#3 Geschwisterliebe im Ausnahmezustand
Shownotes
Hinweis: In unserem Podcast sprechen wir über sensible und teilweise emotionale Themen. Hört gern in eurem eigenen Tempo und achtet gut auf euch.
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Transkript anzeigen
00:00:03: Wenn ich zeichne, ja, ich schöpfe da sehr viel Kraft.
00:00:10: Ich rief
00:00:10: an und ich dachte
00:00:11: so, ich weiß, was Leukämie bedeutet, was das ist, was das für eine Erkrankung ist.
00:00:16: Also mir ist der Boden unter den Füßen weggerissen worden.
00:00:18: Ich musste erst mal spazieren
00:00:21: und weinen.
00:00:21: Was ist denn auch so ein bisschen, dass du durch deine Illustration, wenn du zeichnest, die Sachen besser verarbeiten kannst, als du jetzt auch in Worte manchmal fassen könntest?
00:00:29: Auf jeden Fall.
00:00:30: Es ist einfach ein Ausgleich.
00:00:32: Ja, sich nicht mehr so hilflos fühlen.
00:00:34: Dass ich auch Freude wieder mehr empfinden kann, dass ich irgendwie hoffnungsvoller bin.
00:00:40: Klar, mein Bruder geht's auch besser, das kann ich ja schon mal vorwegnehmen.
00:00:44: Das hilft natürlich auch, aber auch insgesamt.
00:00:48: Dann bewege ich noch was Gutes und kann doch was bewirken.
00:00:50: Auch im kleinen
00:00:52: Teil.
00:00:56: Also ich versuch immer irgendwie kleine Geschichten zu erzählen und unterzubringen, weil das natürlich ... Ja, wir leben ja von Geschichten, ne?
00:01:02: Ja, das stimmt schon.
00:01:11: Der Podcast über Krebs.
00:01:13: Mutig, persönlich, ehrlich, mit Herz und Humor.
00:01:17: Von Betroffenen für alle,
00:01:18: die sich bewegen
00:01:19: lassen wollen.
00:01:24: In dieser Folge sprechen wir mit Maren.
00:01:26: Freiberufliche Illustratorin aus Hamburg.
00:01:28: Zweifache Mama und langjährige Unterstützerin und Partnerin von Eisvogue.
00:01:33: In ihrer Verbindung zum Thema Krebs ist sehr persönlich.
00:01:37: Denn ihr Bruder Klaas erkrankt dann einen Lymphom.
00:01:40: Als er im Jahr im Jahr im Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr
00:02:01: Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Jahr Aus den sozialen Medienzeit.
00:02:09: Wir haben gerade noch mal geschaut.
00:02:11: Ja.
00:02:12: Sechster Februar.
00:02:14: Steigen wir gleich ein?
00:02:15: Ja, würde
00:02:15: ich auch sagen.
00:02:17: Zu unserer
00:02:19: Geschichte.
00:02:20: Ja, genau.
00:02:22: Starte du doch mal.
00:02:23: Marin, vielleicht magst du mal erzählen, wie und wann du eigentlich zum Eisvogel gekommen bist.
00:02:28: Wie kam es denn dazu, dass wir uns einander gefunden haben?
00:02:32: Anke meinte ja gerade, sechster Februar.
00:02:35: Wir haben nachgeguckt.
00:02:36: Irgendwie, ich dachte April, das war so während der Corona-Pandemie.
00:02:45: Und ich war gerade aus der Elternzeit raus und dachte, okay, jetzt starte ich wieder durch.
00:02:50: Und ja, dann ging es mit Corona los, mit dem Lockdown und so weiter.
00:02:56: Und ich zeichne auch viel live und das war erst mal gar nicht.
00:03:00: Und der Eisvogelverein wurde mir angespült bei Instagram.
00:03:05: Und durch die Geschichte mit meinem Bruder, also dass er eben an einem Zettel in S-Lymphom erkrankt war Jahre zuvor.
00:03:14: Das hat ja irgendwie eine Verbindung zu mir und ich hab dann, glaub ich, irgendwelche Inhalte geliked.
00:03:20: Und ich meine, die auch geschrieben.
00:03:22: Und du hast mir dann geschrieben, irgendwie schöne Bilder.
00:03:24: Und daraufhin habe ich auch gedacht, vielleicht könnte man mal irgendwie zusammenarbeiten.
00:03:28: Meine Auftragslage ist gerade okay, aber viele stellen sich gerade um und viele Unternehmen gucken gerade.
00:03:34: Und ich versuche immer, so ein Mittelweg zu finden zwischen sinnstiftender Arbeit und Arbeit, die vielleicht dann doch noch ein bisschen mehr Geld bringt.
00:03:44: Genau, dass man was fürs Herz macht und einem auch ... ja.
00:03:48: Also einfach was Sinnstiftendes und das hat sich dann dadurch ergeben.
00:03:51: Das war richtig, richtig schön.
00:03:53: Aber ich kann mich genau auch noch daran erinnern, dass ich dann auf deine Seite gegangen bin.
00:03:57: Und ich glaube, ich hatte das dann auch gleich weiter geleitet und habe gesagt, krass, schau mal, total coole Sachen.
00:04:05: Aber auch wie toll, sozusagen, dann doch auch Instagram.
00:04:08: und dann der Vorschlag, so ähnlich wie bei uns damals, wird ja angezeigt.
00:04:13: Man hat ja nicht so bewusst nachgesucht.
00:04:15: Und das ist so wieder diese Parallelen einfach, die die Verbindung dann gebracht haben.
00:04:20: Ja, auf jeden Fall.
00:04:22: Ja, auch so ein Zufall eigentlich.
00:04:23: Also ich habe nicht dann, also wie du immer auch meinest, ich habe danach nicht gesucht, weil das eben auch schon lange her war mit der Krebserkrankung.
00:04:31: Ja,
00:04:31: genau.
00:04:32: Ja, lass uns doch da gleich mal weitermachen mit der Krebserkrankung von deinem Bruder und generell erst mal die Beziehung zu deinem Bruder.
00:04:40: Ja, ich hab drei Geschwister, zwei Schwestern und ein Ruder.
00:04:45: Mein Ruder und ich, wir sind die Sandwich-Kinder.
00:04:47: Er ist das Veggie-Würstchen, weil er vegetarier ist.
00:04:53: Ich bin das Veggie-Würstchen, er ist der Salat.
00:04:56: Wie auch immer, aber wir haben ein super gutes Verhältnis.
00:04:59: Ich telefoniere fast jeden Tag mit ihm.
00:05:01: Krass.
00:05:02: Wenn was Schönes ist, wenn was Trauriges ist, wenn ich einfach nur quatschen will, dann rufe ich ihn an.
00:05:09: wenn ich ein Kaffee koche oder mit meiner Hündin unterwegs bin.
00:05:13: Einmal kurz.
00:05:14: Heute Morgen auch.
00:05:16: Genau, hab ich mir auch gesagt, dass ich jetzt auf dem Weg bin.
00:05:18: Aber wer ist älter?
00:05:20: Äh, ja, ist älter, mein Gott.
00:05:23: Ich bin weißer.
00:05:24: Ich bin weißer.
00:05:26: Und
00:05:27: wie viel Abstand habt ihr?
00:05:28: Drei Jahre.
00:05:28: Drei Jahre.
00:05:29: Ja, sind auch beide Sommerkinder.
00:05:30: Ja, okay.
00:05:31: Aber wie schön, dass ihr quasi ja so gemeinsam durchs Leben geht.
00:05:34: Ja, ja.
00:05:35: Ja, also mit meinen anderen beiden Geschwistern, das möchte ich mir eben klarstellen.
00:05:38: Dass ich einen auf dem Deckel kriege?
00:05:39: Habe ich auch ein super Verhältnis.
00:05:41: Also wir verstehen uns alle gut, ne?
00:05:43: Wir sind auch alle nicht irgendwie so weit auseinander, aber ... Also ich telefoniere mit allen oft, aber mit ihm im Moment irgendwie ... Also jetzt schon seit Jahren einfach oft.
00:05:53: Also das auch schon vor der Erkrankung?
00:05:55: Ja, auf jeden Fall.
00:05:59: Erinnerst du dich an dem Moment, als du von Klaas erster Diagnose erfahren hast?
00:06:05: Ja, ich war im Urlaub und er hatte uns das gar nicht richtig gesagt.
00:06:14: Ich kam grad wieder, weil er uns das nicht erzählen wollte, als ich im Urlaub war.
00:06:18: Und es war nicht ganz klar, was er hat, weil er umgekippt ist und so eine Art epileptischen Anfall hatte.
00:06:25: Er hatte einen ZDNS-Lymphom, also ein Lymphom im Kopf und konnte nicht versprechen, hat es dann auf Englisch versucht, ging auch nicht.
00:06:34: Das ist halt das Sprachzentrum gewesen.
00:06:36: Also da war das
00:06:37: zentrales Nervensystem.
00:06:39: Aber interessant, dass er immer dann dachte, okay, probierst du jetzt auf Englisch?
00:06:41: Genau,
00:06:41: also dass er so geistesgegenwärtig war.
00:06:44: Genau, und dann Krankenwagen und so weiter.
00:06:47: wurde eine Biopsy gemacht.
00:06:50: Mein Gehirn war schon ganz Deutschland, also in Laburen.
00:06:53: Es wurde eben nicht herausgefunden bei der ersten Biopsy, was es ist.
00:06:56: Die konnten es nicht richtig feststellen.
00:06:59: Da musste noch eine zweite Biopsy gemacht werden.
00:07:02: Das hat echt einen Monat gedauert oder über einen Monat und dann ging das los mit der Chemo.
00:07:06: Und das Gute war damals, dass man eben durchs MRT relativ schnell sehen konnte.
00:07:12: Das ist anschlägt.
00:07:14: Und das hat mir total geholfen zu sehen.
00:07:15: Okay, da hab ich ne Aufnahme, schwarz auf weiß.
00:07:20: Das wird richtig, richtig nicht gebraten.
00:07:23: Also, es hört sich jetzt um Fies an.
00:07:24: Aber also,
00:07:26: wirklich so, dieses böse Ding da im Kopf.
00:07:28: Es ist ja auch beim ZNS-Lymphom so kein eingekapselter Tumor, sondern das kann überall auftauchen, deswegen kann's nicht bestrahlt werden.
00:07:37: Deswegen braucht er eine bestimmte Chemo, genau.
00:07:42: Die schlug aber auch direkt an.
00:07:45: Wann, welchen Jahr war das sozusagen?
00:07:48: Und wie alt war er eigentlich da?
00:07:50: Das
00:07:50: war im Jahr zwei Tausend Sechzehn und er war... Ich muss mal immer überlegen.
00:07:56: Er war noch vierunddreißig.
00:08:03: Und wie war das damit der zweiten Diagnose?
00:08:07: Ja, das war ein Dienstagabend.
00:08:10: Und neunzehn Uhr.
00:08:12: Oder irgendwie gegen neunzehn Uhr.
00:08:14: Und er meinte, er rief an und ich dachte so, der ruft nie abends an, irgendwas ist.
00:08:19: Und er meinte, er habt dich schon gegessen und ich so, nee.
00:08:22: Ja, dann rufe ich danach an, ich so, nee, nee, nee.
00:08:25: Also, was ist los?
00:08:26: Und er meinte, er, ich weiß das noch total.
00:08:29: Ja, das passiert, was in Nebenwirkungen stand.
00:08:32: Ein By-Pack-Zettel sozusagen von der Chemo.
00:08:35: Dass das eben ... eine Leukämie begünstigen kann.
00:08:40: Mir ist der Boden unter den Füßen weggerissen worden.
00:08:48: Ich weiß, was Leukämie bedeutet, was das ist, was das für eine Erkrankung ist.
00:08:53: Ich hatte mit siebzehn an der Schule eine Registrierungsaktion.
00:08:56: Da konnte ich mich selber nicht registrieren lassen, weil ich zu leicht war damals.
00:09:01: Und vor einigen Jahren habe ich mich dann registrieren lassen, weil man dann Auch als Leichtgewicht sozusagen spenden dafür Kinder und so.
00:09:10: Aber das spenden könnte.
00:09:11: Ja,
00:09:12: genau.
00:09:13: Also mir war das klar, was das bedeutet.
00:09:14: Und das war schon richtig heftig.
00:09:18: Also ich bin spazieren gegangen danach.
00:09:19: Ich musste erst mal spazieren und weinen.
00:09:22: Ja, ja.
00:09:23: Das waren dann sozusagen quasi sechs Jahre danach.
00:09:27: Fast
00:09:28: sieben.
00:09:30: Vom Immunsystem ging es ihm vorher immer schon schlecht.
00:09:32: Also er war super infektanfällig.
00:09:35: Ja, total infektanfällig.
00:09:36: Und die waren ein paar Monate vorher noch bei uns.
00:09:40: Was total schön war zur Einschulung meines älteren Sohnes, weil der Patenonkel ist.
00:09:44: Und danach war er eben auch, also dann war er nochmal kurz in Hamburg für ein junges Änderabschied von einem Freund und danach war er richtig platt.
00:09:52: Und davon ist er irgendwie nicht mehr wieder weggekommen so.
00:09:55: War er dann auch immer noch in der Nachsorge?
00:09:58: Weißt du das?
00:09:59: Ich glaube ja.
00:10:00: Also ich glaube nicht mehr so häufig natürlich, aber nicht mehr, also schon noch, als glaube ich auch einfach extrem
00:10:09: war.
00:10:11: Was ging dir vor, als klar wurde, okay, klar, es braucht eine Stammteltransplantation und du kannst nicht spenden?
00:10:21: Ja, ich
00:10:24: habe das schon oft erzählt, weil das mir auch irgendwie hilft, weil die ganze Geschichte danach Ja, auch was bewirkt hat, was Gutes.
00:10:33: Ich war bei ihm zu Besuch, ich wollte meiner Schwägerin helfen.
00:10:37: Die hat mit zwei kleinen Kindern, der Jüngere war nicht mal ein Jahr alt.
00:10:41: Und ich kam an und meine Schwägerin hatte Fieber.
00:10:46: Ich bin mit dem Schlüssel rein gegangen, sie hat mir den Schlüssel hingelegt, irgendwie untern.
00:10:52: Unter so einem Brettchen.
00:10:53: Und dann hab ich hier geholfen, am nächsten Tag auch beim Einkaufen und so weiter und so fort, war mein Bruder das erste Mal auf der Isolationsstation.
00:11:02: Das heißt so, ne?
00:11:05: Also wirklich irgendwie mit einem drum und dran, ne?
00:11:09: Also wirklich Maske, Handschuhen.
00:11:14: Ganz volle Programmen.
00:11:17: Und ... An dem Wochenende hat er Bescheid bekommen, dass wir nicht als Spenderinnen in Frage kommen, meine Schwester und ich.
00:11:25: Also meine jüngere Schwester schon.
00:11:28: Allerdings war sie zu dem Zeitpunkt schwanger und durfte dann nicht spenden.
00:11:32: Und bis zum Ende Blindungstermin war es zu lange hin.
00:11:35: Also es hätte er nicht geschafft.
00:11:37: Und so wurde es uns auch gesagt.
00:11:39: Und dieses, das schaffte er nicht bis dahin.
00:11:41: War so,
00:11:42: oh Gott.
00:11:44: Also das ist halt nochmal so ... Ich weiß ja auch, das kann in ein paar Wochen vorbei sein.
00:11:48: Dann war ich auf dem Rückweg und saß im Zug.
00:11:54: Und hab gemerkt, jetzt hab ich mich angesteckt.
00:11:56: Und schüttelfrost und war richtig, mitteil alles weh.
00:11:59: Ich war einfach nur fertig.
00:12:04: Auf mit Maske saß ich dann da und hab dann gedacht, okay, jetzt brauchen die drei Wochen, um jemanden zu suchen.
00:12:11: Was mach ich, wenn da irgendwie rauskommt, dass niemand gefunden wird?
00:12:14: Natürlich.
00:12:16: Wir sind weiß, Nordeuropäer.
00:12:21: Die Wahrscheinlichkeit, dass jemand gefunden wird, ist höher, aber muss auch nicht unbedingt.
00:12:25: Wir haben auch französische Wurzeln und so weiter und so fort.
00:12:28: Also weiß man nicht, was da noch so ... Genau, dann hab ich gedacht, ich muss jetzt was tun.
00:12:33: Ich kann nicht einfach so sitzen da sitzen.
00:12:35: Ich hatte ein Foto von ihm und mir aus dem Krankenhaus, hab das abgezeichnet, dachte noch so,
00:12:42: ah.
00:12:43: Sieht eigentlich nicht so ganz so aus wie ihr, aber ist jetzt egal.
00:12:46: Ich fieber, ich kann nicht mehr.
00:12:48: Ich hab dann einen Text vorformuliert und hab ihm den geschickt, hab gefragt, hier darf ich das bei Insta posten.
00:12:57: Ich muss irgendwas tun, ich halte das nicht aus.
00:13:00: Ich meinte, ja, mach das mal.
00:13:01: Und das ging ganz schnell.
00:13:04: Dann haben das ...
00:13:06: Sehr viele ...
00:13:07: Leute.
00:13:07: Leute, geteilt auf wir.
00:13:09: Ja,
00:13:10: und das war, also unter anderem auch wirklich, ich saß noch im Zug und dann haben das ...
00:13:14: Auf Prominente.
00:13:15: Ja,
00:13:15: Mickey Beisenherz, liebe Grüße.
00:13:18: Und Nicky, seine Frau, geteilt.
00:13:21: Also, ich hab ihn auch noch nicht persönlich getroffen, aber mein Bruder hat mal mit ihm zusammen, ich glaub, gearbeitet.
00:13:28: Oder irgendwie beruflich mit ihm zu tun gehabt.
00:13:30: Darüber war ich immer mit ihm im Kontakt und so.
00:13:33: ab und zu mal geschrieben.
00:13:34: Und die hat das sofort geteilt.
00:13:35: Und darüber haben das dann auch wieder viele geteilt.
00:13:38: Über meine junge Schwester, die Schauspielerin ist und auch Podcast und Podcaststudio hat, die hat eben auch ganz viele Leute, die das geteilt haben.
00:13:48: Und über euch natürlich dann nochmal, über Freunde.
00:13:52: Das ist wirklich durch die Decke gegangen.
00:13:55: War total schön.
00:13:56: Und ja, ein sehr guter Freund hat ... Ein knappes Jahr danach gespendet, ne?
00:14:02: Also,
00:14:03: der Freund war ich
00:14:03: so.
00:14:04: Ja, einer meiner besten Freunde.
00:14:05: Und die haben ja immer alle Fotos geschickt, wie die das irgendwie in den Briefkasten werfen oder irgendwie, also nur den Briefumschlag mit dem Testkit oder mit dem Registrierungshet.
00:14:17: Ich hab das immer gepostet, also repostet, Adresse natürlich unkenntlich gemacht und so.
00:14:24: Genau, aber dadurch, ich wusste noch genau, wie sein Foto aussah.
00:14:29: Ja, und ich glaub nicht mal.
00:14:30: Das waren nicht mal zwölf Monate.
00:14:31: Das waren, glaube ich, zehn Monate später.
00:14:32: Und die hatten, glaube ich, acht Monate oder sieben Monate vorher später gesagt, hier machen, ich komme in Frage.
00:14:38: Ja,
00:14:38: ja.
00:14:38: Ja, ist echt richtig schön.
00:14:40: Ja.
00:14:40: Und von den anderen weiß ich es natürlich nicht.
00:14:42: Aber weil er mir so nahe steht, hat er mir das natürlich erzählt.
00:14:46: Aber wer weiß, vielleicht ist noch jemand dabei.
00:14:48: Ja, und ich meine, die Resonanz, wie gesagt, war ja auch so.
00:14:51: Und die ... Es war ja durchweg positiv.
00:14:54: Ich glaube, es ist ja schon so, auch wenn man sowas eben teilt.
00:14:57: Auf jeden Fall.
00:14:58: Und sehen wir ja auch,
00:14:59: umso mehr Leute davon ja auch erfahren und dann sich typisieren lassen, sagen wir ja auch immer, potenzielle Lebensraten.
00:15:07: Ja,
00:15:07: genau.
00:15:07: Und mir war das auch klar.
00:15:10: dass darüber niemand für meinen Bruder gefunden wird.
00:15:12: Die Wahrscheinlichkeit ist ja sowas von gering.
00:15:15: Und er meinte auch zu mir, es ist wahrscheinlicher, selbst an Neukymie zu erkranken, als Spender in Frage zu kommen.
00:15:21: Also die Wahrscheinlichkeit ist höher, dass man selbst daran erkrankt.
00:15:24: Und deswegen ist das so wichtig.
00:15:26: Wenn man das noch mal, würde ich jetzt auch einfach mal noch mal als Lautsagen registriert euch.
00:15:31: Die sich
00:15:32: registrieren lassen können, registriert euch.
00:15:36: Ja, vor allem jüngere Leute, wir hatten ja noch nicht auch eine Typisierungsaktion mit begleitet.
00:15:40: Und da auch noch mal gelernt, wie wichtig ist es, auch gerade junge Leute machen, weil die einfach ... die haben die Chancen noch größer sind, dass die halt passen.
00:15:48: Ja, genau, weil die auch noch natürlich noch fitter sind, noch keine Vorerkrankungen haben, weshalb man dann rausfliegt.
00:15:53: Und jedes Jahr fliegen ja viele raus, weil die dann eben selbst an irgendwas erkranken.
00:15:57: Oder sei es eine Autoimmunerkrankung, das muss ja nur irgendwie ... Eben,
00:16:01: es gibt so viele Gründe, wo man sich leider nicht typisieren lassen kann.
00:16:07: Ja.
00:16:08: Und jedes Jahr fliegen ja dann wirklich auch viele raus auf altes Bedingt da, ne?
00:16:11: Ja,
00:16:11: und
00:16:12: wieder neue.
00:16:12: Wir haben es ja auch gehört, ne?
00:16:14: Also, und bitte auch, wenn ihr euch typologisieren lasst, auch das Paket oder das Paket ja auch wieder zurückziehen.
00:16:22: Ja, genau.
00:16:22: Das ist, glaube ich, ganz wichtig.
00:16:24: Die Adresse immer aktualisieren.
00:16:27: Weil das sind ja auch wichtige Punkte, die man vergessen
00:16:32: kann.
00:16:32: Aber wenn jemand gefunden worden ist, dass der dann vielleicht auch noch abgesprungen ist.
00:16:37: Das
00:16:38: habe ich auch gehört, davor hatte ich auch Angst.
00:16:40: Aber das ist nicht passiert.
00:16:41: Du hast ja schon ein bisschen erzählt, dass du sofort das Gefühl hattest, du musst handeln.
00:16:45: Du bist ja am Zug nach Hause gefahren und vielleicht kannst du trotzdem noch mal zusätzlich so ein bisschen erzählen, wie war das dann für dich?
00:16:51: Wie hat es dir geholfen, selber so aktiv zu werden?
00:16:57: irgendwie was machen zu können, helfen zu wollen.
00:16:59: Ich glaube, ich kann nicht nichts tun.
00:17:03: Also das ist ein bisschen wie wenn, also geh auf Menschen zu, weil ich diese Stille, weil ich manchmal denke, dann ist der erste Schritt getan und so ist das da auch.
00:17:13: Dann ist das wenigstens was, was man tun kann und in der Zeit macht man sich weniger, also ich mach mir nicht weniger Sorgen oder hab mir auch nicht weniger Sorgen gemacht, aber Ich hab halt einfach gedacht, dann bewirke ich noch was Gutes.
00:17:27: Da mach ich in der Zeit noch was Gutes und ich weiß ja, dass jeden Tag Menschen daran erkranken.
00:17:33: Und weltweit.
00:17:35: Und wenn, ich hab dann eben auch mitbekommen, dass aus meiner Heimatstadt ein kleiner Junge erkrankt war, der, ich glaube, marokkanische und asiatische Wurzeln hatte, also auch eine ganz schwierige Kombination.
00:17:49: Genau, und die haben auch niemanden gefunden, bis die Mutter ... Also, die haben dann doch jemanden gefunden und die Mutter hat das erst erfahren, als sie zum Vorgespräch kam.
00:17:57: Und ja, doch noch jemand gefunden und der Junge lebt auch und so.
00:18:00: Also diese ganzen Geschichten, da denke ich nur so, ja, man kann so viel Gutes tun und in so einer schwierigen Zeit wie aktuell auch, also auch mit dem ganzen politischen und so, dass man immer irgendwie was bewirken kann, auch im Kleinen, indem man sich solidarisiert, auch mit anderen.
00:18:14: Die Kita meiner Jungs, die haben dann eben auch eine Registrierungsaktion für uns gestartet.
00:18:20: Also mit mir zusammen haben da auch noch Leute zusammengetrommelt und Werbung geschaltet.
00:18:26: Ja, also meine Schwester hat eine Registrierungsaktion, meine ältere Schwester hat eine Registrierungsaktion gestartet, wo dann auch ganz viele Leute mitgemacht haben.
00:18:33: Dann haben unabhängig davon noch mal welche aus der Heimatstadt was gemacht.
00:18:37: Also, das ist wie so ein positiver Schneeballeffekt.
00:18:44: Nee, das ist ein Schneeballsystem.
00:18:47: Ist ja irgendwie ein bisschen ... Negativ war auch so ein Domino-Effekt.
00:18:52: Der eine beginnt und der andere fühlt sich vielleicht auch dadurch inspiriert, was zu tun.
00:18:56: Und alleine das, finde ich, gibt eine Kraft.
00:18:58: Also ich kann das gar nicht, dass man irgendwie was Gutes macht mit der Zeit, die man hat.
00:19:04: Das klingt so abgedroschen vielleicht, aber ist ja so.
00:19:08: Gemeinsam auch, einfach, dass man macht, also hast du ein bisschen die Tür aufgemacht und dann sind ganz viele noch mit durchgegangen.
00:19:14: Ja, und das tut gut.
00:19:15: Also ich finde, das tut einfach gut, wenn man merkt, Man kann doch was bewirken, auch als kleiner Mensch.
00:19:21: Und mit wenig Mitteln.
00:19:22: Also es ist ja wirklich nur, ich sage jetzt mal, blöd gesagt, die, die es können und dürfen, Mund auf, Stäbchen rein, tut nicht weh.
00:19:33: Und darf aufzuklären darüber.
00:19:35: Aufklärung.
00:19:36: Also wie gesagt, das ist... Ja,
00:19:37: auch ganz wichtig.
00:19:38: Genau.
00:19:41: Was hat dir dieses Gefühl von Selbstwirksamkeit in dieser Situation bedeutet?
00:19:49: Ich glaube, es hat mir geholfen, nicht komplett unterzugehen.
00:19:54: Also, dass ich was tun kann und dass ich nicht komplett zusammenbreche.
00:20:03: Wir hatten schon einige schlimme Erlebnisse in der Familie, auch eine andere Geschichte.
00:20:08: Aber meine Mutter ist vor, also in diesem Jahr, fünfzehn Jahre tot.
00:20:13: Sie ist sehr plötzlich an einer, also hatte Nähinblutung, hatte auch ne Vorgeschichte, nichts mit Krebs zu tun, hatte aber auch Brustkrebs und so weiter.
00:20:23: Ja, lag vier Wochen im Koma und, ach, nur solche Sachen, ne?
00:20:26: Auch meine Schwiegermutter liebt nicht mehr.
00:20:28: Und so dieses Nicht zusammenzubrechen und dass man irgendwie was tun kann und weiter macht.
00:20:36: Also das hat mir einfach geholfen in dem Moment.
00:20:40: Ja, sich nicht mehr so hilflos
00:20:41: fühlen dann auch.
00:20:42: Ja, genau.
00:20:44: Weil ich natürlich, ich arbeite nicht im medizinischen Bereich, ich halte jetzt nicht irgendwie Menschen, ich rette keine Menschenleben, ich sorg vielleicht dafür mit meinen Zeichnungen, dass Menschen sich freuen und vielleicht irgendwie ein bisschen Glückshormone
00:20:54: ausschieben.
00:20:56: Ja, weiß nicht, das ist so mein Anspruch, dass das irgendwie auch was Menschen bedeutet, aber... Ja, ich wette eben, keine Menschen leben, aber wenn man was Gutes tun kann, das hilft mir halt auch.
00:21:09: Also, hört sich so eignützig jetzt an, aber ... Das mag ich
00:21:12: gar nicht, weil das
00:21:13: merken wir
00:21:13: ja auch immer, ne?
00:21:15: Ich glaube, es gibt irgendwie kaum was Schönes, anderen zu helfen und dann selber so ein Stück ja auch vielleicht zu heilen und damit wieder was Positives für sich auch zu schaffen, ne?
00:21:23: Ja.
00:21:23: Ja,
00:21:24: ja, total.
00:21:27: Du hast ja im Vorgespräch zu dem Podcast und auch so kennen wir uns ja noch ein bisschen, haben wir ja auch mitbekommen, dass es dir ja auch zeitlang gar nicht so gut ging, einfach auch psychisch, was erschöpft.
00:21:37: Vielleicht magst du da uns noch mal so ein bisschen mitnehmen in
00:21:39: die Zeit?
00:21:40: Also ich hatte das vorher schon, das lag vielleicht auch ein bisschen an Corona und so, an diesem, dass man immer gucken musste, okay, wo kommen die Kinder hin, wie kriege ich meinen Job hin?
00:21:52: Wie kriegt mein Mann gleichzeitig seine Zeit und so weiter und so fort?
00:21:57: Also, ich hab schon vorher gemerkt, dass ich ein bisschen überarbeitet war.
00:22:01: Und dann kam das mit meinem Bruder.
00:22:03: Und ja, meine Schwiegermutter ist, äh, zwei Tausend neunzehn gestorben.
00:22:07: Dann kam das eben, ja, mit meinem Bruder.
00:22:11: Und ich hab gemacht, gemacht, gemacht und hab dann irgendwann gemerkt, okay, ich schlafe nur noch schlecht.
00:22:18: Ich schaff die Jobs nicht mehr richtig.
00:22:20: Ich sitze vom Papier und kann mich irgendwie nicht konzentrieren.
00:22:23: Ich hab daran nicht mehr so Freude.
00:22:26: Und ja, bin einfach total langsam und auch schnell gereizt, was ich von mir eigentlich nicht so kenne.
00:22:32: Ich bin eigentlich sehr positiv.
00:22:34: Ja.
00:22:35: Ja, und das war irgendwann so, dass ich dachte, nee, da stimmt was nicht.
00:22:39: Ich kann nicht mehr.
00:22:40: Und bin zu meiner Hausärztin und die meinte dann, okay, ich schick sie weiter.
00:22:44: Also mit Dringlichkeitskot und so.
00:22:48: Sie hat das gesehen und das fand ich total gut.
00:22:50: Ich fühl mich da sehr gut aufgehoben.
00:22:53: Das ist auch
00:22:53: ernst genommen.
00:22:54: Ja, auf jeden Fall.
00:22:55: Und gar nicht irgendwie so, ja, ja.
00:22:59: Ich schreib sie mal krank und so, was in meinem Fall mir nicht so viel bringt.
00:23:04: Als Freiberuflerin, also klar.
00:23:06: Das
00:23:06: ist ja auch so.
00:23:07: die Angst noch.
00:23:08: Du hast jetzt nicht... Du bist ja freiberuflich und das sind ja auch nochmal andere Ängste, als wenn man sozusagen um vorangestellt ist.
00:23:17: Also das kommt ja auch noch mit dazu.
00:23:19: Und dann natürlich auch in der Corona-Zeit natürlich, wenn das alles, sag ich jetzt mal, auch wegfällt.
00:23:25: Ja, genau.
00:23:25: Und das war einfach viel.
00:23:27: Und so gemacht, gemacht, gemacht.
00:23:29: Und irgendwann ging es halt nicht mehr.
00:23:30: Und ich bin da generell... Ich hab damit kein Problem darüber zu sprechen.
00:23:36: Ich find das wichtig.
00:23:39: Bei mir war's halt so, ich konnte nicht mehr und hab Hilfe bekommen.
00:23:42: Es hat mir sehr geholfen.
00:23:44: Mir geht's so viel besser.
00:23:45: Es hat gedauert, auf jeden Fall.
00:23:47: Also ein halbes Jahr mindestens, drei, vier Jahr.
00:23:51: Und jetzt ist wieder ... Ich merk richtig, dass das
00:23:52: ...
00:23:54: Also, dass ich auch Freude wieder mehr empfinden kann, dass ich irgendwie hoffnungsvoller bin.
00:23:58: Klar, mein Bruder geht's auch besser, das kann ich ja schon mal vorwegnemen.
00:24:03: Das hilft natürlich
00:24:03: auch.
00:24:05: Ja, aber auch insgesamt einfach.
00:24:09: Also, es war ja sozusagen quasi eine Erschöpfungsdepression.
00:24:14: Ja, das
00:24:14: kann man ja ... Ja, beim Namen nennen.
00:24:16: Kind beim Namen nennen sozusagen.
00:24:20: Aber wie war es für dich, damit umzugehen?
00:24:22: Momentan ist es ja so, dass man zum Glück da jetzt sehr offen drüber sprechen kann.
00:24:26: Also Depression ist ja auch jetzt bei uns.
00:24:28: Das haben wir ja auch festgestellt und das muss man auch wirklich leider sagen.
00:24:32: Zeit Corona ist es eigentlich nach der, also wir haben es sogar bei Paar auch so gehabt.
00:24:39: Ja, ich habe Krebs, aber davor hatte ich schon Depressionen.
00:24:45: Bei den Betroffenen,
00:24:46: die du trauen, meinst du.
00:24:48: Mir ist es ganz ... Das hab ich dir auch immer gesagt.
00:24:50: Ich hab gesagt, es ist bei dir auch so, dass Corona eigentlich wirklich zu den Themen Krebs immer Depressionen mit dazu geht.
00:24:59: Auf jeden Fall, ich glaub das auch.
00:25:01: Das ist total spannend, weil ich auch im Freundeskreis viele Freundinnen habe, die total erschöpft sind, und da sind etliche dabei.
00:25:11: die depressiv sind.
00:25:12: Also wirklich auch durch die Pandemie.
00:25:14: Also durch diese, auch wie geht es weiter und so.
00:25:17: Und durch diese ganzen, also dann Ukraine-Krieg.
00:25:22: Auch die ganzen Entwicklungen, die politischen, diese Unsicherheit einfach.
00:25:27: Ich glaube, da spielt so viel rein.
00:25:28: Und klar, ich habe natürlich auch meine kreative Bubble, sage ich jetzt mal so, auch viele Kollegen irgendwie, die kreativ sind.
00:25:36: Das sind nicht alle betroffen oder so.
00:25:37: Es ist längst nicht alle.
00:25:39: Aber vor allen Dingen, also dieses Struggle.
00:25:46: diese Familie zusammen zu kriegen oder zu halten, gleichzeitig zu arbeiten.
00:25:50: Man wird von der, also sorry, wenn ich das sage, aber Familien nicht so richtig ernst genommen.
00:25:55: in der Pandemie, während irgendwie, also habe ich auch noch so in Erinnerung, Fußballspiele schon wieder stattfanden, die Europameisterschaft, die Spieler da schon wieder fliegen durften, weiß ich, dass meine Söhne noch nicht nachmittags irgendwie zum Sport durften, zum Touren oder so.
00:26:10: Und das so ... diese oder dass man eben auch Ausgangssperre hatte und so und das ist nicht aufgearbeitet.
00:26:16: Man kriegt es vielleicht auch nicht mit, weiß ich nicht genau.
00:26:20: Man spricht jetzt mehr dazu, glaube ich, drüber.
00:26:23: Jetzt kommt so ein bisschen die Auswirkungen, das, was die ja auch alle gesagt haben, dass es erst später kommt.
00:26:28: Gefühlt hab ich so, redet man jetzt so, dass viele jetzt immer so sagen, das ist wahrscheinlich durch die Pandemie.
00:26:36: Ja, aber am so wichtiger finde ich es auch, dass man darüber spricht.
00:26:38: Auf jeden Fall ist es aufgearbeitet, wie jetzt so.
00:26:40: Genau,
00:26:41: auf jeden Fall.
00:26:41: Weil das hat ja mit einem was gemacht.
00:26:44: Und je nachdem, wie man auch selber ... wahrscheinlich sich so aufgestellt,
00:26:48: warum unterwegs war.
00:26:49: Und
00:26:49: wie viele Unterstützung man auch drumherum
00:26:52: hat.
00:26:53: Und gerade, wie du erzählt hast in der Familie, einfach die Mamas nicht mehr da leider, die das vielleicht hätten ein bisschen mit auffangen
00:27:01: können.
00:27:02: Und unsere Väter eben auch nicht da oder man durfte sie ja auch nicht.
00:27:06: Dann sehen, wir haben ja auch Rücksicht genommen.
00:27:08: So, das war
00:27:08: halt einfach.
00:27:09: Und ich glaube, da gibt es einfach viele, die das haben.
00:27:12: Ja, und auch gerade, Entschuldige, nur noch so.
00:27:15: Weil ich habe noch so eine Erinnerung.
00:27:18: Wenn wir dann auch telefoniert haben, in der Corona-Zeit mit den Betroffenen, die halt auch in der Klinik sein mussten.
00:27:23: Ja, das muss auch... Da
00:27:25: hab ich... Das war schwierig, weil für mich, ich war ja genau quasi vor Corona fertig, im Jahr zwei Tausend neunzehn.
00:27:31: Und da konnte ich jetzt nicht in den Reichschlag geben.
00:27:33: Na ja, krieg mal regelmäßig Besuch oder mach mal schöne Sachen.
00:27:36: Es ging ja gar nicht.
00:27:37: Ich glaub, das ist auch das Problem gewesen.
00:27:40: Wir sind alle soziale Wesen und auf einmal fiedersweck.
00:27:43: Und auch Kontakt zu meinen besten Freunden zu halten.
00:27:47: Mit kleinen Kindern.
00:27:48: Also es ist einfach weniger geworden danach.
00:27:51: Es wird jetzt wieder besser, so langsam, aber es ist immer noch weniger gewesen.
00:27:56: Und das alleine macht einen ja auch unglücklich auf der Haut.
00:28:01: Dass dieser Austausch fehlt, dass man irgendwie mal zusammen lachen kann, mal zusammen irgendwie sich aufregen kann über Themen oder so.
00:28:08: ... mal auskotzen,
00:28:11: sich auszukotzen.
00:28:13: Dass alles irgendwie so sieht.
00:28:14: Ja, einfach diese Austausche und sich gegenseitig auch zu inspirieren und Ideen zu haben, also Ideen auszutauschen.
00:28:20: Das fehlt halt.
00:28:21: und ich glaube, dass zusammen mit dem, wenn man dann noch was oben drauf hat und sei es irgendwie, dass man selber krank fehlt oder eben jemanden hat oder irgendeinen anderen Schicksalsschlag hat, ich glaube, das war bei mir einfach so.
00:28:36: Ja, das war schon extrem.
00:28:39: Also wie gesagt, wir hatten ja wirklich dann teilweise, also es war schon echt grenzwertig.
00:28:45: Also es hatten wir ja eben auch sozusagen, dass die sich dann eben an den Fenstern irgendwie sehen mussten und leider natürlich auch in dem Fall auch in manchen Fällen eben auch gar nicht verabschieden konnten.
00:28:54: Ja, genau.
00:28:55: Und dass wenn man daran zurückdenkt, wie heftig das war, das ist schon super
00:28:58: heftig.
00:28:59: Aber was hat dir denn geholfen?
00:29:02: Also du hattest ja dann auch eine Therapie gemacht.
00:29:04: Nee, eine Therapie habe ich tatsächlich nicht gemacht.
00:29:07: Hast du nicht gemacht?
00:29:07: Nee, also weil ich... Also mir ging es halt so schlecht, dass ich dachte, ich glaube, ich weiß halt, woran das liegt.
00:29:18: Ich schließ das nicht aus, dass ich das noch mache, aber ich musste erst mal irgendwie klarkommen.
00:29:22: Und ich bin zu einem
00:29:24: Neurologen
00:29:25: gegangen und habe tatsächlich einen Antidepressivum verschrieben bekommen.
00:29:28: Ach so, das
00:29:29: geht dann auch ohne Therapie?
00:29:31: Das ist dann ein Neurologel.
00:29:34: Der ist für die Medizin zuständig und der Psychologe, also einmal Psychiater sozusagen und einmal Psychologe, der macht Gesprächstherapie oder Psychologen.
00:29:44: Also, genau.
00:29:45: Und ich habe eins verschrieben bekommen und setze das
00:29:49: gerade ab.
00:29:50: Das wäre jetzt auch so meine Frage.
00:29:53: Aber auch da noch mal gut zu wissen.
00:29:55: Ich glaube, viele haben auch so, wie wir jetzt eigentlich im Kopf, muss ich eine Therapie machen, will ich vielleicht gar nicht.
00:30:00: Und das ist ja auch eine langwierige Sache oft und man will ja eigentlich sofort Hilfe.
00:30:04: Ja, ich meine, das hilft auch nicht sofort.
00:30:08: Man soll es mindestens ein halbes Jahr nehmen, damit das irgendwie wirklich ... Und ich habe mir das zwei Wochen angeguckt, diese Packung.
00:30:15: Und habe mir das durchgelesen und bin immer wieder hin.
00:30:17: Habe überlegt und dachte, Ich setze es am Gehirn an.
00:30:21: Es ist schon
00:30:21: irgendwie komisch.
00:30:22: Und ich weiß halt, ich hatte Bio-Leistungs-Kursen.
00:30:25: Ich dachte so, okay, und dann ist es das da und dann das.
00:30:28: Und dachte so, hm, okay.
00:30:31: Scheiße, und jetzt ist es echt so weit.
00:30:34: Aber ja, ich bin total froh, dass ich es gemacht habe.
00:30:37: Weil ich ... Also, vielleicht ist es schon so, erst mal musste ich aus diesem tiefen Tal raus.
00:30:42: Und ich glaube, natürlich hätte ich mit jemandem reden können.
00:30:45: Aber irgendwas stimmt halt nicht.
00:30:47: Also, das war anders.
00:30:50: Also ich, ja, und ich, also fand das einfach gut.
00:30:57: Nun hast du ja auch das große große Glück, dass du dein Hobby ja zum Beruf machen konntest.
00:31:04: und lass uns doch vielleicht so ein bisschen über, also über die Illustration sprechen und da zum Beispiel auch, welche Rolle spielt das Zeichnen für dich in Krisenzeiten?
00:31:16: Ohne ganz große.
00:31:18: Ja, weil ich wirklich, also so was wie die Zeichnung von meinem Bruder, wenn ich im Zug sitze zum Beispiel zeichne ich eigentlich immer.
00:31:26: Ich zeichne dann irgendwie entweder Menschen, zeichne die einfach für die Lesen, wie die aufs Handy schauen, auf dem Laptop, wie auch immer.
00:31:33: Manchmal gibt es lustige Gespräche, ich habe einmal, es ist auch nur... Ich hole ein bisschen aus, aber das Jahre her, da saß so eine Rentnerin-Truppe.
00:31:44: Also wirklich niedliche, ältere Omis, sag ich jetzt mal so, wirklich ganz total cool.
00:31:49: Und dann meinte die eine, immer wenn ich rausgucke, ist da ein Tunnel oder ein Busch.
00:31:55: Und ich wollte halt einfach rausgucken und meinte halt, ich kann überhaupt nichts sehen.
00:31:59: Und das war halt so witzig, dass ich das gezeichnet habe.
00:32:02: Und die Zeichnung habe ich halt immer noch.
00:32:03: Und das ist so ... irgendwie auch so ein bisschen Tagebuch manchmal, also dass ich mich auch dann natürlich an diese Situation besser erinnern kann und es ist einfach ein Ausgleich.
00:32:12: Also klar, es ist natürlich auch Job manchmal, also wenn ich Aufträge habe und ich zeichne privat viel zu wenig, aber wenn ich zeichne, also wenn ich auch irgendwie mit Freunden, Freunden, Kolleginnen, Kollegen zeichne gehe, das ist einfach total toll und man hat natürlich dann auch inspiriert, also man wird wieder inspiriert durch seine Freunde, Kolleginnen.
00:32:33: Und so weiter.
00:32:34: Also es ist echt, ja.
00:32:35: Schöpft da sehr viel Kraft.
00:32:37: Es ist denn auch so ein bisschen, dass du dadurch die Sachen besser verarbeiten kannst, also mit durch deine Illustration, wenn du zeichnest, als du jetzt auch in Worte manchmal fassen könntest?
00:32:46: Auf jeden Fall.
00:32:47: Also klar, in meinem Alter, also momentan, wenn ich dazu komme, dann ja auf jeden Fall.
00:32:54: Aber auch das Gleiche mache ich eben auch bei den Job selbst, dass ich das natürlich interpretiere, was die Kunden brauchen.
00:33:04: Und das wurde dann übersetzt.
00:33:07: Übersetzen finde ich gut.
00:33:08: Ja,
00:33:09: manchmal sind das auch trockene Themen.
00:33:11: Und die wollen das irgendwie emotionaler dargestellt haben.
00:33:13: Sie wollen dann irgendwie ihr Portfolio, das sie haben, also wenn die irgendwelche Produkte haben, oder dass sie sich irgendwie anders aufstellen wollen oder ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern irgendwie was erklären wollen, wie die sich neu ausrichten wollen.
00:33:27: Das ist eine Illustration natürlich.
00:33:31: sagt viel mehr als irgendwie ein Text.
00:33:33: Und die Leute lesen sich dann ja auch den Text gar nicht so durch, wenn ich aber eine Illustration habe und irgendwie was Witziges dabei.
00:33:39: Dann ist das natürlich.
00:33:40: Und so mache ich das, also ich versuche immer irgendwie kleine Geschichten zu erzählen
00:33:43: und unterzubringen,
00:33:44: weil das natürlich, ja, wir leben ja von Geschichten, oder?
00:33:47: Oder wer?
00:33:48: Das stimmt schon.
00:33:49: Auch Nia.
00:33:51: Was gibt dir denn heute halt im Alltag?
00:33:57: Struktur.
00:33:59: Ist wirklich so.
00:34:00: Und die bringt tatsächlich mein Mann rein.
00:34:03: Er ist so der Organisator bei uns.
00:34:08: Also klar, wenn ich alleine bin mit meinen Jungs, kriege ich das auch super hin.
00:34:12: Aber er ist halt der, der macht morgens das Frühstück.
00:34:16: Der kocht auch bei uns.
00:34:18: Also klar, ich mach das auch.
00:34:21: Aber ... Der hat da einfach ... Er ist darin richtig gut.
00:34:25: Er ist auch kreativ auf seiner Art und Weise.
00:34:27: Aber er ist eben total strukturiert.
00:34:30: Und ich glaube, das Struktur ist bei mir super wichtig, damit ich mich nicht zu sehr ablenke, damit ich irgendwie ... Das hilft mir total.
00:34:37: Aber eben auch ... Das klingt natürlich auch abgedroschen.
00:34:40: Meine Familie gibt mir natürlich auch halt ... Freundschaften, der Austausch ist irgendwie super wertvoll mit anderen.
00:34:49: Auch mit ... Menschen aus dem Alltag.
00:34:51: Wenn ich Spazierengeben mit
00:34:53: meiner Hündin ...
00:34:55: Ist der Austausch mit anderen Menschen auch total toll?
00:34:57: Da hab ich auch schon Nummern ausgetauscht.
00:34:59: Mit
00:35:00: Tunden sowieso.
00:35:00: Ja, und Tunde sind totaler
00:35:02: Magnet.
00:35:04: Man kommt dann irgendwie mit spannenden Leuten ins Gespräch und merkt irgendwie, dass man ... Manchmal persönlich, manchmal auch so, bruflich wird das auch gehen.
00:35:15: Und auch spannend, was da vielleicht wieder so entstehen,
00:35:17: wenn man
00:35:18: so offen durch die Welt geht.
00:35:19: Ich hab da auch Struktur, aber ... Ja, er bringt da einfach mehr Ruhe rein.
00:35:24: Auch wenn ich irgendwie merke, mit Zahlen oder so, ich komm da jetzt nicht weiter, oder mir wächst was über den Kopf, dann ist er da und sagt, komm, ich mach das mal eben.
00:35:32: Und das hatten wir neulich wirklich.
00:35:33: Und ich meinte, kannst du einmal gucken, bitte irgendwie ...
00:35:36: Zahlen dreher drin.
00:35:37: Ja, genau.
00:35:38: Ich hab ein Atelier mit Kolleginnen und Kollegen zusammen und hab da, wenn die Hauptbieterin, hab eben Untermieter, also die sind meine Untermieter, und musste eben was neu ausrechnen und ... Dann gab es eine Nachzahlung und fast was ich war.
00:35:53: Und er hat mir mal eben schnell eine Tabelle gemacht in Excel und die ganzen Formeln.
00:35:58: Ich kann das auch.
00:35:59: Ich habe das auch irgendwann mal gemacht.
00:36:00: Aber ich bräuchte ewig.
00:36:02: Und werde dann einfach so schnell, so genervt davon.
00:36:06: Und so überfordert, dass ich einfach viel länger bräuchte.
00:36:08: Und in der Zeit kann ich auch gar kein Geld verdienen.
00:36:12: Wenn er mir hilft, das ist auf so vielen Ebenen gut.
00:36:14: Weil er da Ruhe reinbringt und ich war so dankbar dafür.
00:36:20: Gute Ergänzung sozusagen.
00:36:21: Ist es auch so ein bisschen seit der Depression, dass du gelernt hast, um Hilfe zu fragen?
00:36:26: Oder war das schon immer eigentlich, dass das jetzt nicht so das Problem war?
00:36:29: Ich glaube, ich habe immer zu lange gewartet.
00:36:35: Man will es ja irgendwie erstmal selber.
00:36:36: Ja,
00:36:37: und dann dauert es so lange, und man will immer nervöser.
00:36:40: und denkt sich dann so runter.
00:36:41: Und dann wird es viel größer, als es eigentlich ist.
00:36:44: Und ich glaube, genau.
00:36:45: Also ich bin dran.
00:36:47: Ich
00:36:47: arbeite daran.
00:36:51: Es gibt von Nina Chua.
00:36:53: Wie heißt das?
00:36:54: Lieb noch mal.
00:36:55: Aber ich lebe halt irgendwie zum ersten Mal.
00:36:59: Und das fand ich so, ist wirklich total schön.
00:37:05: Beschreib doch noch mal ein bisschen, wie sehr du deine Arbeit magst oder welche Rolle deine Arbeit spielt in deinem Leben.
00:37:12: Eine ganz, ganz große, denn ich wollte daran nach dem Abit-Schuh eigentlich Illustration studieren oder irgendwie, ich habe dann auch gesehen, okay, Trickfilm kann man auch machen, aber irgendwie, das ist dann irgendwie im Ausland, nee, das kann ich nicht, irgendwie häng ich dazu sehr an meiner Familie, an meiner Omi, die damals noch lebte, also Trickfilm-Animation.
00:37:34: Und dann meinte meine Vater, nee, das ist das Brotlose Kunst.
00:37:37: Und so machst du nicht.
00:37:39: Dein Blick, genau.
00:37:41: Ja, ja.
00:37:41: Und damals, ja, so, okay, ne, ne, mal, Vater, okay, höre ich mal auf den.
00:37:46: Und hab dann, hat dann Modesdesign studiert.
00:37:49: Krass?
00:37:50: Ja, genau.
00:37:52: Und das war auch soweit okay, aber es war eigentlich, hab ich auch gemerkt, also währenddessen ... gar nicht auf meinem Bauch gehört.
00:38:00: Ich hab das durchgezogen, war vernünftig, wie ich immer war.
00:38:03: Ich bin natürlich.
00:38:05: Hab das durchgezogen und gemacht und so und hab dann auch zweieinhalb Jahre in einem Job gearbeitet.
00:38:10: War da super unzufrieden und unglücklich.
00:38:14: Weil einfach die ganze Branche, so ist wie man sich das ein bisschen vorstellt.
00:38:18: Und in der deutschen Modebranche geht's halt auch nicht gut.
00:38:21: Also gab's die Wirtschaftskrise, und so sollte man aufs Gehalt verzichten.
00:38:27: und noch so was unterschreiben und ich saß da super lange, also ich war super unglücklich und hab dann halt nach zwei Jahren gedacht, okay, ich oder zweieinhalb Jahren fast gedacht, okay, ich lege was zurück.
00:38:37: oder nach zwei Jahren gedacht, ich lege was zurück, ich werde kündigen, ich werde was anderes machen, ich werde irgendwas anderes kreatives, aber ich werde mich noch mal umschauen, irgendwie muss was anderes her, irgendwas mitzeichnen.
00:38:49: Und dann kam das mit meiner Mutter, dass eben ... Die Serienblutung hatte gestorben ist und ich hatte das vorher schon vorzukündigen.
00:38:56: und dann war es für mich klar und ich mache das.
00:38:58: Ich mache das jetzt.
00:38:59: Was kann Schlimmeres passieren als das?
00:39:02: Und wir leben in Deutschland.
00:39:03: Wir leben so sicher wie nirgendwo anders auf der Welt oder fast nirgendwo anders.
00:39:07: Ich habe einen doppelten Boden.
00:39:11: Genau, dann habe ich nochmal Animationsdesign.
00:39:16: Also es gab dann die Animation School in Hamburg, die gibt's leider nicht mehr und hab da ein Jahr eine Zusatzausbildung gemacht.
00:39:22: Also wurde da auch angenommen, musste mich bewerben mit Namapür und so und hab eine Zusage bekommen und hab dann da echt die Leute getroffen, die so waren wie ich.
00:39:32: Ja, also auch, ich hab die Dozenten ausgequetscht.
00:39:36: Die haben ja alles erzählt, wie man sich selbstständig macht und so.
00:39:40: Aber eben auch die, mit denen ich, also diejenigen, mit denen ich da noch mal studiert habe, sage ich mal so, oder diese Zusatzausbildung gemacht habe, einen Abschlussfilm gemacht habe.
00:39:49: Die waren so wie ich, also die waren dann auf einmal so, die haben auch so gerne gezeichnet, die hatten auch so diesen Humor.
00:39:54: Und die haben auch sich selbst nicht so ernst genommen und waren nicht mit Ellenbogen unterwegs.
00:40:00: Und in der Mondebranche war das, also mein Team war toll, aber ... Da gab es halt Personen, die haben wirklich Gift gesprüht.
00:40:07: Und das war da gar nicht in der Zeichenbranche, in der Illustrationsbranche.
00:40:11: Hab ich das bisher nicht so erlebt.
00:40:13: Marin ist Angehörige und haben dann zusammen mit Marin ein ganz tolles und was immer wieder, also was wirklich überall in Deutschland in den Kliniken auch mittlerweile ausliegt, eine Angehörige ein Comic gemacht.
00:40:30: Genau, aber ... Wir sind immer noch, wenn wir die heute sehen, immer wieder begeistert und freuen uns, wenn die sozusagen ... Wir kriegen ja auch dieses Feedback von den Angehörigen, das ist eben wirklich das, was wir vorhin auch mal in einen anderen Podcast gesagt haben, von wo wir beide alle angesprochen haben.
00:40:49: Wir sind vorbeigekangen an diesen Infostellern und man hat nur blau gesehen.
00:40:53: Und wir haben immer gesagt, okay, da muss irgendwie so ein Farbtopfer hin, so ein bisschen was auffällt.
00:40:58: Und das muss man sagen, ist hier unser Angehörigen-Comic.
00:41:01: Ich kann mich auch noch daran erinnern.
00:41:04: Es kam der Anruf von dir oder eine Nachricht so von wegen.
00:41:07: Mensch, Anke.
00:41:09: Klaas hat einen Rückstipfall.
00:41:13: Und dann kam ja auch die Sache, okay, er hat Leukämie.
00:41:16: Und dann dachte ich so, wie krass ist das eigentlich?
00:41:18: Ja, ich war gerade fertig mit dem Comic.
00:41:20: Du warst gerade fertig
00:41:21: mit dem
00:41:21: Comic.
00:41:23: Und dann war ich
00:41:25: selbst betroffen.
00:41:27: Wir betroffen als Angehöriger oder ihr.
00:41:30: Das hat mir darüber gesprochen und haben dann auch gesagt, krass, jetzt hast du das illustriert.
00:41:36: Das kann ich selber verteilen.
00:41:38: Jetzt kann ich das selber in meiner Familie verteilen und an den Kühlschrank hängen.
00:41:43: Die letzte Seite, ne?
00:41:44: Ja, genau.
00:41:45: Diese Entstehungsgeschichte von der Idee und die vielen Telefonnate.
00:41:50: Die ersten Entwürfe, was wir uns alles zusammen überlegt haben.
00:41:53: Nehmt die Zeit für dich.
00:41:54: Ja, genau.
00:41:57: Das sind alles Sachen, die du
00:41:58: nachher selber
00:41:58: nehmen kannst
00:42:02: oder vornehmen.
00:42:06: Manchmal ist das so.
00:42:07: Ja, Wahnsinn.
00:42:08: Immer wieder noch Gänsehaut und weil es schon krass ist, wenn man das dann irgendwie so und ... Aber das ist ja, was wir auch immer wieder sein, die sind so wertvoll.
00:42:19: War schön.
00:42:20: Ja, wirklich.
00:42:21: Liebe das auch.
00:42:22: Genau, und dann hatten wir ja auch ... Ich kann mich auch dran erinnern, dann kam mir die Pandemie, da hatten wir dann auch Weihnaskarten gemacht, die ich auch immer noch sehr gerne ... Osterkarten auch, ne?
00:42:32: Osterkarten auch, genau, die fing an.
00:42:34: Aber auch der Weihnastmann mit der Maske,
00:42:37: stimmt,
00:42:37: ne?
00:42:38: Und ich finde das also jedes Mal so faszinierend.
00:42:39: Wir sagen auch, Mensch, so und so stellen wir uns den vor und wie du das dann machst.
00:42:43: Ja.
00:42:49: Und jetzt ganz aktuell, das ist noch gar nicht so verbreitet, aber wir teilen es schon sozusagen.
00:42:57: Und zwar haben wir ja mit Maren zusammen einen Kreativ-Heft gemacht.
00:43:04: Für alle war das irgendwie auch so, und das hattest du ja auch durch Klaas.
00:43:09: Das war auch dann wieder ... gut zu sehen, weil du konntest deine Erfahrung ja auch von Klaas mit einbringen.
00:43:15: Dass wir dann auch gesagt haben, wenn man jetzt irgendwie alleine in dieser Isolationsstation ist oder allgemein im Krankenhaus ist, wie beschäftigt man sich?
00:43:25: Und klar kann man irgendwie, ich sag jetzt mal, die ganzen Streaminganbieter hoch und runter gucken.
00:43:34: Aber es ist ja irgendwie auch nicht alles.
00:43:35: Und dann war es eben auch so, was wir gesagt haben, Mensch, irgendwie so malen war so.
00:43:39: Genau, ich habe auch so überlegt.
00:43:40: Also mir hat das auch damals gut getan.
00:43:42: Ich habe so malen nach Zahlen gemacht.
00:43:44: Ich würde sagen, auch witzigerweise viele betroffen.
00:43:46: Na ja, habe ich auch gemacht und so.
00:43:48: Dass man sich so darauf konzentriert, diese Achtsamkeit und mal aus dieser Krebswelt ergeht so und in was anderes eintaucht.
00:43:57: Genau, finde ich auch.
00:43:59: Wollten wir ja was schaffen, womit man sich einfach die Zeit ein bisschen finden, vertreiben kann, ne?
00:44:03: Ja,
00:44:04: auf jeden Fall.
00:44:04: Auf
00:44:05: jeden Fall aus der Hause wie auch immer.
00:44:06: Ich hatte tatsächlich auch, also ich habe nicht nur meinen Bruder im Kopf, ich hatte auch, also durch meine Kinder natürlich auch die ganzen Kinderbücher, die ganzen... Häftchen, die die haben im Kopf.
00:44:17: Und da gibt es ja teilweise richtig Schreckliche, ne?
00:44:20: Ja, sozusagen.
00:44:23: Es gibt ja wirklich, das ist ja voll scharf für die Eltern.
00:44:27: Oder auch so, ne?
00:44:28: Wenn man Bücher hat, die einfach nicht liebevoll lustrigt sind.
00:44:33: Also was heißt nicht liebevoll lustrigt?
00:44:34: Das will ich gar nicht sagen.
00:44:36: Aber was weiß ich?
00:44:37: oder KI generiert.
00:44:38: Null, acht, fünfzehn, wo dann irgendwie nichts stimmt.
00:44:40: Ja,
00:44:40: ja, nicht mit dieser Liebe irgendwie.
00:44:43: Ja,
00:44:43: also da fehlt mir dann irgendwie ... oder dass das irgendwie auch ... keinen roten Faden gibt bei den Designs oder so.
00:44:51: Dass es einfach irgendwie aus verschiedenen Sachen zusammengesetzt ist.
00:44:54: und dann denke ich mir so meine Güte.
00:44:58: Also genau, was ist für dich bedeutet, mit deiner Kreativität und deiner Erfahrung dich bei uns mit einzubringen?
00:45:04: Was ist mit gibt es dir sozusagen?
00:45:06: Ja, ich finde das super wertvoll.
00:45:07: Also ich finde es wertvoll, dass ich mit dem, was ich kann, was Gutes tun kann, dass ich mehr Wert schaffen kann, dass ich euch unterstützen kann.
00:45:19: Ja, dass ich einfach, dass ihr halt auch so gut aufgestellt seid, dass ihr gesehen werdet.
00:45:25: Also ich will jetzt nicht zu viel Fokus auf das legen, was ich mache.
00:45:29: Ihr werdet ja auch anders gesehen.
00:45:30: Aber das macht natürlich was aus, wenn eine Website schön ist, Flyer schön aussehen.
00:45:37: Wenn man irgendwie was hat, womit man auffällt, positiv.
00:45:40: Ja.
00:45:41: Und wenn ich mich da einbringen kann, was Gutes tun kann, dann ist es total schön.
00:45:43: Und klar, Durch Klaas, also durch meinem Bruder, der eben auch betroffen war, hat das natürlich noch mal einen ganz anderen Hintergrund.
00:45:53: Weil ich einfach weiß, ihr macht das für andere Menschen, die auch erkrankt sind oder erkrankt waren.
00:46:01: Und das ist natürlich noch mal ein besseres oder ein super Gefühl, dass man was machen kann.
00:46:06: Ja, und ich glaube, das sprechen wir ja also ankundig.
00:46:09: dass wir so happy sind, dass du zu unserer Eisvogelwelt gehörst.
00:46:12: Das war schön.
00:46:13: Da auch dazu beiträgst, dass wir so schöne Projekte verwirklichen können.
00:46:18: Ja,
00:46:19: total.
00:46:19: Danke.
00:46:20: Was hat dir denn in den schwierigen Zeiten ... Was hast du über dich gelernt?
00:46:27: Also, war es ja schon
00:46:28: auf jeden Fall ... Also, dass ich immer wieder mir Hilfe suchen würde, immer wieder.
00:46:36: Also, dass ich da auch, glaub ich, ein ganz gutes Gefühl hab.
00:46:39: Ganz gutes Gefühl, wie ich sonst drauf bin und wenn was nicht stimmt.
00:46:43: Also so ein bisschen wie wenn im Körper was nicht in Ordnung ist.
00:46:47: Also merke ich schon auch, wenn die Seele nicht in Ordnung ist, also wenn die Psyche nicht in Ordnung ist.
00:46:52: Ich würde das immer wieder machen.
00:46:56: Ich würde vielleicht schon eher gehen, weil es vorher schon Anzeichen gab.
00:47:02: So, aber manchmal braucht man ja erst, muss es ja erst so schlimm sein, dass der Leidensdruck so stark ist, dass es ... dass es nicht mehr geht, aber das würde ich, glaube ich, auf jeden Fall eher machen.
00:47:14: Genau.
00:47:15: Das sind ja auch alles Dinge, die du eigentlich anderen sozusagen auch mitgeben würdest, als Rat.
00:47:19: Ja, auf jeden Fall.
00:47:20: Das ist immer ganz wichtig, weil bestimmt viele in so einer Situation und dann
00:47:24: kann ich
00:47:25: genau wissen, was
00:47:25: passiert.
00:47:26: Ja, genau.
00:47:26: Also auch so, auch wenn man jetzt keine schlimmen Dinge erlebt hat.
00:47:30: Es kann auch der Alltag manchmal zu schwer sein oder der Weltschmerz, sage ich mal so.
00:47:36: Auch das kann zu viel sein.
00:47:40: Oder Alltagsstress, dass sich das einfach das Leute überarbeitet sind und das nicht merken und dann erkranken.
00:47:46: Also psychisch erkranken oder
00:47:48: so.
00:47:48: Ja, total.
00:47:48: Und dieser schnellen Welt einfach.
00:47:50: Ja, genau.
00:47:51: Es ist einfach gerade viel.
00:47:52: Und wer weiß, in welche Richtung sich... Also hoffen wir mal einfach, dass sich das alles beruhigt und so.
00:47:58: Und alles wieder ein bisschen offener und friedlicher wird.
00:48:03: Aber es kann alles irgendwie zu viel sein.
00:48:05: Und ich glaube einfach, dass... Menschen sich Hilfe hören müssen.
00:48:07: Also klar, das Problem ist, glaube ich auch, dass ja viele Hilfe versuchen und was weiß ich, wie viele Praxen antelefonieren und eben keinen Platz
00:48:18: bekommen.
00:48:19: Und mir hat einfach natürlich dieser Dringlichkeitscode geholfen.
00:48:23: Also dadurch habe ich irgendwie einen schnellen Termin bekommen.
00:48:27: Ich weiß jetzt nicht, wie es gewesen wäre, hätte ich jetzt eine Verhaltenstherapie gesucht.
00:48:32: Also zum Beispiel.
00:48:34: Ja,
00:48:35: genau.
00:48:35: Und diese Kraft dann zu haben, durchzuhalten, die hatte ich eben nicht.
00:48:38: Also das fällt mir nämlich jetzt gerade noch ein.
00:48:41: Die hatte ich nicht.
00:48:42: Und deswegen, also da ich für den Alltag schon wenig Kraft hatte und da noch mal irgendwie, das war halt einfach meine Rettung so,
00:48:52: dass
00:48:53: ich da so schnell Hilfe bekommen habe.
00:48:55: Ja, genau.
00:48:56: Aber das muss man auch sagen, da muss man vielleicht auch noch mal gucken, dass das geändert wird, dass Menschen schneller Hilfe bekommen.
00:49:02: Weil einfach der, wie ihr ihm auch sagt, der Bedarf da ist, ne?
00:49:06: Teilweise braucht ihn ja jetzt, ne?
00:49:08: Jetzt
00:49:08: und nicht erst mal.
00:49:09: Und vielleicht auch so, was wir ja auch betroffen jetzt, ne?
00:49:11: Wenn man auch immer mit auf den Weg geht oder raten so generell, wenn man sich jetzt, wenn du deine Ärztin, wenn die nicht so toll gewesen wäre, dann wäre das vielleicht auch nicht so viel laufen.
00:49:19: Genau.
00:49:19: Und also das Gefühl hat, der Ärztin nimmt einen nicht ernst.
00:49:23: Ob jetzt bei körperlichen und auch bei sehr
00:49:26: vielen Sachen, ne?
00:49:26: Auf jeden Fall.
00:49:27: Dass man dann sagt, okay, ich ... Steh jetzt für mich ein und such mir noch mal eine
00:49:30: andere Meinung.
00:49:31: Auf jeden Fall eine Zweitmeinung.
00:49:32: Auf jeden Fall.
00:49:33: Würde ich immer machen, egal bei was.
00:49:36: Was sagt dein Bauch?
00:49:38: Die Schnellfragerunde.
00:49:40: Was sagt dein Bauch?
00:49:41: Ah, cool.
00:49:42: Ja?
00:49:42: Oh, cool.
00:49:45: Das fiel ich richtig kurz
00:49:46: und knapp sozusagen.
00:49:47: Oh Gott.
00:49:48: Ich will mal sagen, ich starte mal.
00:49:50: Ja, mach das mal.
00:49:51: Tee oder Kaffee?
00:49:54: Früher immer eher Tee, jetzt eher Kaffee.
00:49:59: Manchmal geht doch beides, ist nicht schlimm.
00:50:01: Ja,
00:50:01: ich trinke tatsächlich beides am Tag.
00:50:03: Also irgendwie ...
00:50:07: Ich trinke z.B.
00:50:08: gar keinen Kaffee.
00:50:09: Noch nie getrunken?
00:50:10: Nee, aber mit Hafermilch.
00:50:13: Stimmt, es
00:50:14: muss noch vielleicht ... Nein, aber dann so.
00:50:17: Doch, das ist mein kleines Ritual.
00:50:19: Okay, sehr gut.
00:50:21: Buch oder Serie?
00:50:23: Oh.
00:50:24: Im Moment eher Serie.
00:50:27: Okay.
00:50:28: Jetzt, ich glaub, die Frage, die weiß ich schon die Antwort.
00:50:31: Kochen oder Essen gehen?
00:50:33: Essen gehen.
00:50:35: Immer Essen gehen.
00:50:36: Ich liebe Essen zu
00:50:39: gehen.
00:50:39: Hat er auch schon.
00:50:40: Oh, wie du das.
00:50:42: Reden oder zuhören?
00:50:45: Oh, das ist voll schwierig.
00:50:47: Beides.
00:50:48: Weil ich find, das ist ja mein Austausch.
00:50:50: Ich will ja nicht ... Also, ich möchte ja nicht monolog fühlen oder irgendwie ... Nur jemanden zutexten und umgekehrt finde ich es auch schön, wenn mir ... Nee, da möchte ich irgendwie gar nicht ...
00:51:02: Spielrechtsgespräch.
00:51:04: Ja, wirklich.
00:51:05: Weil ich den austauscht, super wichtig finde.
00:51:07: Und ich höre super gerne zu, auf jeden Fall.
00:51:10: Auf jeden Fall.
00:51:11: Auch wenn jemand aus meinem Freundeskreis Sorgen hat, höre ich immer super gerne zu.
00:51:16: Aber wird ja auch irgendwie was dazu sagen.
00:51:19: Und deswegen
00:51:20: ... Gar nichts.
00:51:21: Deswegen ist auch Reden auf jeden Fall.
00:51:24: Weil ich auch auf Mensch zugehe, finde ich beides.
00:51:28: Das ist schwierig.
00:51:29: Ich glaube, es sind alle Fragen relativ schwierig.
00:51:32: Allein oder unter Leuten?
00:51:34: Unter Leuten.
00:51:35: Okay, gut, das hört dich jetzt her.
00:51:38: Zelt oder all inclusive Urlaub im Hotel?
00:51:43: Scheiße.
00:51:45: Nee, aber nicht all inclusive.
00:51:53: Anrufen oder Nachricht schreiben?
00:51:59: Anrufen.
00:52:00: Anrufen.
00:52:04: Geplant oder spontan?
00:52:06: Oh, spontan.
00:52:09: Zeichnen, lieber digital oder analog?
00:52:14: Total schwierig eigentlich, weil das beruflich ... super oft digital ist, weil es dann, da kann es besser anpassen, wenn es irgendwie eine Änderung gibt.
00:52:24: Das wisst ihr.
00:52:26: Aber, momentan macht mir das Analoge super viel Spaß, also ein bisschen mehr Spaß, ehrlich gesagt, weil ich so durch diese ganze KI-Geschichte gerade auch sehr viel darüber nachdenke, so über den Sinn.
00:52:42: weil natürlich vieles ersetzt werden könnte in meinem Bereich weniger, weil ich auch oft viel im internen Darsteller, aber ich kenne eben auch viele Kolleginnen und Kollegen, die da gerade richtig strengeln.
00:52:53: und ja, also wenn es halt so schnell ersetzt werden kann, also woran, ich habe im Leben lang Das daran gefeilt.
00:53:08: Ich werde oft gefragt, genau, ein Handwerk.
00:53:10: Ich werde ganz oft gefragt, das haben sie schon immer gezeichnet, das ist doch Talent.
00:53:13: Und es ist nicht nur.
00:53:15: Natürlich zeichne mein Leben lang.
00:53:17: Und ich bring vielleicht irgendwie was mit.
00:53:19: Aber die Sachen von vor zehn oder fünfzehn Jahren sehen anders aus.
00:53:25: Nicht so gut.
00:53:26: Wir erzigen Sachen.
00:53:28: Und deswegen ist es natürlich auch irgendwie, ich hab lange geübt.
00:53:32: Und ... Deswegen finde ich gerade dieses Analoge-Arbeiten gerade, also ja, irgendwie, wenn ich irgendwo gebucht bin und ein Porträt zeichne oder Momentaufnahmen so, wenn ich irgendwie jetzt zum Beispiel euch zeichnen würde, wie ihr hier sitzt oder wir hier sitzen, vielleicht mache ich das noch im
00:53:47: Ziel.
00:53:48: Ich wollte mich gerade sagen, vielleicht nachher
00:53:52: beim Essen.
00:53:54: Und das Analoge kann dir ja keiner wegnehmen.
00:53:57: Das ist ein Unikat.
00:53:58: Genau,
00:53:59: und das kann
00:53:59: ...
00:54:00: Das kann die KI nicht.
00:54:02: Und klar, die KI macht natürlich noch Fehler und kann vielleicht auch, wenn ich jetzt viel im Internet zeichne, oder irgendwelche kleinen Geschichten, wenn das zu detailiert ist oder so, dann sind so viele Fehler.
00:54:14: Oder die Stile, ich finde oft, dass das sehr geleckt aussieht.
00:54:19: Aber auch das wird ja besser.
00:54:21: Aber das ist analog, kann mir keiner nehmen.
00:54:25: Und deswegen im Moment eher das Analogo, obwohl ich natürlich ... Also ich habe ja meine Kundinnen und Kunden, die zu mir kommen, weil ich eben das anders mache als eine KI und eben vielleicht auch was dargestellt wird, was zu komplex ist oder was eine KI noch nicht kann, weil es immer emotional ist oder so kleinteilig.
00:54:44: Genau.
00:54:45: Und das ist auch gut und es macht mir auch voll Spaß.
00:54:47: Also keine Frage.
00:54:48: Ich mag das auch, dass Digitale arbeiten.
00:54:51: Und damit kann man ja auch so einen Look erzeugen, der ... Analog aussieht, ne?
00:54:56: So ist es nicht, aber ...
00:55:00: Bist du Team Denken oder Team Fühlen?
00:55:02: Du
00:55:04: hattest ... Du hattest
00:55:05: ...
00:55:06: Stimmt.
00:55:08: Du hattest grad so das F
00:55:10: schon, so.
00:55:12: Und
00:55:13: dann kam grad das Denk.
00:55:14: Also, ich denk schon viel nach.
00:55:16: Also, das auf jeden Fall ... Aber ich hör voll viel auf meinen Bauch.
00:55:21: Total.
00:55:22: Also, das sagt Fühlen.
00:55:26: Da bist du damit
00:55:26: erst mal befreit.
00:55:29: Wir haben aber auch noch eine Rubik, und zwar, deine Frage zählt, wir antworten.
00:55:34: Du hast eine Frage, die du uns gerne jetzt stellen kannst.
00:55:39: Sag mal schon mal, das ist alle
00:55:41: erst mal so hoch.
00:55:42: Ich will auch nicht irgendwie so ein Quatsch jetzt fragen.
00:55:45: Ihr sollt ja auch ein bisschen gefordert werden.
00:55:56: Was würdet ihr machen, wenn ihr ... ein richtig gutes Budget zur Verfügung hättet.
00:56:07: Also wenn wirklich irgendwie eine Spende reinkämen, so richtig, man eine richtig fette Spender.
00:56:16: Auf jeden Fall glaube ich erstmal irgendwie so ein bisschen unsere Manpower verstärken, weil da geben wir doch ganz schön an unsere Grenzen oder darüber hinaus.
00:56:27: Ich glaube das wäre so das erste, dass wir da einfach für die ganzen Projekte, die so laufen, mehr Leute haben, die mitmachen.
00:56:35: Dann glaube ich auch, wäre ich eine neue Rubrik aufmachen, wie zum Beispiel Wünscher-Erfüllung.
00:56:41: Das wäre, glaube ich, dann noch so, weil das ist, glaube ich
00:56:44: so... Das ist eine schöne Idee.
00:56:47: Wünscher-Erfüllung.
00:56:47: Es
00:56:47: gibt keine Unterstützung auch für die Familien.
00:56:50: Genau, das ist dann ein Ruder ja auch.
00:56:54: Wir hatten gerade, also ich auch, dann war die... wenn sozusagen der Partner erkrankt ist.
00:57:01: Und wenn zum Beispiel auch noch, also ich sag mal, der Mann ist ja vielleicht auch die Lebensunterhalt nach Hause bringt.
00:57:08: Und dann hatte ich auch das eben dem Fall, Anke, wir wissen nicht, wie wir die Heizkosten bezahlen
00:57:14: von
00:57:14: unserem Haus.
00:57:16: Und das sind solche Sachen.
00:57:17: Und da, das würde ich mir wünschen, wenn wir das Geld, sag ich jetzt mal, auf den Konto hätten, dass wir einfach sagen können, okay, wir machen es.
00:57:24: Also und gar nicht mal, ich sag jetzt mal, Dass wir es umwie bewerben, ist gar nicht so, sondern einfach so,
00:57:30: dass ... Wenn ihr das seht ...
00:57:32: Dass wir sofort handeln können.
00:57:34: Dass wir als Überraschung sagen können, okay, hier habt ihr für ein Jahr.
00:57:38: Und das gerade mit Familien, was du sagst, das ist jetzt nur wieder ein Beispiel mit meinem Bruder.
00:57:44: Die sind finanziell schon privilegierter.
00:57:46: Das muss man wirklich sagen.
00:57:48: Und trotzdem war meine Schwergerin auch in der Elternzeit.
00:57:50: Genau.
00:57:50: Man muss ihre Elternzeit verlängern.
00:57:52: Dann wurde der Kita-Platz auch abgesagt.
00:57:54: Dann mussten die ... Ähm ... Ich weiß nicht.
00:58:02: Vielleicht sollte ich das nicht sagen.
00:58:04: Aber die haben ein anderes Vergabeverfahren.
00:58:07: Super kompliziert.
00:58:08: Und der hat ein halbes Jahr gebraucht, bis er die Taxi-Scheine bezahlt bekommen hat.
00:58:13: Ein halbes Jahr.
00:58:15: Und er konnte nicht irgendwie mit den Öffis fahren.
00:58:17: Mit Leukämie, also mit seinem Immunsystem.
00:58:21: Das ging nicht.
00:58:22: Der musste auch den Berg darunter.
00:58:24: Es ist ja da auch noch im Kessel.
00:58:26: Ja,
00:58:27: stimmt ja.
00:58:28: Und dann halbis Jahr.
00:58:30: Und irgendwie gab's auch was, was dann nicht durchging.
00:58:33: Da musst du ja noch mal nachhaken und so.
00:58:35: Und die Puste auch zu haben, das durchzuhalten.
00:58:38: Und so, das kann ich total verstehen.
00:58:41: Das ist
00:58:42: Wahnsinn.
00:58:42: Wie gesagt, wir sind ja selber, also Patrick und ich damals ja auch in finanzielle Nöte geraten.
00:58:47: Wir mussten ja auch Kredit aufnehmen.
00:58:49: Genau, und wir leben in Deutschland.
00:58:51: Das muss man sich überlegen.
00:58:52: Ja,
00:58:53: und wir mussten die Kredit aufnehmen.
00:58:55: wegen der Krankheit.
00:58:56: Also du musstest eben, das ist ja schon blöd genug, dass du sozusagen daran erkrankt bist.
00:59:01: Und du wusstest ja auch nicht, wirst du morgen wieder aufwachen oder nicht.
00:59:05: Kannst
00:59:05: du wieder zurückzahlen?
00:59:06: Und dann hattest du ja sozusagen noch fünf bis zehn Jahre das auch noch an, ich sag mal an der Backe,
00:59:11: weil
00:59:11: die dann sind dafür.
00:59:12: Und das
00:59:14: haben wir eben auch in letzter Zeit ziemlich oft.
00:59:16: Und das glaube ich,
00:59:18: das
00:59:18: ist wirklich so, dass wir da wirklich sagen könnten.
00:59:21: Da
00:59:21: könnte man doch nochmal sagen, Wenn jemand bereit ist und ein bisschen Geld
00:59:24: üblich hat,
00:59:25: dann irgendwie unternehmen.
00:59:27: Ja, also wirklich jetzt mal.
00:59:29: Genau, also gerne melden.
00:59:32: Um mal den Kreis zu schließen.
00:59:34: Aber das ist
00:59:36: doch... Und die Verbindung findet ihr auf unserer Webseite.
00:59:39: War das eine gute Frage?
00:59:40: Ja.
00:59:42: Und so spontan.
00:59:43: Es war spontan wirklich sehr gut.
00:59:44: Sehr gut.
00:59:45: Sehr gut.
00:59:45: Sehr schön.
00:59:46: Sehr schön.
00:59:46: Wir erst mal danke
00:59:47: an alle fürs Zuhören.
00:59:49: Und bis bald.
00:59:51: Vielleicht habt ihr euch in Mahrens Geschichte wiedergefunden, als Schwester, Bruder, Tochter, Freund oder einfach als Mensch.
01:00:00: Vielleicht hat euch etwas berührt, ein neuer Gedanke begleitet oder der Wunsch, selbst offen zu sprechen.
01:00:06: Mit anderen, mit euch selbst oder mit uns.
01:00:10: Ihr seid nicht allein.
01:00:11: Passt gut auf euch auf.
01:00:12: Wenn euch diese Folge gefallen hat, abonniert unseren Podcast, teilt ihn gerne mit anderen und schaut auf unsere Webseite vorbei.
01:00:19: Bis zur nächsten Folge von Lebe Jetzt.
01:00:22: Tschüss.
01:00:24: Das war Lebe Jetzt, der Podcast vom Eishogel e.V Ein herzliches Dankeschön geht an unsere Unterstützer.
01:00:37: sowie an alle, die im Hintergrund mitgewirkt und zum Gelingen beigetragen
01:00:41: haben.
01:00:42: Produziert wurde dieser Podcast von Pangram Audio.
01:00:45: Schön, dass du dabei warst.
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