist du damals mit all dem umgegangen?

00:03:12: Also erst mal würde ich sagen großes Gefühls Chaos.

00:03:16: als meine Mutter plötzlich von heute auf morgen gestorben ist war Ich erst meiner ganz tiefen Trauer gefangen und es war für mich einfach Ganz großer Schmerzpunkt.

00:03:31: Als ich dann noch ein Jahr später die Diagnose bekommen habe, war mein erster Impuls ... Wie soll ich das jetzt auch noch ertragen oder durchstehen?

00:03:42: Und da hab' ich zum Glück wirklich ganz starken Support von meiner Familie und von meinen Freunden bekommen.

00:03:49: Mein Bruder meinte direkt – und das ist mir auch so im Kopf geblieben!

00:03:54: Wir haben schon viel Schlimmeres geschafft.

00:03:56: Das schaffst du jetzt auch nach.

00:03:59: Und danach habe ich das nie wieder angezweifelt.

00:04:02: Dann hab' ich wirklich so einen neuen Lebensmut und neue Lebenskraft entwickelt, was mich dann auch ein bisschen aus der Trauer rausgeholt hat.

00:04:12: tatsächlich beziehungsweise... Ich einfach gemerkt habe jetzt ist noch nicht mein Zeitbunker kommen zu gehen!

00:04:20: Ich möchte weiter leben und bin dann auch relativ positiv gestimmt oder optimistisch in die Therapie gestartet.

00:04:30: Sehr schön.

00:04:32: Wir können ja auch sagen, vielleicht kannst du dazu auch noch gleich paar Worte sagen wie es dir jetzt geht und wie deine Therapiezeit vielleicht war?

00:04:42: Vielleicht nur nochmal

00:04:43: kurz

00:04:45: weil wir gesagt das ist ja vielleicht auch noch ganz wichtig zu erwähnen.

00:04:50: Also heute geht's mir wieder gut.

00:04:53: ich bin in Remissionen Und habe das alles so ein bisschen genutzt um mehr für mich und meine Gesundheit zu tun.

00:05:02: Ich hab auch während der Therapie gemerkt, dass ich mein eigenes Schicksal irgendwie nutzen möchte um anderen zu helfen.

00:05:11: Deswegen sitzen wir ja auch heute irgendwie hier?

00:05:13: Genau!

00:05:13: Und... ...ich habe irgendwie relativ schnell für mich gemerkt das vor allem weil das ja auch so nahe zeitnah hintereinander passiert ist Dass es vielleicht einen größeren Grund gibt, dass es passiert ist.

00:05:27: Es hat mir so ein bisschen geholfen, damit umzugehen.

00:05:30: Für mich einfach einen Sinn zu finden und deswegen habe ich danach einfach viel getan, um körperlich und mental wieder auf eine gute Ebene zu kommen.

00:05:44: Sabrina du hast deinen Mann verloren und ein Jahr später auch dein Bruder.

00:05:49: Eine kaum vorstellbare Zeit!

00:05:51: Wie hast du es geschafft damit umzugehen?

00:05:54: Der erste Moment war einfach nur

00:05:56: Schock.

00:05:58: also nicht das... Wenn der Mann verstirbt, das war einfach eine schlimme lange Zeit.

00:06:05: Weil wir auch in zehn Monaten begleitet haben und es von jetzt auf gleich ein Vollpflegefall war, dass ich sprechen und laufen konnte.

00:06:19: Dann hat man das alles überstanden.

00:06:20: Das erste Jahr ist rum und dann denkt okay, jetzt geht's bergauf.

00:06:27: Es war der erste Mal mit meiner Freundin da und wir haben noch gesagt ... So, jetzt ist ein Jahr rum.

00:06:34: Es kann nur besser werden und zwei Wochen später war es dann tatsächlich so, dass mein Bruder die Diagnose Leukämie bekommen hat, AML ... Und du denkst im ersten Moment

00:06:48: das...

00:06:49: Also man kann's gar nicht realisieren, man kanns gar nicht greifbar als ich einfach soweit weg weil man einfach denkt, net schon wieder wir also nicht schon wieder unsere Familie.

00:07:01: Wie erklärtest du deinen Kindern?

00:07:04: Wie soll das ablaufen?

00:07:07: Wie managst du mir

00:07:08: das?".

00:07:09: Weil ja einfach ganz klar war, es ist eine lange Zeit.

00:07:13: Lange Therapieplan ... Aber es war auch klar, wir schaffen das.

00:07:19: und für mich war... Ich hatte immer Hoffnung!

00:07:23: Also ich hatte einfach immer Hoffnungen.

00:07:25: Und die Hoffnung hat mich durch die ganze Zeit getragen weil ich glaube ohne Hoffnung versinkt bin.

00:07:33: Und dann geht's halt um Depressionen war für mich klar, das möchte ich nicht.

00:07:41: Ich möchte nur im Brunnen

00:07:42: liegen.".

00:07:43: Und es war einfach so der Moment wo ich gesagt habe wir kämpfen

00:07:46: und

00:07:48: man muss ja einfach sagen AML ist trotzdem eine Krankheit die halber ist.

00:07:53: und das war einfach für uns

00:07:54: eine

00:07:56: Kampfensage.

00:07:57: und für mich war klar Sabrina du kämpfst jetzt, du kämmst für dein Bruder und du kämsch für andere weil es kann jeden treffen.

00:08:08: Das hat mich dann durch die Zeit eigentlich auch getragen.

00:08:10: Und dein Bruder, ich war dir sehr eng miteinander.

00:08:13: War sicher auch deine große Stütze als dein Mann kranker?

00:08:16: Ja er hatte ja ... Er war ja Rettungssanitäter.

00:08:20: Hat ja auch einen medizinischen Bereich studiert und er war immer so ein Anker.

00:08:26: Ich wusste, ich kann ihn alles fragen.

00:08:30: Es gibt keine Frage wie blöd ist.

00:08:33: Und er war halt einfach immer ... Er war immer da, und er war zwar in der Zeit ein Kiel.

00:08:39: Aber wenn er da war ... Er war ja immer da!

00:08:42: Er kam vorbei, hat angerufen.

00:08:44: Dann hat er gefragt, Sabrina beschwach?

00:08:46: Es kam manchmal dann auch elf oder so abends oder nachts.

00:08:50: Und dann ... Sabrina beschwach?

00:08:51: Ich komme vor Bier vorbei und ich so.

00:08:53: Kommt vorbei, um den Zimmer dran zu kochen.

00:08:58: Ja, haben erzählt, geredet.

00:09:00: Das ist einfach ... das war halt eine Gemeinde von der Familie.

00:09:04: Also ich sag immer ohne die Familie würde ich nachher sitzen.

00:09:09: Und wie hast du die ersten Wochen und Monate nach dem Verlust erlebt?

00:09:14: Die ersten Woche und Monate, es ist einfach hart.

00:09:21: Ich konnte nicht so trauern oder mir die Zeit nehmen zu traueren, wie ich's vielleicht gebraucht hätte.

00:09:33: Weil da sind zwei Kinder, die waren damals fünf und sieben.

00:09:40: Da funktioniert das mal einfach ... Als ich rausnimmt, mal zu Hause bleibt.

00:09:45: Also das heißt ... Weil mein Mann war so, ich bin immer arbeiten gegangen und hab gekocht.

00:09:50: Ich war für die Kinder da.

00:09:51: Ich habe alles gemacht.

00:09:53: Ich hab einfach funktioniert.

00:09:55: Mhm!

00:09:56: Ich war Hühle.

00:09:59: Und hab funktioniert.

00:10:04: Ja?

00:10:04: Ich bin nach zwei Wochen arbeiten gegangen.

00:10:07: Das werde ich auch nie vergessen.

00:10:09: Für die Kinder war es wirklich so, als ich der erste Tag arbeiten war, Mama du gehst arbeiten.

00:10:15: Ich so, ja.

00:10:16: Und man hat richtig gespürt wie ein Ballastabfeld Es läuft wieder alles normal Der Alltag funktioniert, der Alltag läuft Aber der Alltag funktioniert und ich hab funktioniert.

00:10:31: Und ich sage heute noch Sowohl bei meinem Bruder als auch beim Mann Wenn meine Dusche reden könnte Die würde alles erzählen weil die Dusche war mein Rückzugsort.

00:10:43: Also Ja Das hört sich komisch an aber es war wirklich so War der Raum,

00:10:48: wo man

00:10:50: mal unter sich war.

00:10:51: Wo man einfach ... Du hast schreien können, du hast weiden können und deine Gedanken lautwürdig hinprabbeln können.

00:10:59: Und meine Kinder haben's dann gehört.

00:11:02: Aber die Einsamkeit hat mich tatsächlich.

00:11:05: abends, wenn alles ruhig ist, wenn die Kinder im Bett sind... Das war schlimm!

00:11:12: Und doch weißst du, du bist nicht allein?

00:11:15: Ja zum Glück.

00:11:16: Kam dann aber irgendwann noch die Zeit, wo du trauern konntest?

00:11:22: Immer so zwischendrin.

00:11:23: Also man trauert ... Ich sag Trauer hört nie auf!

00:11:27: Man trauerte ein ganzes Leben lang.

00:11:29: Ja es verändert sich Aber die Trauer an sich hört nie aus.

00:11:33: Es kommt immer noch heute Und das ist jetzt sechs Jahre und vier Jahre her.

00:11:42: Aber das hört nie off.

00:11:43: Es kommt auch immer noch schwalladig Und es kann passieren, dass sich irgendwas triggert.

00:11:48: Dass ein Moment kommt wo du einfach denkst Ja jetzt genau jetzt hätte ich gern diese Person dabei Genau jetzt und sie fehlt einfach in ganz vielen Fashion Veranstaltungen

00:11:58: und

00:11:58: Momenten und das nimmt einen schon mit Fließen auch ganz viele Tränen immer wieder.

00:12:05: Aber auch das gehört dazu Das

00:12:06: gehört dazu

00:12:06: ja.

00:12:08: Und Marie bei dir Wie hast Du die ersten Wochen und Monate erlebt nach dem Verlust?

00:12:13: Also Meine Mutter ist ja wirklich von heute auf morgen gestorben ohne jegliche Vorwarnung.

00:12:19: Und das war erst mal ganz schwer zu begreifen, was gerade passiert ist und es war wirklich wie so ein grauer Schleier.

00:12:28: Wie der schlimmste Albtraum.

00:12:31: also hat wirklich lange gedauert dass es überhaupt immer so angekommen ist.

00:12:35: ich habe ganz lange das Gefühl gehabt meine Mutter kommt gleich noch die Treppe hoch oder sie kommt wieder von der Arbeit.

00:12:45: Gleichzeitig war mir direkt klar, ich möchte diesen Schmerz professionell aufarbeiten.

00:12:51: Ich hatte schnell Angst, dass sich diese Trauer nicht richtig verarbeite.

00:12:56: Weil das ja auch etwas ist oder zumindest war es bei mir so ... Ich hab mich da vorher nie mit großartig beschäftigt.

00:13:07: Also, ich wusste nicht, wie ich damit umgehen soll und habe aber gemerkt, da ist ein tiefer Schmerzen und so viel Emotionen.

00:13:14: dass ich das irgendwie begleiten lassen wollte.

00:13:17: Und zu dem Zeitpunkt hab' ich schon in Berlin gelebt und bin dann auch relativ schnell wieder zurück nach Berlin gegangen, weil ich irgendwie auch so meine ... mein Safe Space brauchte, sag ich mal so, also meine Wohnung und meine Umgebung und wollte dann auch irgendwie meinen Praktikum, mein Studium weitermachen, weil das mir so ein bisschen eben diesen Alltag-Normalität genau die Normalität gegeben hat dann auch eine Trauerbegleitung aufgesucht, um einfach dieser Trauerverarbeitung so einen Rahmen zu geben und das einfach auch aktiv irgendwie anzugehen.

00:13:53: Um so ein bisschen ... Auf der einen Seite die neue Normalität versuchen weiterzuleben aber trotzdem so einen Platz zu schaffen, so einen Raum zu schaffen wo ich weiß da kann ich aktiv darüber reden Und dass auch los werden was in mir ist Weil da kommen so viele Gefühle hoch.

00:14:15: Wie Sabrina gesagt hat, das hört niemals auf und das kann auch immer noch Jahre danach ... Bei mir ist es jetzt auch sechs Jahre her.

00:14:23: Immer noch neue Themen aufwerfen.

00:14:27: Ich hatte das ganz stark danach, dass es irgendwie auch andere Kindheitsthemen aufgebracht hat oder auch Zukunftsthämen, die plötzlich eine neue Orientierung brauchten.

00:14:40: Es ist nicht nur dieser Verlust von der Person, sondern für mich war es auch so ein Verluste.

00:14:46: Von mir selbst.

00:14:48: Irgendwie ist ein Stück von mir selbst mit gestorben und ich musste mich auch selbst wieder neu finden.

00:14:56: Weil man ja auch gemeinsame Zukunftspläne hatte und das dann halt einfach nicht mehr so war?

00:15:01: Ja und ich glaube egal ob's jetzt die Mutter oder Vater oder auch ein Partner ist ... Oder auch ein Geschwisterteil.

00:15:09: Irgendwie hat man ja zusammen Zukunftspläne, ob ich jetzt mir wünsche, dass meine Mutter noch ihre enkel Kinder oder meine Hochzeiten erlebt?

00:15:19: Also ihr hattet ja auch anders Zukunftspläne aber all das ist plötzlich nicht mehr da.

00:15:28: Wolltest du dazu nochmal was sagen?

00:15:31: Weil wir es von Verlust gehabt haben...

00:15:33: Ich

00:15:33: bin aber dann zweitausend.

00:15:39: Ich bin dann in eine Gruppe gegangen von einem Maltesern.

00:15:45: Da gab es eine Trauergruppe, Jung vor Witwe mit Kindern und das war tatsächlich ... Das hat echt gut getan!

00:15:53: Einfach mal den Austausch alle in der gleichen Situation weil's einfach wenig gibt in dem Bereich Und dann halt auch noch Jung vor Mitwirt Kinder und jeder hat so das Gleiche.

00:16:10: Es gab unterschiedliche Geschichten, aber es war gut, da mal verstanden zu werden.

00:16:17: Durch das sind Freundschaften entstanden?

00:16:20: Ja.

00:16:21: Sich plötzlich normal zu fühlen in dem Alter im eigenen Freundeskreis bist du plötzlich jemand mit einem krass schweren Rucksack auf den Rücken und keiner versteht dich.

00:16:33: Das ist deswegen wertvoll.

00:16:36: Oder war es für mich auch wertvoll, in so Gruppen zu kommen wo es ähnliche Schicksalsschläge oder Schicksale

00:16:45: gibt?

00:16:45: Ich fühle sich nicht allein.

00:16:47: Schön dass du jetzt diesen Rucksack wir mussten gerade schmunzeln dir

00:16:51: zieht sich

00:16:52: durch unser Podcast folgendlich

00:16:54: zu sein.

00:16:55: Ja das ist glaube ich schon so ein... Was hat euch in dieser Zeit Kraft oder Halt gegeben, vielleicht nur noch mal

00:17:06: kurz?

00:17:09: Ich glaube einerseits wirklich dieser starke Support.

00:17:14: Also wirklich diese Unterstützung von der eigenen Familie und den Freunden aber auch der eigene Glaube.

00:17:21: also ich hatte intuitiv irgendwie kurz vorher schon angefangen mich spirituell ein bisschen mehr zu öffnen.

00:17:30: nicht war früher nie religiös Aber ich hab so einen Glauben entwickelt, der dann in dieser Zeit noch stärker wurde.

00:17:36: Und das hat mich tatsächlich durch die Zeit getragen und dem halt auch Raum zu geben.

00:17:44: Weil für mich ist dann plötzlich wirklich gefühlstechnisch, dass immer wahrer geworden wird, dass es nicht nach dem Tod plötzlich alles aufhört.

00:17:54: Das hat mir Kraft gegeben.

00:17:56: Ich würde auch sagen ... Für mich einfach mit den Raum zu nehmen, damit umzugehen wie ich das brauchte Weil ich brauchte eher so den Rückzug, was vielleicht dann für Freunde oder für Familie manchmal ein bisschen schwierig war.

00:18:10: Aber ich musste da irgendwie meinen eigenen Weg mitfinden und das war für mich auch wichtig.

00:18:16: also es wäre schwer gewesen mich da irgendwie irgendwo rein zu zwingen Und mich dann anzupassen.

00:18:25: Wie wars bei dir?

00:18:27: Ich hatte einfach unfassbar tolle Freunde

00:18:30: die mich

00:18:32: dadurch getragen haben die auch wirklich immer noch Freunde sind.

00:18:38: Weil man lernt ja aus den Situationen, man fildert ganz

00:18:42: viel

00:18:44: und ich hab' wirklich festgestellt... Ich habe wahre Freunde!

00:18:47: Und ganz klar meine Familie, die dann trotzdem trauern

00:18:52: und

00:18:52: ganz klar meinen Kindern.

00:18:55: Weil Kinder das ist das was dich durch den Tag, durch den Alltag trägt Was dir Kraft gibt weil man weiß für wen was macht, für was was macht.

00:19:07: Und ich glaube das, und trotzdem hat es mich ausstärkert gemacht.

00:19:15: Ich habe immer gesagt Sabrina du bist jetzt durch so viel STH durch so viele Scheiße gegangen und du schaffst es jetzt

00:19:27: auch?

00:19:29: Und es geht weiter!

00:19:30: Und ich hab einfach gelernt Es geht weiter und es gibt so viele gute tolle Momente und ich sammel mittlerweile nur noch Momente.

00:19:42: Und das ist irgendwie, ich glaube was du gerade beschrieben hast.

00:19:46: Es gibt diesen Spruch man merkt erst wie stark man ist wenn man stark sein muss und man unterschätzt so wie stark Man sein kann aber wenn es keine andere Möglichkeit gibt.

00:19:58: also viele haben irgendwie Wenn sie von meiner Situation gehört haben Wie gesagt Krass, dass du es geschafft hast und mir so in der Art einen Kompliment gemacht.

00:20:07: Ja aber in dem Moment hast du keine andere Wahl und dann merkst du erst wie viel Kraft du irgendwie hast.

00:20:15: Aber da ist jetzt zum Beispiel ein guter Punkt weil das schon auch die nächste Frage.

00:20:20: Welche Reaktionen von außen waren für euch hilfreich?

00:20:24: Und welche vielleicht eher verletzend?

00:20:27: Also Verletzten kann sich gar nicht ganz klar sagen.

00:20:29: Das war einfach immer ja... Es wird alles besser!

00:20:35: Es

00:20:35: wird schon

00:20:38: ein

00:20:39: Jahr und dann sieht es wieder anders aus.

00:20:43: Jetzt hast du lange genug getraut?

00:20:45: Ja, das versteht niemanden, der durchs Tal geht.

00:20:51: Das sind Sätze die du gestohlen hattest.

00:20:54: Manche sagen auch, dass ich feiern gehe.

00:20:57: Das war ein großes Thema aber ich habe das gebraucht um einfach mal wieder ... Nett nur als Mama, ich als Frau.

00:21:11: Und natürlich waren die Feiern teilweise auch drehenreich aber das war dann ein Moment und danach ging es weiter.

00:21:17: man hat wieder gelacht und Es hat einem Kraft gegeben für die nächsten Wochen.

00:21:23: Das verstehen ganz viele natt und jeder geht auch anders mit um.

00:21:25: das ist okay.

00:21:27: Aber ich habe das für mich so gebraucht was mir einfach kraftgegeben hat oder was bei Unterstützung war.

00:21:33: tatsächlich Wenn einfach jemand essen vorbeigebracht hat also Das ist genauso in der Krebstherapie, bist du froh mal, dass jemand kommt.

00:21:44: Und so war es für mich auch die kleinen Fahrdienste.

00:21:48: Jemand hat kurz die Kinder abgeholt, einfach

00:21:50: mal

00:21:51: kurz vorbeigekommen auf den Kaffee und das ist so wertvoll diese kleinen Gesten.

00:21:59: Einfach mal einen Racklettabend alles organisiert.

00:22:05: Jeder bringt was mit und die waren alle da.

00:22:08: dann Es

00:22:09: ist

00:22:10: so wertvoll.

00:22:11: Und es ist egal, wie du bist.

00:22:13: Egal

00:22:14: ob's dir

00:22:15: schlecht geht oder gut.

00:22:18: Ich glaube das ist auch total wichtig in der direkten Zeit nach dem Tod.

00:22:25: Dass es Menschen gibt die einfach intreativ, die helfen, die einfach kommen und sei es sogar das Haus zu putzen.

00:22:35: Oder kleine Aufgaben übernehmen.

00:22:38: Weil ... so viele Dinge, die danach entschieden werden müssen.

00:22:43: So viel organisatorisches ... wo ja eigentlich die eigene Trauer auch anfällt.

00:22:50: Bei dir ist es ja noch mal anders.

00:22:51: Du musst für deine Kinder da sein, wo's einfach hilfreich ist, wenn die Menschen um einen herum die Aufgaben übernehmen.

00:23:03: Ich will nicht sagen, dass das wie Tat oder verletzend war, aber dieses melde ich, wenn was ist.

00:23:08: Traumende melden sich nicht!

00:23:12: Ich glaube generell, so ein Ding Hilfe anzunehmen.

00:23:14: Aber vor allem in dieser Zeit noch schwieriger weil du einfach keine Kraft für sowas hast aktiv jemanden anzuschreiben.

00:23:23: Ja und ich glaub auch also ich kenn's ja auch selber aus eigener Erfahrung.

00:23:28: Ich glaube einfach wie du ihm dir auch schon gesagt hast da sein ohne Worte sondern einfach im machen und wie du es eben auch sagt ist Sachen einfach aktiv abzunehmen, weil du hast nicht diesen

00:23:43: Kopf

00:23:43: um wie ich sage jetzt mal zwei drei Wochen später danach irgendwie um irgendwelche Behördengänge oder sonst was.

00:23:49: aber woran du denken musst und ich glaube das ist eben auch sehr wichtig.

00:23:56: Ich hätte noch etwas was auf jeden Fall nicht hilfreiches in dieser Situation die Situation selbst herunter zu spielen oder zu relativieren Das hatte ich ganz oft auch innerhalb der Familie.

00:24:10: Und das hat mir überhaupt gar nicht geholfen, zu sagen andere haben es noch so viel schlimmer also den eigenen Schmerz runterzuspielen und das war für mich überhaupt gar nich hilfreich weil ja ich weiß es geht anderen schlimmer.

00:24:25: aber in dem Moment ist das schlimmste was mir passieren konnte dass meine Mutter gestorben ist.

00:24:31: Und jeder empfindet Schmerzen anders?

00:24:35: Also für jeden ist Schmerze etwas anderes Und es kann niemand von außen verurteilen.

00:24:42: Ja und du kannst deinen Schmerz ja nicht einfach runterdrücken, weil es irgendwo anders noch viel schlimmere Dinge gibt?

00:24:54: Nee das kann man auch in anderen Situationen ja nicht.

00:24:58: Ich glaube wichtig ist es auch nicht irgendwelche Ratschläge sondern dieses Machen was ihr jetzt schon gesagt habt.

00:25:06: Also umso schöner ist das Familie und Freunde.

00:25:08: dann wo ich da eine Stütze war.

00:25:12: Und ... ja, ihr heute mit uns darüber redet?

00:25:18: Also ...

00:25:20: Trauer ist ja oft etwas, worüber viele Menschen ganz ungern sprechen.

00:25:24: Wie habt ihr das selbst erlebt?

00:25:26: Wann war denn für euch der Zeitpunkt, darüber zu sprechen?

00:25:32: Für mich war es von Anfang an.

00:25:34: Ich bin wirklich vom Anfang an volle Karacho damit umgegangen.

00:25:39: Weil mir das geholfen hat offen und ehrlich drüber zu sprechen, damit niemand anderes was anders sagen kann.

00:25:50: Also für mich war das so die sollen wissen was ich fühle, was ich denke.

00:25:55: dann kann niemand anderes oder jemand anderes etwas sagen was nicht so stimmt.

00:26:03: Ein bisschen zu vorkommen sozusagen den anderen.

00:26:06: Und tatsächlich war es für viele Menschen hilfreich weil sie wussten, wie es mir geht.

00:26:12: Weil sie wusste, wie sie auf mich zukommen können

00:26:15: und...

00:26:17: Es war tatsächlich auch so, dass die dann einfach auch offen mit mir darüber gesprochen

00:26:20: haben.

00:26:20: Und

00:26:21: wenn ich's nett wollte, war auch ganz klar, dass ich gesagt habe, du heutest nicht mein Tag.

00:26:26: Wann anders?

00:26:27: Gerne wieder!

00:26:27: Aber das war für die hilfreich, weil die immer auf mich... ...weil das für Sie auch eine Hilfe war, weil man traut sich ja oft auch nicht zu fragen.

00:26:36: Hm, hey!

00:26:37: Also man fragt immer, wie geht's dir?

00:26:39: Aber man traut sich ja nicht wirklich zu fragen.

00:26:43: Wo bist du grad?

00:26:44: Wo kann man dich unterstützen und wo hält man dich ab?

00:26:48: Wie tief ist deine Trauer im Moment?

00:26:50: oder was sind deine ... derzeitigen Momente?

00:26:57: Und deswegen bin ich von Anfang an also als klar waren das mein Mann, dass mein Bruder es auch nicht packt oder dann auch verstorben sind.

00:27:07: Ich bin von Anfang An wirklich ... habe ich darüber gesprochen, weil es einfach ein Tabuthema ist.

00:27:14: Trauer ist ein Tabu!

00:27:18: Und so war das tatsächlich bei mir in der Familie.

00:27:20: Das war noch so ein Tabuthema.

00:27:22: also ich bin anfangs tatsächlich gar nicht offen damit umgegangen.

00:27:26: Ich hab mich halt eher eben zurückgezogen.

00:27:28: Ich glaube ich hätte das gebraucht eigentlich auch innerhalb der Familie darüber zu reden.

00:27:34: damals wusste ich dass noch nicht so richtig konnte das nicht zuordnen und hab dann erst, als ich die eigene Krebsdiagnose hatte gemerkt wie hilfreich das ist offen darüber zu reden.

00:27:46: Weil dann habe ich offen darüber gesprochen, hab das sogar auch auf meinem Instagram-Kanal geteilt weil ich da so den Gedanken hatte meine Familie kann es dann sehen, kann die Reise so miterleben Und ich muss nicht jedem einzelnen überschreiben.

00:28:02: Dann habe ich aber gemerkt, wie man sich mit anderen verbindet.

00:28:05: dadurch Habt dann ja auch irgendwann durch den Eisvogelverein kennengelernt und einfach viel mehr Leute mit ähnlichen Geschichten.

00:28:15: Und wie das auch anderen Mut geben kann, und wie das helfen kann auf dem eigenen Weg wieder.

00:28:26: Genau.

00:28:26: Aber da ist so ein guter Aufhänger?

00:28:29: Dann kommen wir gleich mal... Wie habt ihr euch denn und wann und wo habt ihr uns den kennengelernen beide?

00:28:37: Das war im August, da bin ich mit einer Freundin ins Eisvogelnest gekommen.

00:28:49: Da jetzt?

00:28:51: Ja, das ist

00:28:52: auch nicht mehr genau.

00:28:55: Zum

00:28:56: Fotoshooting war er an dem Tag und da stand Marie ... Also, ich hab sie gesehen.

00:29:04: Dann sind wir in der Küche gestanden.

00:29:06: Ich wollte mir klar fast zu trinken holen Und dann bist du reingekommen.

00:29:09: Ich wollte jetzt grad ein Aufhänger machen, sie ist aufs Eck gekommen.

00:29:13: Da steht keiner.

00:29:17: Aber wir!

00:29:20: Dann sind wir da in der Küche gestanden und hast du gefragt was mich hierher bringen und so und hab ich es erzählt?

00:29:27: Hast du deine Geschichte erzählt?

00:29:30: Wir sehen ja trotzdem vom Alter her total unterschiedlich aber irgendwie... naja schon Aber es war so unterschiedlich als auch von der Geschichte her, aber man fühlt sich einfach total verbunden.

00:29:42: Es war sofort irgendwie eine Verbindung da und das ist ja das was ich so schön finde.

00:29:48: Deswegen weiß genau noch den Moment wie wir da standen und ich glaube wir standen eine halbe Stunde da und es hätte eigentlich losgehen sollen zum Fotoshooting.

00:29:57: Das ist dieses Ding wenn jemanden trifft wo du weißt die Person hat etwas ähnliches erlebt und kann irgendwie den Schmerz ein bisschen nachempfinden.

00:30:05: Du kannst offen darüber reden, ohne dass die Stimmung direkt kippt.

00:30:09: Und merkst du, die Person hat trotzdem irgendwo eine Lebensfreude und man kann sich austauschen, fühlt sich verstanden ... und auch irgendwie trotzdem lachen und traurig sein?

00:30:19: Ich glaube da nicht bei jeder Person, aber wie bei uns, kann dann direkt so ne Verbindung irgendwie plötzlich da sein.

00:30:28: Sie stand einfach empathisch da.

00:30:30: Plötzlich aus dem Nichts, sondern fühlt sie sich verbunden.

00:30:35: Ja!

00:30:37: Ja, aber ich kann mich auch noch daran erinnern ... dass wir ja auch so ein bisschen zu spiel bald waren.

00:30:44: Also mit dem... Ich glaub das war aber ... Wir hatten uns ja als erstes mal bei in München, glaube ich?

00:30:50: Nee?

00:30:51: Nee tatsächlich!

00:30:52: Das war das erste Mal.

00:30:53: du hast mir im Mai oder so angerufen.

00:30:55: Ach dann war das erst als Erstes und danach war ...

00:31:00: München und dann

00:31:02: genau.

00:31:02: Aber wir hatten eben auch überlegt, weil du warst ja auch so mit die einzige, sag ich jetzt mal, wo es nicht positiv ausgegangen ist, sondern Trauerbereich.

00:31:13: Und da hatten wir auch wirklich, hatten mir vorher überlegt.

00:31:17: Müscht man das?

00:31:18: Kann man denn so ... Weil wenn Du natürlich Neubetroffene da sitzen hast, die gerade frisch durch die Therapie raus sind oder drin sind sogar noch, das hatten wir ja auch.

00:31:29: Wenn man dann in den Gespräch kommt und dann so naja ich hab meinen Mann und mein Bruder eben verloren durch, da hat mir immer gedacht okay wie

00:31:38: fast

00:31:39: gerade der Betroffene mit der Diagnose das auf?

00:31:43: Aber es war wirklich dann auch so dass es überhaupt gar nicht Thema war also null.

00:31:49: Also das war wirklich auch so was wir erst überlegt hatten.

00:31:52: aber Also, dass jeder mit total ... Ich sag mal, dem sind wir positiv umgegangen.

00:32:01: Ja, das war wirklich so und ich hab auch heute noch mit manchen Kontakt tatsächlich von damals.

00:32:10: Und es ist so schön weil die fanden's alle traurig ja?

00:32:16: Die fand's alles schlimm, dass man den Verlust zweimal so doll hatte.

00:32:22: aber ich habe euch immer gesagt und das ist ja heute noch meine Meinung Ich gönn's jedem, ich gönne es einfach jeden.

00:32:28: Und ich bin so dankbar und echt froh für jeden das schafft und ich hoffe einfach dass die Mehrheit ist und dass irgendwann das

00:32:39: besiegt wird.

00:32:40: Ja und ich glaube auch ein ganz wichtiger Punkt ist, dass du oder ihr beide ja so offen damit umgeht wenn jemand zu einem Treffen kommt mit anderen Betroffenen und Angehörigen und hat halt doch eine schwere Zeit durchgemacht sitzt jetzt da ja nicht wie ein Häufchen Elend, sondern strahlend und gibt den anderen irgendwie auch Kraft und Hoffnung.

00:33:05: Das glaube ich ist auch ganz wichtig gewesen.

00:33:09: Aber ihr hattet ja dann... oder wir zusammen hatten eine Idee?

00:33:13: Wie ist denn die entstanden?

00:33:15: Und was ist es denn für eine

00:33:16: Idee?!

00:33:18: Also relativ früh gemerkt, als ich ja auch beim Eisvogel schon mittätig war.

00:33:24: Dass ich eigentlich gerne viel mehr Menschen begleiten möchte die jemanden verloren haben.

00:33:31: und ich glaube parallel kam bei euch hier einfach immer mehr Anfragen an oder es ist hin- und wieder passiert dass jemand die Therapie leider nicht überlebt hat und sich Menschen an euch gewandt haben die jemandem verloren haben.

00:33:50: Und da kam dann die Idee, den Eisvogel Trostrauben ins Leben zu rufen.

00:33:56: Rufen?

00:33:57: Danke!

00:34:00: Weil wir beide irgendwie gemerkt haben Wir gehen so offen damit um und ich glaube dass es auch bei dem Thema einfach schön ist das zusammenzumachen Dass wir gerne diesen Raum geben wollen für diese Menschen Dass wir diesem Thema noch mehr Sichtbarkeit geben und aus der Tabu Raum aus der Tabu-Zone rausholen.

00:34:22: Und damit sie einfach auch merken, Sie sind nicht allein.

00:34:26: Es gibt viel mehr den es genauso geht und das ist so auch so schön das Feedback zu bekommen.

00:34:35: Ich glaube bei uns ist halt wirklich die Mischung so gut weil wir unterschiedlichen Alters sind und auch unterschiedliche Menschen oder Beziehungen.

00:34:50: Ich weiß gar nicht, wie man es auch drückt.

00:34:51: Aber unterschiedliche Personen verloren haben einen Elternteil du Partner und Geschwisterteile.

00:34:57: ich glaube so können wir einfach noch viel mehr auch in diesem Trostraum anderen irgendwie aus unserer Erfahrung heraus weiterhelfen.

00:35:07: Nehmt uns doch bitte ein bisschen mit.

00:35:09: was passiert denn in der Gruppe?

00:35:13: In der Grupe passiert immer Völlig unerwartet das manchmal.

00:35:18: Anfang haben wir uns Gedanken gemacht, was sollen wir im Thema vorgeben?

00:35:23: Was macht man?

00:35:24: Wie gestaltet man das?

00:35:25: Und tatsächlich war

00:35:26: es ... Ich glaub, wir hätten

00:35:27: April immer angefangen.

00:35:29: Stimmt das?

00:35:29: Ja, ich glaube so.

00:35:34: Dann war's eigentlich so, dass man einfach mal ein kurzes Check-up macht hat.

00:35:37: Das klappt.

00:35:38: damals waren es vier.

00:35:40: Nee, doch, vier!

00:35:42: Vielleicht noch kurz erzählen.

00:35:43: Es findet ja online statt.

00:35:47: als Meeting sozusagen.

00:35:48: Genau, also die Grundidee ist einfach so eine Austauschgruppe zu haben, die erst mal online ist damit wir einfach weil wir ja deutschlandweit verteilt sind regelmäßig einmal im Monat erstmal haben wir gesagt uns Online treffen können und uns austauschen können

00:36:07: Und

00:36:07: mit der Zeit wollen wir natürlich auch noch zusätzliche Sachen anbieten.

00:36:11: So wie zum Beispiel morgen haben wir ein persönliches Treffen und nach und nach so ein bisschen kreativere Sachen mit reinbringen.

00:36:20: Wir haben ganz viele Ideen, aber dann was Sabrina gerade sagen wollte... wir haben dann angefangen uns erstmal mit denen die wir halt auch aus dem Eisvogelnetzwerk eben schon kannten und eingeladen haben wollten uns erst mal kennenlernen.

00:36:34: Wir hatten ganz viele Sachen vorbereitet und haben aber gemerkt oft ist es so und das habe ich auch aus anderen Erfahrungen mitgenommen dass einfach dieser Raum da ist schon ausreicht,

00:36:46: einfach sich

00:36:47: auszutauschen.

00:36:48: Weil meistens hat ja jeder irgendwie doch gerade was Aktuelles zu teilen.

00:36:53: dann ist irgendwie ein erster Geburtstag oder steht irgendwie einen Hochzeitstag an und viele wollen einfach nur wissen wie gehen die anderen damit um?

00:37:06: Oder einfach nur die Gedanken auch teilen oder Hilfestellung zum Trautbegleitung, Suche, Psychotherapie und meistens brauchen wir dann gar nicht irgendwie so viel in die Gruppe geben sondern wirklich einfach da sein und das ein bisschen natürlich anleiten.

00:37:30: Also im Prinzip sind wir nur... Wir sind da!

00:37:34: Wir geben den Raum aber dass die Gespräche ergeben sich ganz komplett untereinander und es ist so schön weil jeder was zu beitragen kann.

00:37:47: Und es ist trotzdem so ungezwungen und jeder versteht's, und das ist so schön... Also man fragt dann schon mal wie war jetzt der erste Geburtstag ohne?

00:38:01: Und viele finden sich dann auch wieder!

00:38:06: Jeder fühlt es einfach in jeder, weil man den steht es auch noch bevor

00:38:10: aber

00:38:12: man kann denen einfach Tipps geben was sein kann, wobei ich da Aussage man soll ganz ehrlich auf

00:38:21: seinen

00:38:22: Bauchgefühl hören.

00:38:24: Und wir merken auch immer wieder das es gibt viele Parallelen und Gemeinsamkeiten.

00:38:30: also wir haben so für uns schon in der Gruppe gemerkt Für jeden ist es irgendwie so Es gibt einen davor und es gibt ein danach und währenddessen hieltes Leben kurz an die Welt.

00:38:44: Die Welt stand irgendwie still.

00:38:47: Aber alles, was danach kommt ist so individuell und fast hättenreich, dass jeder wirklich mit dieser Trauer auch anders umgeht.

00:38:55: Und allein dafür ist der Austausch schon gut.

00:38:58: Manchmal brauchen nicht alle einen Tipp oder einen Ratschlag aber einfach nur gehört werden.

00:39:05: Und einfach auch hören wie geht die andere Person damit um?

00:39:09: Manche hilft es irgendwie Dinge vorzuplanen, um sicher zu sein ... So einen Anker zu haben und andere machen irgendwie Dinge lieber spontan und intuitiv.

00:39:20: Und dieser Austausch kann dann auch hilfreich sein, um Dinge anders auszuprobieren.

00:39:26: Wie sind denn so die Rückmeldungen von den Teilnehmern?

00:39:30: Was bekommt ihr dafür?

00:39:31: ein Feedback

00:39:35: also?

00:39:37: Ich glaube das schönste Feedback ist dass sie wieder kommen!

00:39:43: Ja da ist ja... nach dem ersten paar Mal nicht abgesprungen sind, sondern die, wo am Anfang dabei waren.

00:39:51: Sind tatsächlich immer noch dabei?

00:39:55: Was ja alles auf Freiwillig ist, das ist ja kein Muss und ich glaube es ist das Schöne.

00:40:00: und da hoffen wir auch einfach dass immer mehr oder noch mehr dazu stoßen weil ich glaub davon lebt das Ganze.

00:40:12: Und also wir wünschen uns natürlich niemanden, dass das passiert aber dass die denen es passiert ist, sich trauen.

00:40:22: Den Eisvogel zu kontaktieren beziehungsweise sich einfach für so was zu öffnen das muss ja auch gar nicht bei uns sein.

00:40:29: aber ich glaube generell kann's einfach hilfreich sein in eine Gruppe zu gehen oder zu einer Trauerbegleitung einfach darüber zu sprechen auf seine eigene Art und Weise und alles ist und sollte freiwillig sein.

00:40:43: Genau

00:40:44: und generell auch dieses ne du bist nicht allein dass man auch sich da Hilfe suchen kann und nicht allein durch diese Zeit gehen muss.

00:40:54: Und das ist auch so.

00:40:55: was, was wir auch in der Gruppe gelernt und schon öfter besprochen haben, dass spätestens wenn jemand verloren hat und inner trauer ist, man wirklich aus der Komfortzone gehen sollte und um Hilfe fragen darf?

00:41:13: Weil... Das is' wirklich ne Situation wo es allerspätestens In Ordnung ist, nach Hilfe zu fragen und Hilfe anzunehmen.

00:41:22: Aber das ist so schwer!

00:41:23: Das ist für viele so schwer... Also ich kenne selber auch, man hat halt immer alles alleine gerockt?

00:41:30: Und dann Hilfe anzunehmen und zu fragen... Das ist ja auch ein Lernprozess natürlich!

00:41:38: Was ist euch denn besonders wichtig in eurer Arbeit mit den Hinterbliebenen?

00:41:45: Ich glaube dass nichts irgendwie aufgezwungen wird sondern wirklich sehr sensibel mit anderen umzugehen und so eine offene Kommunikation zu fördern.

00:42:00: Also, dass es so ein bisschen aufgefangen wird was da ist und alles aus sein darf Und das sich Betroffene oder Hinterbliebene wohlfühlen Dass sie wirklich merken.

00:42:12: Das ist so ein sicherer Ort für Sie wo sie Sich normal fühlen können und ihre Gedanken einfach auch teilen können weil manchmal können die Gedanken sehr sehr dunkel und schwer sein.

00:42:23: Und dass halt auch einfach niemand verurteilt wird, weil Trauer einfach bunt ist?

00:42:29: Ja!

00:42:30: Also Trauer ist keine lange Weile und das finde ich einfach wichtig, dass jeder so da sein darf wie er gerade ist, wie die Stimmung ist wie die Laune ist wenn es ein guter Tag war oder schlechter Tag egal und das find' ich einfach

00:42:51: Gibt es da manchmal den Gedanken, oh Mensch sie eher geht ja viel besser mit Trauer um als ich selber?

00:43:01: Ich hatte schon öfter Momente wo ich froh war dass sich das mit Sabrina zusammen mache.

00:43:09: Danke dir an dieser Stelle weil du manche Situationen viel besser auffangen kannst als ich aus der Sicht der Mutter oder aus der sicht der Eheparten also Eheparin oder Schwester, wo ich vielleicht nicht so weit gedacht habe wie du in dem Fall.

00:43:29: Weil ich das nicht so erlebt habe.

00:43:32: Da hab' ich nicht gedacht sie geht besser damit um als ich sondern...

00:43:35: Was ist denn der Ergänzung?

00:43:36: Aber ich meine jetzt auch gar nicht so ihr sozusagen also kein Vergleich generell aber so dieses als Trauernde dass man dann vielleicht auch in der Gruppe auch Mensch der die ist ja schon viel weiter als ich mit der Trauerbewältigung Verarbeitung oder sowas.

00:43:51: Ich glaub, das gibt's nicht.

00:43:53: Nee!

00:43:55: Dass du letztes Mal Sabrina

00:43:56: eine

00:43:58: richtig schöne Sache erklärt ... Weißt du noch?

00:44:02: Wie im Geburtstag oder

00:44:04: was?

00:44:04: Dass es halt einfach wie in Wellen immer mal so ... Also wie immer wieder kommt und geht... Und man in verschiedenen Phasen ist, dass es selbst nach sechs Jahren kann sein, dass du einen Moment hast der dich wieder richtig runterreist.

00:44:18: Dann ist es egal, wie lang es her ist als ...

00:44:22: Es ist eher so, dass ich merke, die Person ist gerade in einer guten Phase.

00:44:26: Okay ... Ja?

00:44:29: Das gibt keinen guten

00:44:30: Job.

00:44:30: Nee, ich glaub nicht.

00:44:32: Den Gedanke

00:44:35: hatte ich eigentlich

00:44:37: noch nie.

00:44:38: Aber man spürt schon wie derjenige grad drauf ist und wenn derjenig grade eine richtig gute Phase ist und dir geht selber vielleicht gerade einfach net zu gut, dann denkt man schon... Da will ich auch wieder hin.

00:44:53: Also es ist eher so, da will ich wieder hin aber jetzt nicht, der ist viel weiter weil ich glaube ja Trauer kommt in den Wellen.

00:45:03: Trauer...da

00:45:06: gibt's kein weiter ne?

00:45:07: Ne,

00:45:07: weil er auch ein Zeichen ist.

00:45:11: Was wünscht ihr euch denn für den Umgang mit Trauer in unserer Gesellschaft?

00:45:20: Erst mal fällen wir die Schlagworte Offenheit Kein Tabu ... Verständnis.

00:45:28: Jeder darf so sein, wie er möchte.

00:45:31: Keine Vorurteile sind so Schlagworte, die wir mir immer wieder begegnen.

00:45:39: Weil man einfach auch schon Dinge erlebt hat, denen es so schön ist.

00:45:43: Unterstützung

00:45:44: finde ich ganz wichtig?

00:45:45: Auf jeden Fall

00:45:45: ja!

00:45:48: Es ist eine richtig gute und schwere Frage.

00:45:53: Das machen wir.

00:45:56: Ich glaube, das ist so

00:45:57: schwer umsetzbar in einer idealen Welt.

00:46:01: Fände ich super gut, wenn es eine offene Kommunikation und Aufklärung dazu gäbe ... dass nicht jedes Mal über meine Geschichte erzähle oder wenn ich sage, ich hab jetzt gleich meine Trostraumgruppe, dass die Stimmung total runterzieht.

00:46:21: Oder auch auf der Arbeit.

00:46:23: müsste viel mehr Verständnis, Unterstützung, offene Kommunikation darüber geben.

00:46:29: Und ich verstehe irgendwie nicht dass es das nicht gibt weil's so allgegenwärtig und immer präsent ist.

00:46:36: Gut vielleicht weil ich jetzt auch sehr in dieser Welt bin aber irgendwie trifft es ja jeden irgendwann mal Ja und deswegen finde ich müsste es eigentlich auch in Firmen also vielmehr Unterstützung und Aufklärung dahingehen.

00:46:51: Aber da sind wir, glaube ich auch bei dem Punkt.

00:46:54: Das ist ja genau das Gleiche auch wie das Thema Krebs.

00:46:57: Ja

00:46:58: also... Da sind wir ja sagen mal ein bisschen in der gleichen Parallel

00:47:01: irgendwo.

00:47:02: und ich glaub was auch beim Thema Trauer ist, ist hier auch beim thema Krebs dass alle immer sagen ja es sind ja siebzig weißt du?

00:47:12: Oder ab siebzig so und es ist ja bei Trauer nicht anders sagt man ja bei den älteren ja gut

00:47:19: hat's

00:47:20: tolles Leben gehabt Aber das ist ja auch jüngere Betrift.

00:47:25: Das ist dann wieder auf beiden Seiten eben so, damit kommt keiner umwie klar und das ist irgendwie sowas mir die Parallelen da sind, dass man immer denkt.

00:47:40: Und letztendlich weiß keiner, wann es sein letzter Tag ist.

00:47:48: Deswegen finde ich's umso wichtiger, dass mal jeden Tag lebt, jeden Tag ... genießt, auch wenn es immer gute Tage sind.

00:47:58: Schön gesagt!

00:47:59: Wenn ich eins mitgeben könnte dann ist es wirklich... Ich finde wie der erste Hilfekurs müsste eigentlich der letzte Hilfepurs für jeden ein Muss sein.

00:48:12: Ich habe das letztens gemacht wird von der Caritas angeboten wahrscheinlich von verschiedenen Trägern auch und Ich war wie immer mal wieder mit Abstand die Jüngste.

00:48:27: Ja, aber witzigerweise weil du grad sagst ich hab jetzt Angebot auch bekommen und ich wollte es auch machen.

00:48:32: Und wirklich, ich find das so wichtig!

00:48:35: Weil dich das einfach auch noch mal sensibilisiert und ich glaube dass wäre ein Anfang um das ein bisschen aus der Tabuzone zu holen und damit Menschen auch wissen wie sie damit umgehen können zumindest ein bisschen besser.

00:48:48: Aber da habt ihr schon unsere nächste Frage so ein bisschen beantwortet.

00:48:51: Welche Strukturen oder Angebote fehlen aus eurer Sicht noch?

00:48:54: Also wie gesagt dieser letzte Hilfekurs habe ich wirklich auch erst jetzt vor kurzem von einer Bekannten sozusagen zugespielt bekommen, kannte ich vorher ja auch nicht, fand ich aber total wichtig und hab gedacht okay da gehst du hin und das machst du.

00:49:13: Aber fähre ich noch was anderes.

00:49:15: Was ich mir wünschen würde tatsächlich, wäre was für Kinderjugendliche.

00:49:21: Weil das so wichtig ist schon ... Also in unserem ... Ich bin jetzt erwachsen und im Bereich hat sich in den letzten paar Jahren mehr getan immer noch zu wenig aber es hat sich etwas getan.

00:49:35: Aber für Kinder gibt's einfach viel zu wenig

00:49:40: Und

00:49:42: viele machen das mit sich selber aus weil mit Freunden drüber reden, fällt unheimlich schwer.

00:49:52: Das sind dann wieder wir schon eher diejenigen, die darüber

00:49:56: sprechen

00:49:56: können.

00:49:57: aber gerade wenn ich jetzt auch der beste Vergleich war als meine kleine Kindergarten war und das dann mit meinem Mann war da ist von ihrer Freundin des Meerschweinchen gestorben und es war denen ihr Vergleich den beide mitgefühlt also den beiden unheimlig mit

00:50:15: gefühlt.

00:50:16: Aber was ist etwas ganz anderes?

00:50:19: Und für

00:50:19: Kinder gibt's da halt einfach ... Für Kinder gibt es dann nichts.

00:50:23: Also, und... Es gibt so viele Menschen die den Verlust hatten in der Familie, weiß der Papa oder die Mama.

00:50:29: Da ist auch teilweise die Oma, die einfach von Herzen geliebt wird.

00:50:36: Onkel, Tante,

00:50:38: egal.

00:50:39: Vielleicht sogar Geschwisterteil.

00:50:41: Aber für sie wird

00:50:42: immer, die gehen irgendwo

00:50:44: stückweit immer

00:50:45: runter.

00:50:47: Auch vielleicht die Kinder miteinander?

00:50:50: Ja.

00:50:50: Zu

00:50:51: verknüpfen, dass sie sich miteinander austauschen können.

00:50:54: Vielleicht auch ganz klarerisch?

00:50:56: Es gibt ja mittlerweile so viele Möglichkeiten also Social Media

00:51:02: und es gibt die auch.

00:51:03: ich glaube auch für Kinder gibt es auch Angebote habe ich.

00:51:07: Ich glaube das Problem oder die Herausforderung ist ja auch manchmal, dass es immer so abgegrenzte Angebote

00:51:13: sind.

00:51:14: Das ist ja wirklich nur wenn man aktiv danach sucht.

00:51:17: Ich glaub viel wichtiger wäre irgendwie aktiver in Schulen, Kindergärten besprochen wird.

00:51:25: Das ist nicht immer diese nur Abgrenzung, dass nur die Betroffenen und Hinterbliebenen ... In einer Gruppe sind und sich austauschen.

00:51:34: Ich glaub, vielmehr dieses auch Inklusive, das es auch die, die nicht aktiv hinterblieben oder betroffen sind, auch mit sensibilisiert werden.

00:51:44: Einst noch mal ein Verständnis?

00:51:46: Also, dass auch andere ... Ob Kinder oder Jugendliche, aber jetzt auch Jugendliche in Schulen.

00:51:52: In weiterführenden Schulen einfach auch mal darüber aufgeklärt werden was das auch heißt?

00:51:57: Was das bedeutet?

00:51:59: Weil viele...

00:52:00: also

00:52:01: ich krieg oft einen Vergleich.

00:52:03: Oder

00:52:04: sie haben auch meine Kinder gehört.

00:52:06: Na ja mein Papa und meine Mama sind hier auch getrennt.

00:52:10: Ach

00:52:10: so Aber dass es für meine Kinder heißt Ja!

00:52:16: Aber ihr

00:52:16: habt die Möglichkeit Auch wenn da kein gutes Verhältnis habt.

00:52:19: Ihr könnt

00:52:19: irgendwann zu Mama oder Papa gehen.

00:52:22: Mal zumindest gucken, mal vorbeigucken und das geht halt.

00:52:26: Meine Kinder gehen auf den Friedhof und sie vorbeikucken.

00:52:28: Da kriege ich

00:52:28: ganz raus.

00:52:31: Aber was ich auch fand um wie gesagt aus eigener Erfahrung im Bezug auf Kinder wo ich gedacht habe es muss eigentlich grundsätzlich eine Checkliste geben also nicht... Wie gesagt, wir sind erkrankt von heute auf morgen oder ... Wir haben ein Todesfall.

00:52:52: Und dann müssen wir losrennen und jemand anderes.

00:52:56: Man muss sich Information oder Unterstützung irgendwie rankriegen.

00:53:02: Entweder hast du Glück und findest die Richtigen?

00:53:05: Oder hast Pech und findet gar nix?

00:53:07: Ich finde da sollte das vom Vornherein schon eine Checkliste sein.

00:53:14: Da kannst du dich an die und diese Stellen wenden.

00:53:16: Das gibt es, ne?

00:53:18: Ich

00:53:18: glaub zu dir, als wir uns auch mal telefoniert haben ... Das ist unheimlich schwer!

00:53:23: Finde mal das passende Kuckstamm alles durch.

00:53:26: Aber es ist genau das Gleiche wie bei uns als Krebskranke.

00:53:29: Es gibt so viele mittlerweile, die das machen, aber es kriegt keiner hin.

00:53:35: Das kostet den Krankenkassen dann natürlich auch.

00:53:38: Wollen sie nicht preisgeben von vornherein, weil's kostet ja alles Geld.

00:53:43: Aber ich denke mir auch so, aber zumindest sagen okay hier da an diese Punkte kann sich doch mal halten.

00:53:51: Wie viele wissen nicht das sind Schwerbillen hat noch ausweis beantragen können oder dass sie irgendwie auf Reha gehen können und sowas ja?

00:53:59: Und bei einem Verstorbenen ist der auch zum Beispiel die Erbschaft, die entweder angetreten oder abgetreten werden muss und das ist ja auch ein Zeitrahmen in dem man das machen muss.

00:54:12: Das sechs Wochen?

00:54:13: Genau!

00:54:13: Und das wusste ich vorher zum Beispiel auch nicht.

00:54:16: und wenn du das nicht machst dann kriegst du vielleicht Schulden und es sind so Sachen die muss man erst mal wissen.

00:54:22: Also wie gesagt aus eigener Erfahrung und das meine ich ja eben auch Du hast nicht den Kopf dafür irgendwie dich mit solchen Sachen auseinanderzusetzen.

00:54:32: Wie gesagt, wenn du nicht irgendwie Leute im Hintergrund hast.

00:54:35: Also wir hatten es selber erlebt Dann kriegst du einfach auch mal die Schulden übertragen und das denkste dir so Das kann doch einfach alles nicht sein.

00:54:43: also

00:54:43: mit der Albtraum

00:54:44: noch schwer

00:54:46: Man hat gerade an mich ganz andere Gedanken und dann wird man noch dessen aufgebrummt

00:54:55: Was können denn angehörige Freunde oder Kolleginnen tun um Trauernde wirklich zu unterstützen?

00:55:04: Ich glaube, wie wir vorhin schon gesagt haben, aktiv einfach Dinge in die Hand nehmen und helfen anstatt Hilfe anzubieten mit fein gefühlt und offener Kommunikation.

00:55:16: Also zu schauen auch dass da nicht irgendwie eine Grenze überschritten wird sondern natürlich mit Abstimmung vielleicht.

00:55:22: also es ist so ein bisschen feinen Gefühl und offene Kommunikationsgefragte.

00:55:28: Ich glaube auch einfach, das Fragen ist okay.

00:55:31: Wenn wir jetzt vorbeikommen?

00:55:33: Wir würden dich gerne suchen und nicht einfach manchmal auf der Tür stehen weil es sich leichter gesagt also fragen Das macht man halt.

00:55:42: ich habe niemand gefragt er würde dir vorbei kommen.

00:55:46: Aber einfach wenn jemand anruft und fragt du Ich fahre jetzt eher

00:55:51: kurz

00:55:52: noch einkaufe Ist ok passt grad dann würde ich kurz vorbeiekomme.

00:56:00: Kleinigkeiten, dass auch niemand böse ist.

00:56:03: Wenn man auch Nein sagt ... Ich glaub das ist ganz wichtig, dass auf Familie, Freunde und Kollegen egal wäre.

00:56:11: Dass er versteht, wenn man sich einfach gerade rausnimmt, zurückzieht.

00:56:15: Und ansonsten wie ich vorhin schon gesagt ... anbieten, fragen.

00:56:22: Und auch Kontakt halten?

00:56:23: Also ich

00:56:24: find

00:56:25: aus der Zeit Erkrankung war es ja bei vielen ... Sie wissen gar nicht, wie sie mit einem umgehen.

00:56:29: Dann melden wir uns mal lieber nicht Und das stelle ich mir auch ganz schlimm vor, wenn dann plötzlich der halbe Freundeskreis sich gar nicht mehr meldet.

00:56:39: Weil sie sich halt nicht trauen mal zu fragen ob sie vorbeikommen können.

00:56:43: Das war der Grund warum ich von Anfang an offen umgegangen bin weil ich einfach wollte dass meine Freunde Verwandtschaft

00:56:52: Familie

00:56:53: und auch Kollegen damit die wissen welchen Stand habe ich was vertret Ich.

00:57:01: Das hat es leichter gemacht.

00:57:04: Ich glaube, da war für mich

00:57:05: z.B.,

00:57:05: weil ich war eher die im Rückzug ... Ich fand das eher, dass mich das unter Druck gesetzt hat, wenn so viel Kommunikation da war.

00:57:14: Aber mir hat's geholfen, wenn manchmal ein Herz geschickt wurde und das mache ich dann auch mit Freunden oder Bekannten, wo ich weiß, da ist grad eine schwierige Situation.

00:57:25: Kontakt halten, aber auf eine Art die nichts einfordert.

00:57:29: Die nicht ne Antwort.

00:57:30: Aber dieses ich denk an dich?

00:57:32: Genau, ich denke an dich bin da... ...aber ohne zu viel Druck zu geben.

00:57:37: Ich glaub das kann hilfreich sein und da ist es halt auch wieder so'n bisschen.

00:57:41: also nicht die Angst zu haben einfach ganz den Abstand zu erhalten sondern lieber fragen oder sagen was kann ich für dich tun?

00:57:50: möchtest drüber reden oder lieber nicht?

00:57:52: Also da wirklich Auch zu sagen, ich weiß gar nicht was ich sagen soll.

00:57:56: Aber ich bin hier für dich irgendwie besser als einfach nichts zu sagen.

00:58:02: Genau das einfach sagen... Ich weiß gerade echt nicht was sich sagen soll aber das finde auch heute immer noch wichtig

00:58:12: oder

00:58:12: mir fehlen die Worte und ich weiß auch echt nicht damit umzugehen.

00:58:17: Aber hey!

00:58:19: Ich steh hinter dir

00:58:21: Und auch so zu akzeptieren, wie die Person das gerade braucht.

00:58:26: Oder auch die Entwicklung ... Ich hab z.B.

00:58:28: eine krasse Entwicklung durchgemacht, die jeder in so einer Situation macht.

00:58:34: Das ist ganz wichtig, dass Freunde und Familie, Angehörige irgendwie akzeptiert können, dass sich die Person verändert.

00:58:41: Auch wenn es dann ein Stück weit selber wehtut, dass die Person plötzlich etwas anders ist als vorher.

00:58:48: Und ich finde auch, sich zurücknehmen.

00:58:51: Also, dass man jetzt den anderen diesen Raum gibt.

00:58:56: Also nicht, wie du eben auch schon gesagt hast dann irgendwie nicht nachtragend sein oder jetzt so, ich sag mal jetzt so bockig sein.

00:59:04: und von wegen warum ist er denn jetzt so?

00:59:06: Es sind ja auch viele die damit überhaupt nicht umgehen können.

00:59:10: vom Wegen was ist denn jetzt da los?

00:59:13: Und die Erfahrung ist einfach von diesem Menschen zieht uns sich aus

00:59:15: zurück?

00:59:16: Genau

00:59:17: weil das noch mehr... also es verletzen dann

00:59:20: einen.

00:59:20: genau Das merkt man dann eben auch in solchen Phasen sehr schnell.

00:59:27: Was habt ihr denn selbst auf euren Weg gelernt und was möchtet ihr den anderen mitgeben?

00:59:36: Was ich gelernt habe, dass es immer weitergeht, das nach jedem Tal wieder

00:59:45: die Spitze

00:59:46: vom Berg kommt und man einfach wieder glücklich ist.

00:59:51: wie gesagt kleine Momente sammeln Ganz arg wichtig, also ich bin in absoluter Momente zusammen.

00:59:59: Sei es die banalsten Dinge, sei es... Ich

01:00:01: gucke mir meinen

01:00:02: Kidysen-Film an was früher einfach man hat so gemacht und mittlerweile ist das für mich einfach... Das zelebrieren wir richtig!

01:00:12: Dann wird ein alkoholfreier Cocktail gemixt dann gibt's Chips, Popcorn egal warst.

01:00:17: aber das ist für mich so baldsam Also das ist ja baldsam für die Seele Genau so.

01:00:27: Gespräche mit Freunden.

01:00:29: Man nimmt das ganz anders wahr, man nimmt es viel bewusster wahr Wenn wir wenn man geht noch mal nur umarmungen drücken.

01:00:37: was man früher einfach gemacht hat sind einfach Dinge die ich heute viel mehr

01:00:44: auf

01:00:46: ja Aufsauge und das finde ich also.

01:00:50: Leben geht weiter

01:00:52: Und es

01:00:52: dreht sich weiter und es gibt so viele schöne dinge im leben noch.

01:00:58: Für das lebe ich auch.

01:01:02: So schlimm wie Verlust ist, aber man ... Ich bin diejenige, die lebt und möchte leben.

01:01:09: Und ich möchte es nach außen tragen und sagen können ja, ich hab ein Rucksack!

01:01:15: Der ist nicht leicht.

01:01:17: Aber mit diesem Rucksacks kann ich jeden Gipfel erklimmen.

01:01:21: Ich möchte gerade daran anknöpfen nun mal der eigene Sagen.

01:01:25: Ich glaube, dass ich ganz sicher glänzt habe, dass wir diesen RucksACK wieder leichter machen können und dass uns das Leben immer nur das gibt, was wir auch bereit sind zu tragen oder eher tragen.

01:01:39: Und es noch so viel mehr im Leben gibt als wir denken oder begreifen können.

01:01:47: also ich habe wirklich für mich gelernt, dass ich mich entscheiden darf wie ich damit umgehe.

01:01:56: und irgendwie hat es so mein Horizont soviel erweitert Und es für mich wirklich darum geht, mehr im Hier und Jetzt zu sein ohne mich zu sehr unter Druck zu setzen.

01:02:09: Klar ich habe auch noch Tage an denen ich einfach nichts mache weil mir alles zu viel ist aber Ich einfach viel dankbarer bin überhaupt hier sein zu dürfen und so eine ganz andere Wertschätzung fürs Leben habe und Beides da sein darf manchmal die schlechten manchmal auch die guten tage Aber Das auch einfach bewusst wahrzunehmen.

01:02:33: Ich glaube, ich habe vorher sehr unbewusst gelebt.

01:02:37: Ich war so voll die Partymaus und halt.

01:02:41: manchmal denke ich mir so mein Danach ist richtig langweilig geworden aber gleichzeitig möchte ich das überhaupt gar nicht mehr tauschen.

01:02:49: also ich möchte dass danach auch nicht mehr missen so komisch sich das anhört.

01:02:54: Also klar ich würde mir nichts in der Welt anderes wünschen als meine Mutter wieder hier zu haben.

01:02:59: Aber das, was ich durch diesen ganzen Prozess auch für mich dazu gewonnen habe und mein neues Ich irgendwie erfahren erlebt aufgebaut habe wie auch immer ist schon eine spannende Reise.

01:03:14: Also man wird klarer?

01:03:16: Mir geht es auch so...ich bin viel klarer in meinen Gedanken, in meinem Tun geworden weil man einfach

01:03:23: weiß, was man möchte

01:03:24: oder was man nicht möchte.

01:03:28: Was gibt euch denn heute Kraft?

01:03:32: Ich hab ganz lange vergessen, dass die Liebe bedingungslos ist.

01:03:41: Und was das überhaupt bedeutet?

01:03:42: Und ich hab ganz lang nach dieser Liebe meiner Mutter gesucht und es gibt mir heute Kraft ... Dass diese Liebe einfach immer noch da ist.

01:03:52: Mhm.

01:03:53: Und niemals weg sein wird.

01:04:00: Sehr schönes.

01:04:01: Kann ich voll nachvollziehen.

01:04:04: Weil... Die Personen, die jetzt irgendwo über uns schweben Die sind trotzdem irgendwo hier.

01:04:12: Und das gibt

01:04:12: mir... also ich

01:04:15: wohne beim Kirchturm und tatsächlich, da sitzen immer

01:04:19: Vögel.

01:04:21: Wenn die netter sind ist es für mich immer ganz komisch weil es hat sich echt banal an, aber das

01:04:26: war echt so.

01:04:29: Ich glaube immer, da fliegen zwei bei mir noch ein paar mehr sogar,

01:04:36: die

01:04:37: irgendwo ganz nahe sind bei uns.

01:04:39: Es gibt immer kleine Momente wo man das Gefühl hat Was war das jetzt?

01:04:46: Irgendwo sind sie da.

01:04:48: Man kann es gar nicht beschreiben, das hört sich auch echt manchmal ein bisschen kurios an aber man hat echt das Gefühl manchmal irgendwo sitzen sie auf einem und begleiten dich.

01:05:03: Einmal tief durchatmen für alle.

01:05:06: Tränen fließen ist auch

01:05:08: egal.

01:05:08: Ja, Träne dürfen raus.

01:05:09: Genau sehen jetzt wahrscheinlich nicht, die Augen sind nass.

01:05:16: Gibt es rituale kleine Momente oder besondere Menschen, die euch immer wieder stärken?

01:05:23: Oh ja, kam gerade ihr von wem.

01:05:29: Also ich nehme mir immer wieder ganz bewusst auch Zeit wenn ich merke der Schmerz wird grad irgendwie mehr oder ich denke eigentlich immer an meine Mutter aber ich habe das Gefühl manchmal ist einfach auch stärker oder eine Erinnerung kommt auf Ich weiß nicht, getriggert vielleicht von einem Song.

01:05:47: Ich mache dann ganz bewusst Räucherkerzen oder Räucherstebe und Palo Santo

01:05:54: und

01:05:55: was nicht alles so ein bisschen so spirituelle Sachen.

01:06:00: Und manchmal auch einfach traurige Lieder um es rauszulassen.

01:06:07: Dann wiederum habe ich Kraftorte in der Natur Wenn ich weiß, ich muss mich irgendwie mit der Natur verbinden.

01:06:14: Das gibt mir dann in dem Moment Kraft und aber auch die Verbindung irgendwie Und gleichzeitig auch Menschen, die die Zeit miterlebt haben und irgendwie auch die ganze Entwicklung erlebt haben Mit denen ich gut darüber sprechen kann.

01:06:33: Tatsächlich kann ich das... Also was es mir auch Kraft gibt wenn ich wirklich Ausgefühl hab Ich bin dann jemand Der Kerzen anzündet das Bewusst erlebt und ganz Kraft gibt mir zum Beispiel, wenn ohne dass jemand klingelt ich vor die Haustür gehe.

01:06:56: Und da liegt dann irgendein kleines Paket

01:06:59: mit einem

01:06:59: Tee drin, mit irgendeim Spruch was um aufhängen.

01:07:05: und es sind einfach die Momente wo du weißt ja es gibt Menschen die sind einfach einfach da ohne dass sie sichtbar sind.

01:07:14: Ich hab Freunde, die einfach so verteilt sind.

01:07:16: Aber ich weiß, sie sind da und ich spüre einfach ... Die rufen... Ich kann die jederzeit anrufen, das mach' ich als auch!

01:07:25: Und es sind einfach so Kraftgeber.

01:07:28: Und klar deine Familie sowieso, also ich habe ein sehr enges

01:07:31: Familienverhältnis.

01:07:33: Aber wir gehen zusammen auch in Urlaub und das sind auch Urlauber,

01:07:40: die dir wieder Kraft

01:07:41: schenken.

01:07:42: Und Kraft gibt man tatsächlich auch zu weinen.

01:07:45: Ich hab meine Tochter mal erklärt, wenn die große Kunde lang mit Wein ... Das war für sie ganz arg schlimm!

01:07:57: Weil sie immer gedacht hat,

01:07:58: sie hat ihren

01:07:58: Papa nicht geliebt.

01:08:01: und ich habe langsam

01:08:03: gemacht es ist gar

01:08:03: nicht schlimm.

01:08:05: Irgendwann kommt's von ganz alleine und irgendwann ist der Herz so voller drinnen und dann so schwer und irgendwann brodelt's dann

01:08:15: raus.

01:08:16: Und genau so war's.

01:08:18: Es kam dann ganz plötzlich ... Ein Tag vor der Beerdigung, es kam auf einmal und es kam so schwalladig raus.

01:08:28: Dann hab ich nur zähnend meinten, wie fühlt sich das an?

01:08:31: Jetzt gehts

01:08:32: mir besser!

01:08:34: Dann sag' ich ja, drinnen erleichtern auch das Herz wieder... und lachen.

01:08:40: Ich finde, sowieso Lachen ist die beste Medizin.

01:08:43: Lachen hilft doch, öffnet das auch mal.

01:08:50: Welche Wünsche und Ziele habt ihr denn für euch persönlich?

01:08:53: Und für eure Trauerarbeit in der Zukunft.

01:08:57: Also, für die Trauer Arbeit ganz klar das es wächst!

01:09:00: Das ist gedeiht dass wir irgendwann auch wirklich Trostraum treffen machen.

01:09:07: Dass wir auch Trostraumpakete auf den Weg geben.

01:09:12: Das sind so Dinge, die ich mir einfach wünsche Für die Zukunft

01:09:18: einfach gesund zu

01:09:19: bleiben, muss ich ganz ehrlich sagen.

01:09:21: Meine Familie um mich zu haben, meine Kittys erwachsen werden ... also zu sehen wie sie erwachsen werde und dass auch in meiner Liebe alles gut wird, so wie es jetzt ist.

01:09:38: Das wünsche

01:09:38: ich mir!

01:09:39: Das wünschen wir dir auch!

01:09:45: Ich würde zu dem Trostraum noch hinzufügen, das wäre irgendwann Eisvogel-Trost um Retreats machen.

01:09:55: Ich glaube, dass es sehr hilfreich sein kann natürlich auch nicht für jeden aber die Möglichkeit zu haben aus den eigenen vier Wänden und der Umgebung wo alles passiert ist.

01:10:07: Das habe ich auch gemeint!

01:10:08: Genau also diese persönlichen Treffen einfach einen Wochenende rauszumachen neue Erinnerungen zu schaffen.

01:10:16: das war für mich damals ganz wichtig Schöne Erinnerungen.

01:10:23: Gemeinsame Erinnerung auch?

01:10:25: Genau, die das Thema mit einbinden, aber einfach Neues zu erleben und den Horizont wieder zu erweitern.

01:10:36: Und ich glaube, ich wünsche einfach natürlich jedem gesund zu bleiben Aber vor allem auch so für mich weil mir das Leben auf harte harte Art und Weise gezeigt hat, wie schnell es vorbei sein kann.

01:10:52: Dass ich noch viel mehr für mich einstehe und wirklich meine Wünsche verwirkliche, dass ich meinen Wünschen nachgehe Und auch ein bisschen mehr noch das in die Welt trage Was ihnen die Welt tragen möchte um anderen Menschen zu helfen.

01:11:10: weil manchmal habe ich das Gefühl ja man hat ja noch seinen eigenen Weg.

01:11:13: Das ist wie wir gesagt haben kommt immer so im Wellen Aber dann auch einfach sich nicht aufhalten lassen von den Ängsten, von potentiellen Verurteilungen.

01:11:23: Sondern für ... Und wenn's die eine Person ist, die genau das hören musste, dass es wieder einen Lichtblick gibt so.

01:11:33: Deiner Mitte bleiben um anderen zu helfen?

01:11:37: Wieder in ihre Mitte zu kommen

01:11:39: und... Ja sehr schön!

01:11:41: Das wünsche ich

01:11:42: euch alles.

01:11:49: Kaffee.

01:11:51: Tee.

01:11:53: Musik oder Stille?

01:11:54: Was tröstet euch mehr?

01:11:58: Stille,

01:12:00: Musik!

01:12:04: Lieber reden oder schweigen Wenn es gerade richtig wehtut.

01:12:07: Schweigen,

01:12:09: Schweigen

01:12:11: Aufbewahren oder Loslassen Erinnerung vs.

01:12:14: weitergehen

01:12:17: Das ist schwer.

01:12:18: Beides.

01:12:20: Also kann ich euch nicht sagen

01:12:22: Gehört beides

01:12:23: dazu?

01:12:26: Spazieren gehen oder zu Hause bleiben?

01:12:28: Was gibt euch Kraft?

01:12:31: Spazierengehen.

01:12:41: Schnell die Frage runden.

01:12:47: Es kommt immer drauf an.

01:12:50: Zuhause bleiben!

01:12:54: Die nächste Antwort weiß man eigentlich schon, aber lachen oder weinen?

01:12:58: was hilft euch in schweren Moment mehr?

01:13:02: Lachen...lachen?

01:13:04: Ich hätte

01:13:04: es gedacht, beides.

01:13:06: Weil bei Fynn ja nur beides ...

01:13:08: Es gehört beides dazu oder

01:13:09: dazu

01:13:10: aber ...

01:13:11: Lachen erhebt die Stimmung wieder an?

01:13:15: Ich hab so ein Problem mit Weinen auf.

01:13:17: Also wenn's richtig schwer ist.

01:13:18: Ich hab auch mal eine Diagnose im Lachen erzählt.

01:13:21: also so

01:13:22: ich hab den.

01:13:23: Ich weiß auch nicht, wie's geht.

01:13:26: Ich glaub, ich mach das weil ich dann versuche eben diese schlimme ... Irgendwie ums zugleichen.

01:13:33: Oder vielleicht auch damit die anderen, denen du das dann erzählst?

01:13:36: Ja.

01:13:37: Gar nicht so merken... Wie schlimm es eigentlich ist!

01:13:42: Briefe schreiben oder Gedanken für euch behalten?

01:13:46: Briefer schreiben.

01:13:50: Gedanken für mich behalten.

01:13:52: Tagebuch?

01:13:53: Ja, nein.

01:13:54: Nein?!

01:13:54: Ja.

01:13:55: Jetzt war jetzt nur eine Zusatzfrage.

01:13:57: Das habe ich gerade eingefallen.

01:13:59: Ich würde meine Gedanken in mein Tagebuch schreiben.

01:14:02: Hast Du gesagt ja?

01:14:03: Ja, du nein.

01:14:07: Erinnerung teilen oder für sich behalten?

01:14:11: Teilen.

01:14:15: Es gibt Erinnerungen, die ich nachteilen.

01:14:21: Lieber etwas Neues beginnen oder Altes bewahren?

01:14:27: Neues Beginn,

01:14:28: neues Beginn.

01:14:31: Rituale oder spontane Momente was gibt euch halt?

01:14:34: Rituaale.

01:14:37: Spontane Momen.

01:14:38: Das

01:14:40: war sehr spontan!

01:14:42: Ja, muss kurz echt überlegen.

01:14:44: Aber was gibt dir Halt?

01:14:48: Also ich liebe auch neue Momente.

01:14:49: aber was mir halt gibt ... Ja gut das Rituale

01:14:51: ja das alte, ja das Alte.

01:14:55: Super ihr

01:14:55: habt es geschafft!

01:15:01: So dann wenn ihr möchtet könnt ihr uns auch gerne ein paar Fragen

01:15:06: stellen also eine.

01:15:10: Die Zeit läuft.

01:15:12: Was wünscht ihr euch für den Eisvogeltrostraum in Zukunft?

01:15:16: Sehr gute Frage.

01:15:17: Erst mal sind wir, ich spreche nur von uns beide, sehr dankbar, dass ihr das macht.

01:15:23: Weil auch für uns ist es immer schwierig ist, wenn es dann passiert, dass jemand gehen musste und die Hinterbliebener weiter betreuen möchten.

01:15:34: Und jetzt den Raum dafür durch euch!

01:15:37: haben und Hilfestellung leisten können.

01:15:40: Und klar wünschen wir uns natürlich alle, dass alle gesund sind, ganz lange leben werden.

01:15:49: aber wenn es dann dazu kommt, dass jemand alleine

01:15:53: ist

01:15:54: weil jemand gestorben ist das die uns finden den Eis vor Getrostraum Dass es auch niederschwellig ist, dass man da nicht ewig nachsuchen muss.

01:16:07: Sondern dass wir da bekannter sind.

01:16:10: Das ist wie bei Ärzten die Flyer vom Eisvogel haben um den Betroffenen Unterstützung gegeben.

01:16:17: Darstellen gibt wo man auch den Trostraum platzieren kann und dadurch diese Gemeinschaft wächst.

01:16:27: Stößt der an eure Grenzen?

01:16:28: Wenn ihr solche Hilfsbotschaften ... Hört und das sei dem Anfang an eure Grenzen da manchmal gestoßen, weil er trotzdem ja auch eure Geschichte.

01:16:39: Wir hatten so einen anderen Podcast.

01:16:41: auch Ich habe nicht damit gerechnet dass es ich sage jetzt mal mich so früh erwischt Mit mit Beginn sozusagen mit der Eisvorgearbeit.

01:16:54: Ich bin dann wirklich am Anfang sehr so Jeder wird jeder wird es schaffen.

01:16:59: So hat es mich dann wirklich, sag ich mal ein halbes Jahr später gleich sehr krass erwischt.

01:17:07: Also wirklich begleitet ihm auch bis zum letzten Atemzug mit kleinem Kind selbst und wie Mama.

01:17:16: Und dann eben mit dem kleinen Kind am Graf zu stehen von der Mutter.

01:17:24: Das war schon hart.

01:17:25: Da hab' ich dann auch schon gesagt, kann man das überhaupt?

01:17:29: Kann ich es überhaupt?

01:17:32: Und das, was ihr ja eben auch gesagt habt ... Ich war einfach da.

01:17:37: Also im Hintergrund und nicht offensiv.

01:17:42: Und hab aber versucht im Hintergründ irgendwie zu unterstützen, wo ich kann.

01:17:48: Das kam dann leider auch öfters vor.

01:17:53: Und es war so, dass wir gesagt haben, können wir uns vielleicht noch weiterbilden?

01:17:59: Wie eben auch ... Wer überlegt hatten, auch beide machen wir eben so eine Hospiz-Ausbildung noch.

01:18:07: Dass wir einfach auch mehr Werkzeug irgendwie für uns jetzt selber um wie auch mit an die Hand bekommen.

01:18:14: und wir haben aber auch festgestellt haben ich glaube so wie wir es jetzt gerade also erst mal hat nicht leider dann auch die Zeit gefehlt das irgendwie zu intimisieren.

01:18:23: Aber wir haben da festgestellt Wir machen's glaube ich schon ganz gut muss ich genauso sagen, wie irgendwie Katrin sind.

01:18:31: Wir eben unendlich auch dankbar dass wir euch haben, dass wir wirklich auch sagen können, wir können es abgeben.

01:18:39: also weil ihr da ganz anders da auch noch mit umgehen als wir das ist für uns schon oder für uns eine super Entlastung zu sagen okay wir haben dann noch Marie und Sabrina als Unterstützung

01:18:59: Und mir geht es so, ich freue mich einfach wenn man anderen helfen kann.

01:19:03: Wenn man anderen was Gutes mitgeben kann und einfach denen zuhört und vielleicht auch die eine oder andere Erfahrung oder Tipp mitgibt.

01:19:11: das war auch der Grund

01:19:13: warum

01:19:15: ich eigentlich dazugekommen

01:19:16: bin.

01:19:17: Das wollte ich vorhin schon gesagt haben, mir gibt tatsächlich selber auch dieses einmal im Monat wo wir uns dann online treffen

01:19:25: auch Kraft

01:19:26: ist auch ein Ding was mit Kraft

01:19:27: gibt total.

01:19:29: Aber vielleicht ... Ich meine, die Frage steht das gar nicht hier drauf.

01:19:33: Vielleicht wollt ihr zum Schluss noch mal einen Aufruf machen?

01:19:39: Natürlich!

01:19:39: Das hätte ich auch so gemacht.

01:19:41: Dann jetzt ... Jetzt ist mehr Zeit.

01:19:45: Wer bis jetzt zugehört hat, der hat es wahrscheinlich schon rausgehört.

01:19:50: Unser Eisvogel-Trostraum ist für jeden offen, der jemand geliebtes verloren hat und ... einfach darüber sprechen möchte oder auch nur zuhören möchte.

01:20:01: Wir würden uns freuen, wenn du uns kontaktierst über die Eisfogel-Webseite und einfach zu unser Online-Austausch treffen dazukommst.

01:20:16: Kann ich nur zustimmen?

01:20:17: Genau!

01:20:18: Und ansonsten sind wir ja auch dabei wie was wir auch schon gesagt haben das auszubauen und eben auch Wochenenden und so was anzubieten, aber...

01:20:26: Da kommt noch ganz viel.

01:20:29: Also ist lang.

01:20:30: Das ist die nicht in gehen kommen dazu und bleibt nicht allein.

01:20:34: Schön dass ihr da wart!

01:20:35: Vielen lieben Dank

01:20:37: für

01:20:38: euch!

01:20:40: Ein riesen Dankeschön an Marie und Sabrina, dass ihr heute so offen über eure persönlichen Geschichten und euren Weg durch die Trauer gesprochen habt.

01:20:49: Ihr zeigt uns, dass Trauer viele Gesichter hat und dass sie nicht nur Schmerz bedeutet, sondern auch Verbindung, Liebe und neue Wege entstehen lassen kann.

01:20:59: Was ihr in der Eisvogetrauergruppe macht ist einfach unglaublich wertvoll!

01:21:04: Menschen finden dort einen Ort an den Sie alles sagen dürfen, weinen dürfen aber auch lachen dürfen – und an alle die gerade zuhören wenn Ihr selbst betroffen seid oder jemanden kennt, der Unterstützung braucht.

01:21:18: Ihr seid nicht allein.

01:21:19: Es gibt Menschen, die zuhören Da sind und euch begleiten.

01:21:24: Danke, dass ihr heute dabei wart.

01:21:26: Passt gut auf euch auf!

01:21:28: Und wir hören uns in der nächsten Folge von Lebe Jetzt.

01:21:31: Das war Lebe jetzt – der Podcast vom Eishogel-EV.

01:21:36: Ein herzliches Dankeschön geht an unsere Unterstützer ab wie Deutschland GmbH & CoKG, AstraZeneca Gmbh, Bristol Myers Squibb sowie ein aller die im Hintergrund mitgewirkt und zum gelingen Beigetragen haben.

01:21:49: Produziert wurde dieser Podcast von Pangram Audio.

01:21:52: Schön, dass du dabei warst!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.