#2 Leukämie aus zwei Perspektiven: Vater & Sohn über Mut & Zusammenhalt
Shownotes
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Hinweis: In unserem Podcast sprechen wir über sensible und teilweise emotionale Themen. Hört gern in eurem eigenen Tempo und achtet gut auf euch.
Transkript anzeigen
00:00:01: Holger, wie hast du denn den Moment erlebt, als Cedric euch das dann mitgeteilt hat?
00:00:07: Wenn ein Kind geht, zerbricht was denn an.
00:00:10: Du kannst nichts machen, du kannst nichts tun und trotzdem ist dieses Schwert am Schwingen.
00:00:17: Ich hatte zu dem Zeitpunkt ja keinen Ansprechpartner mit meiner besonderen Art von Leukämie,
00:00:22: die Familie.
00:00:23: Ja, das ist echt.
00:00:24: Uns hat es verbunden,
00:00:26: die Erkrankung.
00:00:28: Ich habe nach Gleichgesinnten gesucht.
00:00:30: Gibt's da und jemanden, mit denen ich mich vielleicht irgendwie austauschen kann?
00:00:33: Der mir irgendwie einfach sagen kann, hey, komm, lass uns mal sprechen.
00:00:36: Wir schaffen das zusammen.
00:00:38: Umso schöner, dass du deine Erfahrung einfach durch die Patenschaft weitergeben kannst.
00:00:42: Wir können mit paar Worten super viel erreichen.
00:00:45: Und das ist, glaub ich, das ...
00:00:47: Auf jeden
00:00:47: Fall.
00:00:48: Ja.
00:00:48: Was uns da jeden Tag eben bestärkt, das Weiterzumachung.
00:00:50: Und die Superkraft, die tragen wir alle in uns,
00:00:53: ne?
00:00:53: Ja, das ist schon.
00:00:59: Und wir machen natürlich auch tolle Sachen.
00:01:02: So wie jetzt den Podcast.
00:01:03: Gut
00:01:03: so.
00:01:03: Lass uns äußern machen, das ist wunderbar, was ihr da tut.
00:01:06: Auf
00:01:06: jeden Fall.
00:01:12: Lebe jetzt.
00:01:13: Der Podcast über Krebs.
00:01:15: Mutig, persönlich, ehrlich, mit Herz und Humor.
00:01:19: Von Betroffenen für alle,
00:01:21: die sich bewegen
00:01:22: lassen wollen.
00:01:25: In dieser Folge begrüßen wir zwei ganz besondere Gäste.
00:01:28: Holger, bekannt aus dem Vox-Format, die Autodoktoren und seinen Sohn Zittrick.
00:01:32: Cedric war gerade einmal zwanzig Jahre alt, als er die Diagnose-Löchemie erhielt.
00:01:37: Eine Zeit, die nicht nur ihn, sondern auch seine Familie tief geprägt hat.
00:01:41: Heute ist Cedric gesund und engagiert sich als Partner bei Eisvogel.
00:01:45: Gemeinsam mit seinem Vater nutzt er seine Stimme, um aufzuklären, Mut zu machen und den Thema Krebsmäßigbarkeit zu geben.
00:01:53: Holger und sein Partner Hans Jürgen unterstützen unseren Verein schon seit einigen Jahren mit viel Herz und Haltung.
00:02:00: Was sie motiviert und antreibt, wie sie die schwere Zeit der Erkrankung überstanden haben, darüber sprechen wir in dieser Folge.
00:02:07: Außerdem geht es um den Zusammenhalt, um das, was wirklich zählt und um die Frage, was wir alle gemeinsam bewegen können.
00:02:14: Gut, dann fangen wir mal so langsam an, Citrik.
00:02:16: Du bist ja im Jahr zwei Tausend Achtzehn mit nur zwanzig Jahren eine neue Chemie erkrankt.
00:02:20: Magst du uns vielleicht noch mal so ein bisschen mitnehmen, in dem Moment, als du die Diagnose erhalten hast?
00:02:27: Und Holger, dreh dich um, also muss ich weilen.
00:02:32: Vom Settling her,
00:02:33: ich war...
00:02:35: Manchmal waren wir auf einem Seminar, glaube ich, tatsächlich zu zweit.
00:02:40: Und in der Schweiz, glaube ich, und ich war mit meinem Bruder zusammen hier in der Firma und ich hatte mit Freunden am Wochenende Fußball gespielt und hatte Hüftschmerzen.
00:02:48: Und ich dachte, vielleicht habe ich mich irgendwie gestoßen, wie auch immer beim Training, das passiert ja mal, wenn man miteinander spielt.
00:02:54: Und aber kein Ibufinz mehr zu Hause gehabt.
00:02:57: Und hab gesagt, ich bin jetzt, ich hab einen guten Kontakt zu meinem Hausarzt.
00:03:01: Ich rufe da mal an und gehe da mal rüber und lass mir mal Ibufinz verschreiben, weil warum soll ich selber bezahlen?
00:03:06: Keine Bekannten bezahlen.
00:03:08: Und vielleicht auch mich krankschreiben lassen, weil es ging mir auch, war halt auch einfach sehr, sehr, das fahrt schon weh halt.
00:03:13: Und dann hab ich da hingegangen und dann hat sich die Hüfte anguckt, mein der ist alles gut.
00:03:16: Ich schreib die ein paar Ibus auf, kein Problem.
00:03:19: Dann meinste, ja, gucken Sie sich mal, wo ich grad dabei bin, mal diese Punkte an meinen Beinen.
00:03:22: Die sogenannten Pitechen.
00:03:24: Ja, da wisst ihr ja schon.
00:03:26: Die hatte ich aber auch schon zu dem Zeitpunkt schon mindestens zwei Wochen.
00:03:30: Okay.
00:03:30: Das heißt, aber das hat schon lange Pitechen für die Zuhörer.
00:03:34: Das sind quasi kleine Eingrutungen unter der Haut.
00:03:37: Gar den unteren Bein, wo der Druck etwas höher ist auf die Gefäße, die sich quasi nicht selber reparieren können.
00:03:42: Ist ein klassisches Anzeichen für eine Trombozytenarmut, also eine Trombozytopinie.
00:03:48: War mir zu dem Zeitpunkt nicht bewusst.
00:03:49: Ich dachte, ich habe irgendwie eine allergische Reaktion an den Beinharmen oder sowas.
00:03:53: war das so sehr, sehr febend.
00:03:54: Hat das
00:03:55: für mich auch noch gefraut?
00:03:56: Genau.
00:03:56: Dann guck dir das an, dann sag ich, warte mal ein bisschen ab und gucke, ob das wieder weg
00:03:58: ist.
00:03:59: Und dann, genau, Mama sagte, oh, das sieht gar nicht gut aus.
00:04:01: Ich sag, ja, ja, komm, ne?
00:04:02: Die hatte ja sonst nichts.
00:04:03: Ja.
00:04:03: Und dann müsste Mars gegangen sind, das gesehen, hat dann natürlich nicht gesagt, oh, Katastrophe, legen Sie sofort hin, wir fahren jetzt kranken, sondern wir nehmen erst mal Blut ab.
00:04:13: Also hat's
00:04:14: nicht sofort
00:04:14: erkannt, der Arzt?
00:04:16: Doch, die hat's mir erkannt, jetzt bin ich nur nicht gesagt.
00:04:18: Ah, okay, okay.
00:04:19: Weil es kann ja zum Beispiel auch sein, Der Traum und Zitibine kann ja auch von, weiß ich nicht, doch eine Entzündung herkommen oder von... All der Reaktionen, wie auch immer.
00:04:28: Und dann Blut abgenommen, ich nach Hause gefahren, weil ich sehr müde war, hab mich hingelegt und wach auf fünf Anrufe von meinem Bruder und von der Hausärztin.
00:04:40: Und dann die Haare waren ins Krankenhaus.
00:04:42: Und die Einstichtel war auch schon ganz, ganz blau geworden und so was.
00:04:46: Alles unterblutet in dem Moment.
00:04:50: Und dann ins Krankenhaus gefahren, Blutet waren, haben Sie mir gesagt am Telefon, nicht so gut.
00:04:54: Ich
00:04:55: bin ganz blauäugig, der fest überzeugt, dass nichts Schlimmes ist, ist ins Krankenhaus gefahren, aufgenommen worden, noch eine Ultraschall bekommen und in der Notaufnahme eine Nacht da verbracht und in der inneren Medizin.
00:05:07: und ich dachte mir so, ja, ist ja aber drin, ist der innere Medizin macht ja Sinn, ne?
00:05:11: Ja,
00:05:13: ja.
00:05:13: Da hab ich das aus Onkologie nicht so schön gehabt, was da neben dem Schild dann.
00:05:17: Und dann haben sie mir am nächsten Tag eine Knochenmarkfektion gemacht.
00:05:22: Ich hab meinen Papa noch gar nicht Bescheid gesagt, weil ich dachte, die wäre gut.
00:05:24: Das
00:05:25: war jetzt Donnerstag, ne?
00:05:26: Das war Donnerstag, genau.
00:05:27: Kurze
00:05:27: Zwischenfrage, Knochenmark-Funktion.
00:05:29: Hatten wir nämlich gestern bei unseren Gesprächen, war das bei dir schon mit vollener Kose oder war das auch noch, also wirklich ohne?
00:05:36: Weil bei mir war es noch ohne.
00:05:38: Bei mir war es auch im Zimmer.
00:05:40: Und ohne,
00:05:41: also ohne vollener Kose nicht, ne?
00:05:42: Also jetzt mittlerweile machen sie es ja nur noch vollener Kose.
00:05:46: Ich hab gesagt, ah.
00:05:48: Ja, das sind Verschmerzen gewesen.
00:05:50: Die persönlich gar nicht so schlimm.
00:05:52: Also, meine Ärztin sagte zu mir, als sie mich drei Monate später am Aufzug getroffen hat, die mich damals punktiert hatte, die sagte zu ihrem Kollegen, schauen Sie mal, das ist der Kollege, der gelacht hat in der Dingszeit.
00:06:07: Ich habe sogar ein Foto gemacht und so was alles.
00:06:09: Also, ich fand es echt gar nicht so schlimm.
00:06:11: Vielleicht haben sie mich einfach nur gut betäubt, dass die Stanze und so was, das ist alles ziemlich eklig, das fühlt sich nicht gut an, aber... So vor den Schmerzen, der fand ich gings.
00:06:19: Naja, auf jeden Fall, dann haben die mich punktiert, haben das Knochenmarkt genommen, mich dann
00:06:29: vor
00:06:30: drei Stunden später, glaube ich, oder so, also haben sich relativ relatives Gas gedrückt, weil mein Bootwetter halt echt gar nicht gut waren anscheinend.
00:06:36: Haben sie mir noch nicht gesagt, wie schlecht das ist?
00:06:39: Und ich saß da aber nur rum und habe einfach gewartet, sage ich mal.
00:06:43: Und dann kam der Arzt rein und sagte, ja, Herr Paarsch, sieht es erst mal nicht so gut aus.
00:06:48: Ähm, das ist aber alles... Also, Sie haben ne Leukämie, ne akute Miloche-Leukämie, äh, akute Promylozyten-Leukämie sogar, aber das sagt in dem Moment ja auch nicht so viel und kann jetzt auch nicht hundert Prozentchen alles erinnern.
00:07:02: Da war schon bei mir so, mhm, okay, alles klar.
00:07:05: Und dann war ich, da hab ich schon, da war, wie so, wie man das so in Filmen gefühlt kennt.
00:07:10: So ein Beat mal auf den Ohren, das Gehirn ist schon aus.
00:07:13: Ich könnte eigentlich denken, ach du Scheiße,
00:07:16: ich
00:07:17: gehöre jetzt auch zu dem Club der Rotenbänder.
00:07:19: gefühlt, diese ganzen Geschichten, die man so kennt von Freunden und sowas und verwandten.
00:07:25: Das war so mein erster Gedanke, gar nicht so, ach kacke, ich sterbe dran, sondern einfach nur so, jetzt gehörst du halt auch so dazu so ein bisschen.
00:07:31: Und dann, mit der Arzt hat mir die Diagnose mitgeteilt, durften wir nicht mal die Hand geben.
00:07:37: wegen der Ansteckungsgefahr für mich und für ihn, für andere Patienten logischerweise.
00:07:44: Und dann bin ich runterverliegt worden.
00:07:46: Ich habe dann noch, dann noch zwei Stunden auf dem Zimmer, glaube ich, gewartet.
00:07:50: Es war niemand da.
00:07:50: Ich war alleine da.
00:07:52: Die Einzigen, mein Bett nach war, war ein Einzwanzigjähriger, der war noch junger, der war neunzehn, der Leon.
00:07:59: Und da war die Mutter, war die erste Person, die quasi erwachsen war und die mich dann so ein bisschen aufgefangen hat.
00:08:07: Ich hab bei dir eine Läukemie so, ne?
00:08:09: Ich weiß nicht, was passiert.
00:08:11: Die werden keine Stammzentransplantation brauchen.
00:08:14: Das ist sehr, sehr gut behandelbar.
00:08:17: Ist jetzt einfach nur ultra langwierig.
00:08:18: Und ja, das kann ja trotzdem immer was passieren.
00:08:22: Und dann ... Ich meine, Eltern geschrieben ... Was
00:08:26: haben wir angerufen?
00:08:27: Angerufen,
00:08:28: und die warten natürlich noch im Seminar.
00:08:29: Und hab ich geschrieben, hey, bitte Achtung, Notfall, bitte anrufen.
00:08:34: War es taktisch klug, so zu schreiben?
00:08:36: Also, weil ich hab's ja auch so gemacht.
00:08:38: Ich hab noch was vergessen.
00:08:40: Ich hab vorhin nach meinem Bruder geschrieben und das war ... Das war noch schlimmer eigentlich, weil ... weil mein Bruder irgendwie ... ist eineinhalb Jahre älter als ich.
00:08:51: Und ... zwei Älter, aber ... etwas ... unbesonderer, als ich würde sagen.
00:08:59: Der braucht etwas mehr, etwas mehr ... manchmal so ein bisschen ... so ein Halt im Leben.
00:09:04: Ja.
00:09:04: sucht ihn.
00:09:05: Und die, wie gesagt, ich habe ihn geschrieben und habe ihn angerufen.
00:09:08: Und dann sagt er, ja, immer Saison, Leukämie.
00:09:12: Als der angefangen hat zu weinen, das war das Schlimmste.
00:09:17: Das war wie ich hart war.
00:09:18: Ich meine, Mama und Papa sind soviel.
00:09:20: Und selber da, die hauen dann ab, die
00:09:22: helfen
00:09:22: dann aber so.
00:09:24: Das war wirklich hart.
00:09:25: Also nachher gesagt, ey, fahr Auto, konzentrier dich.
00:09:28: Du fährst gerade Auto, fährst nach Hause.
00:09:31: Du musst gucken, dass du jetzt nicht gegen die Brücke knallst.
00:09:33: Und der war Gott sei Dank da.
00:09:36: auch in der Beziehung hat sich dann da auch wie auch bisschen Halt rum können sag ich mal.
00:09:40: und dann hab ich meine Eltern hat dann noch mal angerufen irgendwann und sag ja.
00:09:44: So und so sieht es erstmal gut aus und so.
00:09:46: Die hat nur Leute nie gehört und waren dann schon auf den Weg was das tut.
00:09:52: Und.
00:09:53: Ja, haben dann abwechselnd geweint und gefahren, je nachdem, der gefahren
00:09:57: ist.
00:09:57: Ich
00:09:57: war so geweint, so ob die das um eine geschritten.
00:10:02: Und dann geht es los.
00:10:03: und dann ein Monat Klinikaufenthalt, drei Tage in der Intensivstation.
00:10:10: Ja, drei Tage.
00:10:12: Das war Freitag bis Sonntag und Sonntag, dann war ich wieder oben.
00:10:15: Aber du warst in der Uniklinik.
00:10:18: Genau, die haben mich am Anfang nur da behalten, weil wenn die das erste mal die Medikamente einsetzen, dann kann es sein, dass durch das so eine kleine, die Junge hat nur so eine kleine Adrenalin kann, dass die durch das einmal ganz viele fertige Leukozide, dass das sich dann verstopft.
00:10:30: Und dann war ich ja drei Tage lang verkabelt auf der Intensivstation.
00:10:34: Und dann haben sie mich wieder
00:10:35: hochgepackt.
00:10:37: Und dann, ja, dann war ich auf der normalen Bettenstation.
00:10:43: Und dann
00:10:44: vier Wochen Therapie.
00:10:45: Dann ... Dann war die erste Remission quasi, also die vollständige Remission im, ähm, im Knochenmark.
00:10:55: Und dann,
00:10:55: ähm, zwei Wochen Pause und dann vierzehn Knochen acht Wochen.
00:11:02: Hm.
00:11:02: Keine Stammzentransplantation hat viele Vorteile, ähm, dass ich halt keine Vollschemo bekommen habe, das heißt, die Nebenwirkungen waren echt gut
00:11:10: abfangbar.
00:11:12: Ja.
00:11:12: Und auch nicht noch mit irgendwie Abstoßungsreaktion oder irgendwas, was.
00:11:15: es gab es ja dann, Gott.
00:11:16: Genau.
00:11:17: Das ist kein Thema.
00:11:18: Das
00:11:19: ist schon unglaubliche Koffe.
00:11:21: Ja, ich hatte keine Schmerzschmerzen.
00:11:24: Da könnten
00:11:25: die Ärzte auch erst mal nix mit anfangen.
00:11:26: Haben dir dann was im Morphium gegeben.
00:11:29: Weißt du, was du da rumlagst?
00:11:32: Ich meine, das weißt du
00:11:35: noch nicht.
00:11:37: Also Morphium, wenn man Schmerzen hat, richtig geiles Zeug.
00:11:40: Das ist
00:11:40: gut,
00:11:41: ja.
00:11:42: Wenn man keine Schmerzen hat, ganz ganz beschädtig für den Körper.
00:11:46: ist das echt geil.
00:11:47: Also ich hatte so Armschmerzen, so Knochenschmerzen.
00:11:51: Und hatte den Arm schlingen und sowas, weil das so weht hat.
00:11:54: Und dann kam nachts die Ärztin.
00:11:55: Er hat mir erst mal Novalgin gegeben.
00:11:56: Ich sag, das funktioniert bei mir nicht.
00:11:58: Ich muss es ihnen geben.
00:11:59: Ich sag, okay, vierzig Tropfen Novalgin, anderthalb Stunden, halb Stunden später wiedergedrückt, noch mal vierzig Tropfen.
00:12:04: Dann hat sie mir eine Spritz Morpheum in den Bauch gesetzt.
00:12:07: Also das ist das, was man so haben kann.
00:12:12: Also das wirklich, die Schmerzen sind weg und du kannst auf einmal schlafen.
00:12:16: Aber das haut die auch komplett um, ne?
00:12:18: Ja,
00:12:18: ja, klar.
00:12:19: Also,
00:12:20: ich kann mich da auch noch erinnern.
00:12:21: Ich musste ja meine eigenen Stammzellen bekommen und mit diesen Aufbauspritzen das vorbereiten.
00:12:27: Also, diese Knochen-Schmerzen, das war unvorstellbar.
00:12:31: Wir sind dann auch immer, man hat mich dann in die Notaufnahme bringen wollen.
00:12:34: Das ging gar nicht.
00:12:35: Ich konnte gar nicht laufen, ne?
00:12:36: Und dann auch einen Notarzt gerufen.
00:12:38: Und dann gab es halt auch was Schönes im Krankenhaus.
00:12:40: Und dann waren die Schmerzen weg und ich war im Himmel
00:12:42: gefühlt,
00:12:42: ne?
00:12:43: Also man ist ja dann auch irgendwie so dankbar, dass einem dann geholfen wird.
00:12:47: Das ist irgendwie unglaublich.
00:12:49: Ja.
00:12:50: Also ich hatte.
00:12:51: dann durch die Therapie, tatsächlich hatte ich einen, ich habe Doppels gesehen.
00:12:56: Das heißt, ich bin den ganzen Tag mit so einem Augen rumgelaufen,
00:12:58: weil
00:12:59: das Gehirn nicht hinkommen hat.
00:13:01: Das hatte Leo ja auch eine Patin von mir.
00:13:04: Und dann haben sie mich auf einem Psyto-Tumor im Gehirn gescannt, weil das gibt es keine Beziehung, die einfach selber mit Tumor einbildet, die man dann aber gar nicht behandeln kann.
00:13:20: Also wirklich verrückt.
00:13:22: Und dann hat nichts wirklich gut funktioniert.
00:13:24: Ibus dann nicht funktioniert.
00:13:25: Und dann kam irgendwann eine Krankenschwester zu mir und sagte, nimm mal eine Koffeintablette, eine halbe und eine Ibuprofenige, gebe ich dir.
00:13:34: Und da war ich weiter.
00:13:35: Das war der Sommer, wo Fußball-Weltmeisterschaft gewesen ist.
00:13:41: Da haben wir in der Klinik
00:13:41: noch
00:13:42: geguckt.
00:13:43: Und da war bei allem im Spiel die Kopfschmerzen weggegangen und das war...
00:13:47: Da, wo das Tor gefallen ist.
00:13:49: Für Deutschland, genau.
00:13:51: So wär's noch.
00:13:52: Nee, das war's nicht.
00:13:53: So helldenhaft war's nicht.
00:13:55: Aber als die Schmerzen dann weg waren,
00:13:58: entfassbar.
00:13:58: Ja, das ist echt.
00:14:01: Ich glaube, die nächste Frage wird auch emotional.
00:14:04: Holger, wie hast du denn den Moment erlebt, als Cedric euch das dann mitgeteilt hat?
00:14:10: Ja, ich muss noch ein bisschen... Ich kriege da mal so ein Klo sen heiß.
00:14:16: Also, fast hierhin ist es erstmal, es ist sechs Jahre hier, und es ist so lebendig.
00:14:25: Das ist echt verrückt.
00:14:30: Ja, wir waren der Schweiz.
00:14:31: Meine Freunde sind so Menschen, die sich mit sich selbst beschäftigen und auch als Paarbeschäftigung auch auf ein Paarseminar.
00:14:43: Wir waren sowieso emotional, schon gut drauf.
00:14:45: jetzt weiter.
00:14:46: Dann hast du ja eingereist und dann hast du frei.
00:14:48: Der Einstieg ist ein paar Seminare.
00:14:49: Das ist schon interessant.
00:14:53: Was erzählen wir noch?
00:14:55: Ja, andere Riefs hätte ich dann an.
00:14:57: Ich habe das mit der SMS gar nicht besorgen.
00:14:59: Ich weiß so eine Rief an und wir waren gerade im Zimmer und dann dachte er, ey, was auch, ist echt, doch Notfall, das weiß ich doch.
00:15:06: Ich glaube, ich habe es doch gewesen.
00:15:09: Aber wir waren Notfall und ... Ich hab Leukämie und ich, das Wort Leukämie hab ich irgendwann mal gehört.
00:15:17: Das wär jetzt auch
00:15:17: so.
00:15:17: meine nächste Frage, ob das schon mal, ne?
00:15:19: Es ist ja klar, Leukämie, schon mal, aber... Nein,
00:15:23: nein, das ist, das ist, wenn du, also ich hab mein Leben ja noch damit nix zu tun gehabt.
00:15:27: Und plötzlich kommt das Wort Leukämie und hab ich gedacht, oh, ich weiß nur so von der Kategorie, das ist nicht gut.
00:15:33: Aber ich wusste, das ist das Krebs, was für eine Art, was ist das, überhaupt keine Ahnung.
00:15:38: Und sagte zu Cedric, äh... Ja, gut.
00:15:43: Du sagst, du musst nach Hause kommen.
00:15:46: Und ich sag, ja, aber es ist nicht schlimm, ich krieg das hin.
00:15:49: Ja.
00:15:50: Und ich sag, ja, ich rufe dich jetzt gleich zurück, weil ich war sprachlos, hab aufgeregt und dann war Ecke im Zimmer und dann sagte ich, jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Jetzt wird's... Ja.
00:16:32: Ja.
00:16:33: Ja.
00:16:34: Ja.
00:16:35: Ja.
00:16:35: Ja.
00:16:35: Und wir sagten, was ist denn das jetzt?
00:16:36: Was ist das denn?
00:16:36: Ja, so und da so und da so und da so
00:16:37: und da
00:16:38: so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so
00:17:01: und da so und da so und da so
00:17:03: und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da so und da
00:17:10: so und da so und Und da
00:17:10: haben wir das Auto gesetzt und lassen mich das erste Stück fahren bevor es dunkel ist.
00:17:14: und dann habe ich ge-googelt.
00:17:15: Das
00:17:16: wäre jetzt nur meine Frage.
00:17:17: Habt ihr ge-googelt?
00:17:17: Okay.
00:17:18: Ja.
00:17:19: Ja.
00:17:19: Und dann haben wir ge-googelt.
00:17:20: Während der Fahrt und dann ging es B, T, B, T, C, keine Ahnung und ich habe irgendwas Falsches aufgepasst, ist er, weil er stirft.
00:17:27: Mhm.
00:17:28: Also,
00:17:28: also.
00:17:32: Mhm.
00:17:34: Ja.
00:17:34: Mhm.
00:17:34: Das sind ja die Essen.
00:17:35: Da
00:17:36: wurde uns dann plötzlich klar, okay.
00:17:40: Das könnte schiefgehen.
00:17:41: So, und ein Kind, was dann so eine Diagnose kriegt, also mein Kind oder unser Kind.
00:17:55: Und dann hab ich auch irgendwie was Falsches gegubbelt, also mit Stammzellen, und der braucht Stammzellen.
00:18:00: Und der kann ja nicht sein, das ist doch nicht scheiße.
00:18:02: Und jetzt, also, und so gehen die ganze Nacht.
00:18:06: Wir sind einfach durchgeballert, die zwei Blöde.
00:18:09: Wir sind um neunzehn losgefahren, wir waren irgendwann nachts um vier Uhr zu Hause oder um halb vier.
00:18:13: Und so gehen die ganze Nacht einfach, dann hat sie gegoogelt und geguckt und gemacht.
00:18:17: Jetzt kommt, wenn wir nicht erreichen, wir waren an morgens um sechs in der Uni.
00:18:23: Und dann wurde es dann dann erst mal klar, der lag dann in der Isolation Station.
00:18:29: Das war keine Iso.
00:18:30: Das war eine Intensivstation.
00:18:32: Das hieß ähnlich, aber das war eine Iso hätte, hätte dir so eine Mantel tragen müssen.
00:18:37: Genau.
00:18:37: Genau, das
00:18:38: Gott sei Dank.
00:18:39: Ja, ja, es waren aber.
00:18:43: Ich kam da rein
00:18:44: und das Zimmer und das Kind hingen an tausend Tauben.
00:18:49: Für mich
00:18:51: war das echt eftig.
00:18:52: Und so fing dann unsere gemeinsame Wege dort an.
00:18:58: Ich
00:19:00: weiß doch, es gab
00:19:01: Situationen, wo wir es einfach nicht mehr gepackt haben und einfach auf Knarschen waren.
00:19:04: und dann waren.
00:19:05: und dann sagte irgendwann, dann geht man ja jetzt mal nicht auf den Senkel.
00:19:09: Ich glaube, du hast gesagt, nicht auf die Eier.
00:19:12: So,
00:19:12: ich habe
00:19:13: nicht.
00:19:14: Und wir haben ja auch unsere Emotionen, dann geht er bitte raus.
00:19:19: Das war so klar hart und ich guck ihn an und sage, ja, ist doch recht.
00:19:23: Also wir gehen das raus.
00:19:24: Natürlich nicht.
00:19:25: Hab doch gar nicht.
00:19:26: Dann hab ich nicht mehr gewartet.
00:19:27: Ich muss euch mal eine Anzeige machen, dass das Film ist halt, das können wir als Betroffene ja alle überhaupt nicht nachverziehen.
00:19:34: Ich weiß nicht, ob wir das in das zweifelhafte Vergnügen gekommen sind, dass wir beim Anderszuhören.
00:19:39: Ich hab das immer so beschrieben.
00:19:40: Wenn jemand sagt, ich hab Kopfschmerzen, dann denkt der andere denkt sich, okay, der hat leichte Kopfschmerzen.
00:19:46: Das ist ein Film, oder er denkt sich, dein Kopf explodiert.
00:19:49: Aber du weißt, wie schlimm deine Kopfschmerzen sind.
00:19:51: Wo ist das mit der Leukämie auch?
00:19:52: Ich kann dir sagen, mit tut der Arm weh, das kann sein.
00:19:56: Ich habe einen unfassbar hohen Schmerz empfinden, der ist ganz krass, oder es tut mir einfach nur weh, das zu bewegen.
00:20:02: Und das ist so dieses, was ich den gesagt habe, so, hey, ich stehe jetzt voll in einer Machtlosigkeit, so in dem Moment, weil ihr könnt nichts tun.
00:20:08: Aber
00:20:10: die Mess ist noch nicht gelesen.
00:20:11: Der Arzt hat ganz klar von Anfang an, das muss man wirklich sagen, von Anfang an gesagt, die sind Junge, sie kriegen das hin.
00:20:16: Die Chancen sind wirklich, wirklich gut.
00:20:19: Das habe ich euch ja auch gesagt, weil klar, ganz ehrlich, wenn ich da jetzt gelegen hätte mit einem, weiß ich nicht, Pankreas oder so, oder was auch immer, anderen Dingen, die hätten ja auch alle passieren können.
00:20:30: Da sind sie alle noch mal der ganz andere Hausnummer, oder auch mit einem Hohentum, und da gibt es ja auch ganz andere Risiken als bei sowas.
00:20:36: Und bei mir war ja relativ klar, ja, die Idee
00:20:40: kann ja nicht sein.
00:20:43: Du bist eben dann auch in der Situation genau, du kannst das einschätzen und wir sind in der Situation, dass wir die Eltern sind.
00:20:53: Ist das ja voll?
00:20:55: Also diese Hilflosigkeit, du kannst nichts machen, du kannst nichts tun und trotzdem ist dieses Schwert am Schwingen in irgendeiner Form.
00:21:02: Ja, ich sage, die Situation ist nur mal eben als Kind anders als als Eltern.
00:21:06: Ja, ja, total,
00:21:07: klar.
00:21:08: Als Angehöriger und verandert sich auch nur als Eltern.
00:21:12: Wenn du krank fährst, ist es mir genauso Katastrophe gewesen.
00:21:15: Du erinnert dich an dein Papa jetzt mit der ganzen Nummer, ne?
00:21:18: Ja,
00:21:18: ja.
00:21:19: Ja, aber es ist dieser Rutt, also ich weiß nicht, es gibt so ein natürliches, so ein natürliches Gehen, das ist eben meine Eltern Gehen.
00:21:27: Deine Eltern werden gehen, das bin ich und Mama.
00:21:29: Und wenn du Kinder hast, dann wirst du anfangen gehen.
00:21:31: So ist das der normale Rhythmus.
00:21:33: Weißt du, an dem Moment, als meine Mutter verstorben ist, die ist mit drei und sechs gestorben, meine Oma lebte noch, das ist meine Oma am Grab und sagte, Warum hast du mir mein Kind genommen?
00:21:42: Da guck ich die Oma an.
00:21:43: Stimmt, das ist ja dein Kind.
00:21:44: Also, das war ja meine Oma.
00:21:47: Aber ich glaube, da ist etwas, was passiert, was außerhalb des Rhythmus ist.
00:21:52: Und wenn ich jetzt verstärken würde, weil das für dich auch bitter, aber es ist ein gewisser Rhythmus, ist da andersherum.
00:21:58: Wenn ein Kind geht, ich glaube, das zerbricht was.
00:22:02: Also, es hat sich so angefühlt, als wenn etwas in uns zerbricht.
00:22:05: Und wir haben es nur noch, nur noch darauf konzentriert.
00:22:08: Ich bin nicht mehr arbeiten gegangen.
00:22:09: Ich bin nur noch Krankenhaus oder zu Hause allein.
00:22:13: Ich bin dann ab und zu mal hier in die Werkstatt.
00:22:16: Ansonsten waren wir fast nur bei dir in der Klinik, was uns natürlich auch auf den Senkel ging.
00:22:22: Also, sechs Wochen warst du insgesamt?
00:22:24: Nee.
00:22:24: Fünf?
00:22:25: Vier.
00:22:27: Vier Wochen am Stück.
00:22:28: Nein, nicht.
00:22:30: Bist du vier oder fünf Wochen?
00:22:31: Ja.
00:22:32: Ich meine doch, dass du die ersten sechs Tage dort ... Das verschiebt sich natürlich.
00:22:38: Die Emotionen bleiben.
00:22:40: Aber da können wir vielleicht mal kurz, weil du gerade das auch gesagt hast, ich meine, Citric hat das gar nicht vorhin auch kurz schon erwähnt, wo der Erz dann gesagt hat, okay, du wirst jetzt hier nicht sterben, ne?
00:22:51: Aber vielleicht, was hat euch dann noch in dieser Zeit getragen?
00:22:55: Also, Holger, du hast ja gerade auch schon erzählt, du warst zu Hause, du hast dich irgendwie so ein bisschen eingeigelt, ne?
00:23:00: Hat euch vielleicht aber trotzdem um was in dieser Zeit positiv getragen, gepusht?
00:23:06: Die Familie, wir vier.
00:23:09: Ja, der Scherz
00:23:11: ist ja weg.
00:23:13: Wo
00:23:13: bin ich
00:23:16: jetzt schon wieder?
00:23:18: Ja, und ich höre meine Freunde und
00:23:21: also wir vier.
00:23:23: Also dass wir vier zusammen waren sozusagen, also deswegen auch dieser tägliche Gang sozusagen auch ins Krankenhaus.
00:23:29: Ja, genau.
00:23:30: Es kam natürlich von aus den ganzen Freunden, aber die uns unterstützt haben.
00:23:37: Der Kern war eigentlich wir vier, dass wir viel zu gut waren.
00:23:41: Und Joscha und Seppri, die haben sich dann noch auf der anderen Ebene sich begegnet.
00:23:46: Die Brüder.
00:23:47: Und der Joscha hat irgendwann mal den Satz gesagt, ich bin ja jetzt nicht, zwanzig Jahre hasse ich dich und jetzt schlüppst du mir hier weg.
00:23:54: Das war wirklich so ein Spruch, hat er gebracht.
00:23:56: Und das hat die beiden noch mal verbunden.
00:24:00: Uns hat es verbunden, die Erkrankung.
00:24:04: Die ganzen Zuspruch von den Freunden sind ... Wir haben so eine Gruppe von Freunden, wo Väter und die Kinder zusammen sind.
00:24:11: Die waren alle im Krankenhaus.
00:24:13: Da kamen vielleicht fünfzehn Leute ins Krankenhaus.
00:24:17: Haben uns so unterstützt in der ersten Zeit, haben sie uns auch nur rumgelassen.
00:24:20: Der Ersten war da nicht so gut.
00:24:25: Während dem Studium hat er bei einem Koch gearbeitet, einen Sternekoch.
00:24:30: Und ... Der Christoph.
00:24:32: und der sagte, was kann ich denn tun?
00:24:33: Du kannst den Jungs Essen kochen.
00:24:35: Dann hat er dem einmal die Essen gekocht, dann bin ich eine Woche mit dem Mobbett dahin gefahren, hab das Essen geholt und hab ihn dann seinen Essen gebracht.
00:24:45: Also das war so
00:24:46: mit der Seeher.
00:24:50: Was so um uns herum war, was uns unterstützt hat.
00:24:54: und auf den Fokus zu
00:24:55: setzen.
00:24:56: Fokus zu setzen auf die Heilung und auf die Gemeinschaft.
00:24:59: Das waren die ersten drei Wochen, also es war der Arzt hat gesagt drei Wochen, wird es dauern, dass du im Krankenhaus bleibst, bis das Knochen mal komplett leer ist, auf jeden Fall.
00:25:09: Und die ersten drei Wochen habe ich, glaube ich, also nach dem ersten Schreck, sage ich, würde ich mal sagen, habe ich, ich glaube, pro Tag sechs oder sieben Besucher gehabt gefühlt.
00:25:18: Also wirklich.
00:25:20: Also wirklich, aber auch... ... Verwandte oder gefühlt Freunde von meinem Papa, ... ... die mich ... ... schon seit ein paar Jahren mehr gesehen haben, ... ... als ich das Begriff gehabt habe, ... ... vorbeizubekommen.
00:25:31: Und mir war ja ultra langweilig.
00:25:32: Also ich weiß nicht, ... ... ob das die Zuschauer oder Zuhörer kennen, ... ... in Krankenhausen oder Rumleaks ... ... ist so langweilig.
00:25:40: Der Tag vergeht nicht.
00:25:42: Es war Mai, ... ... also es war Hochsommer.
00:25:45: Ich habe ... Ich habe die besten Abend gehabt, wo ich es draußen Greg enthab.
00:25:48: Da habe ich gedacht, ihr kleinen Penner da draußen, alle auf Instagram, wie schön es ist und so was.
00:25:52: Jetzt seid ihr auch mal drin, weißt du?
00:25:54: Liegt da drin, darfst nicht rausgehen, weil du kannst ja, hohes Blutungsrisiko.
00:25:58: Die wollen immer wissen, wo du bist, weil, falls du auf dem Flur stürzt und das Knie aufschlägst, dann stürzt du auch auf Flur, weißt du?
00:26:05: Was haben die?
00:26:07: Deswegen durfte ich nicht rausgehen.
00:26:09: Ich hab halt so viel Besuch bekommen.
00:26:10: Die letzte Woche hatte ich keinen Besuch, weil ich nicht wusste, ob ich jemand rauskomme.
00:26:15: Das war die längste Woche, muss ich sagen.
00:26:16: Das war so langweilig.
00:26:19: Ihr habt ja grad schon gesagt, dass ihr ... Das hat euch noch mal sehr zusammengeschweißt.
00:26:24: Also euch vier als Familie, dich und deinen Bruder.
00:26:27: Und mit den Freunden, wie habt ihr das denn gemacht?
00:26:29: Habt ihr alle informiert, habt ihr sie angerufen?
00:26:32: Hat sich das dann rumgesprochen?
00:26:36: entfernt und verwandt, die man jetzt nicht so oft sieht.
00:26:40: Ich meine, ich habe das Einzelne geschrieben, die mich gefragt haben.
00:26:47: Die haben es aber auch meistens irgendwo hergehört.
00:26:51: Ich war ja zwei Jahre nach dem Abi.
00:26:53: Das wussten auch irgendwann alle.
00:26:55: Das hat so ein bisschen so rufgebrochen, weil das einfach erzählt wird in den Frauenesgruppen.
00:26:59: wird gefühlt, wie als ob jemand schwanger oder heiratet.
00:27:02: So wie bei mir.
00:27:03: Ich hab schön zum, am Sonntag alle zusammengetrommelt.
00:27:07: Ich hab auch gesagt, im Nachhinein, wie bescheuert man eigentlich mal, ins Restaurant, ins Restaurant eingeladen, ne?
00:27:14: Grad früh zusammen.
00:27:15: Alle dachten, wir wären heiraten oder ein Kind bekommen.
00:27:18: Und dann saßen alle da, schön aufgereiht.
00:27:21: Und haben gedacht, jetzt kommen die freudige Wurzeln.
00:27:22: Ich hab Krebs und dann sind plötzlich alle zusammengeknickt und alle geheult und ich stand da.
00:27:27: Oh
00:27:28: fuck, was hast du da gemacht?
00:27:31: Also bei mir war ja auch bei allen glaube ich, ist ja die Phase zwei Tage durchheulen und dann ist so, okay, wir machen jetzt so.
00:27:38: Also ich glaube, man kommt dann automatisch in diesen Modus rein.
00:27:41: Okay, jetzt will ich dagegen auch den Krebs keine Chance geben.
00:27:47: Und ich gedacht, krass, wie bescheuert warst du eigentlich da?
00:27:50: in so einer Atmosphäre
00:27:52: zu teilen.
00:27:52: Ja, klar.
00:27:53: Aber irgendwie, man wusste sich auch nicht so richtig zu helfen.
00:27:57: Bei mir war es auch, es hat sich dann umgesprochen, weil alle ja gewartet haben, dass ich das Ergebnis von der Biopsy bekomme.
00:28:01: Die wussten irgendwie alle.
00:28:03: Und ich weiß noch, meine sehr langjährige Freundin, mit der ich jetzt aber mich jetzt nicht ständig irgendwie sehe, der habe ich wirklich einen ganz klassischen Brief geschrieben.
00:28:11: Und aber auch erst irgendwie ein halbes Jahr später, weil ... Das hat es mir so schwer gefallen.
00:28:17: Äh ... Wir haben uns lange nicht gesehen, nicht zu sagen.
00:28:20: Ich hätte sie nicht erinnert.
00:28:22: Ich hab Krebs.
00:28:23: Das war echt schwierig.
00:28:25: Sie hat mir eine WhatsApp zurückgeschrieben, aber später hat sich Zeit gelassen und mir offen gesagt, sie muss erst mal gucken, wie sie damit umgeht.
00:28:33: Dann haben wir uns getroffen und so.
00:28:35: Aber das war wirklich schwierig.
00:28:37: Aber wir sind die Freunde bei euch damit umgegangen.
00:28:40: Wir hatten auch so, sind welche gegangen, sind aber auch neue dazugekommen.
00:28:45: Ähm,
00:28:46: wie war das bei euch?
00:28:49: Die Retsche gegangen, weiß ich gar nicht.
00:28:51: Also, ich hab das... Ich hab... Ich hab das... Ich selbst bin in so einem Aktionismus gefeiert.
00:28:59: Mit dem Freund, das weiß ich jetzt gar nicht.
00:29:00: Ich erinnere mich nur, dass ich irgendwann in so einen Aktionismus gekommen bin und hab gesagt, okay, jetzt was kann ich tun?
00:29:08: Das war jetzt erst mal was, da konnte ich nicht viel tun.
00:29:10: Ich konnte ihn zwar verwöhnen, ich hab den T-Shirt gekauft, so was.
00:29:12: Was ich als Verkram, ich hab das Essen geholt.
00:29:15: Also Sachen, dass es ihm gut geht.
00:29:17: Und hab dann nur gedacht, okay, wie kann ich jetzt noch weiterhelfen?
00:29:21: Und dann hab ich meine Stellung genutzt und hab das publik gemacht, offiziell im YouTube-Kanal.
00:29:28: Und hab da ziemlich emotional erzählt und hab dann eben gesagt, wofür so ein Stammzellenausweis gut ist für Knochenmannspende, wofür Blutspendeausweis gut ist,
00:29:43: wirklich schnell.
00:29:45: Wenn ich sie gerade übernacht denke, ich meine, wir haben darüber gesprochen, noch als ich auf der ZIOS-Station war, also auf der Intensivstation war.
00:29:53: Da haben wir, glaube ich, drum gesessen und haben einfach nur, weil ich, also ich habe mir nur gedacht, das Beste an der ganzen Nummer ist, dass ich keine Stammzellen brauche.
00:30:03: von, weiß ich nicht, die Tauchtaute im Nachbarort, sucht Stammzentspender, registriert die, registriert die Riesenwerbung und so was alles.
00:30:11: Und die haben gesagt, Gott sei Dank muss ich kein Stammzentspender.
00:30:14: Und dann
00:30:15: habe ich zu dir gesagt, weißt du was, weil ich dachte, lass uns doch mal ein bisschen Dankbarkeit oder reinbringen, weil das ist wirklich, wirklich, wirklich
00:30:23: gut,
00:30:23: dass ich es brauche.
00:30:25: Macht doch, nutzt das und kommt da so ein bisschen in die Aktion und erzählt das mal.
00:30:29: Es ist einfach auch total spannend, viele Leute zu sehen, dass wir nicht nur Autos reparieren, sondern auch Menschen sind.
00:30:37: Ich finde, die Idee war nur geil.
00:30:39: Wir haben auch aufgegriffen und dann haben wir die Kamera an und dann haben wir einen Aufruf gemacht.
00:30:51: Das war in dem Aufruf, dann haben wir gesagt, okay, wir haben Tassen, also wir haben für die Zuschauer, die uns nicht kennen, wir haben ein YouTube-Kanal, also wir machen das seit achtzehn Jahren Fernsehen und haben YouTube-Kanal mit achthundert, dreißigtausend Abonnenten, recht starker Kanal.
00:31:07: und dort haben, zu der Zeit waren wir, glaube ich, noch nicht so stark, doch vielleicht bei sechshunderttausend, egal, wir waren dann aufgerufen und haben gesagt, so und jeder, der eine Tasse bei uns kauft in unserem Shop.
00:31:24: Für jede Tasse tun wir
00:31:28: fünf Euro
00:31:30: spenden wir dann für die DKMS.
00:31:32: Darauf kam dann ganz vieler anderer Unternehmen auch und so.
00:31:36: Wir tun auch zwei Euro dabei, wir tun auch was dabei und auch was dabei.
00:31:40: Und da haben wir richtig Geld eingesammelt und haben doch noch gesagt, nummerweise haben wir gesagt, okay, wir unterschreiben auch jene Einzeltasse.
00:31:47: Da hast du dir ein bisschen Eintrögel geschossen.
00:31:50: Das
00:31:51: ist doch zu tun.
00:31:51: Ja, aber du bist jede Tasse, die ist in einem Karton, die packst du aus, aus der Tüte und unterscheidest
00:31:55: in einem Jürgen.
00:31:57: Und
00:31:57: dann haben wir, ja, und das waren so, ich glaube, ein Tausend, sechshundert Tassen, die wir damit unterschrieben haben.
00:32:01: Und
00:32:02: das war, okay, egal, auf jeden Fall sind wir dann in die Aktion getreten und das hat gut getanken.
00:32:09: Das hat gut getan, von den Leuten auch.
00:32:12: Geile Nummer und toll, was ihr macht.
00:32:13: Und ihr seid echt menschlich.
00:32:15: Und das, das hat dann so eine Unterstützung von aus.
00:32:17: Das war sehr angenehmer, ich sage.
00:32:20: Da wurde auch verrückt, dass Leute zu mir kommen.
00:32:23: Fans, die uns natürlich mit der Kamera sagen, du bist wieder gesund.
00:32:27: Und ja, nur so.
00:32:28: Es irritiert mich total, weil ich natürlich vorher in meinem beruflichen Leben bin.
00:32:32: Da komme ich ja nicht auf die Idee zu fragen.
00:32:33: Also, nachzudenken, dass ich mich gleich machen könnte.
00:32:36: Bist du denn noch gesund oder bist du wieder gesund?
00:32:38: oder wie auch immer?
00:32:39: Aber was war die Frage nochmal?
00:32:42: Wir haben schon
00:32:44: ganz viel beantwortet.
00:32:45: Ganz viel beantwortet.
00:32:45: Da kommen wir noch mal ein bisschen später noch mal kurz zurück.
00:32:50: Was wir noch für eine Frage haben sozusagen.
00:32:51: Was hat dir denn Zitrik eigentlich währenddessen eigentlich auch geholfen?
00:32:55: Zum Beispiel oder vielleicht auch Dinge, die dir vielleicht währenddessen geschadet haben?
00:33:01: Oder auch an beide?
00:33:05: Also geholfen hat mir... würde ich was so was angehen, sehr selbstständiger Mensch.
00:33:10: Ich würde sagen, meine Trauerphase hat eigentlich so ... Die erste zumindest, zwölf Stunden gedauert.
00:33:19: Also ich war am nächsten Morgen, war ich schon voll.
00:33:22: Ich habe mich so, also ohne Kinder in Köln, habe ich mich so gut aufgehoben, gefühlt.
00:33:27: Die haben mich nie sofort erklärt, warum, wie, was, was wir jetzt
00:33:31: tun.
00:33:32: Die waren auch immer da, weil eine Frage war, die Pfleger waren wirklich großartig.
00:33:37: Das hatte alles Hand und Fuß, was die gemacht haben.
00:33:39: Gerade jetzt, wo auch in den Partnern drücken, wo ich mit anderen Betroffenen spreche.
00:33:43: Das ist manchmal so kraut und rüben, was da völlig anders gemacht wird als bei mir.
00:33:47: Also die muss ich sagen, ganz toll.
00:33:50: Mich hat auch Doktor, nicht Doktor Lib, sondern Netdoktor heißen die, glaube ich.
00:33:56: Und die haben so eine bisschen gruselige Internetseite, weil auch Bilder sind, von denen man nicht sehen möchte oder sowas, aber die haben halt das ganze Wissenschaft, die erklärt, wie das abläuft.
00:34:03: Genau, du warst nämlich dann irgendwann der absolute Spezialist, genau.
00:34:06: Er hat uns dann genau erklärt, wie das funktioniert.
00:34:08: Genau, genau so war es nämlich.
00:34:11: Ich hatte nur eine weiße, rote Blutkörbe schon.
00:34:14: Er hat das wirklich
00:34:15: alles.
00:34:16: Er
00:34:16: wusste genau, was es geht.
00:34:17: Er wusste ganz genau, was es geht.
00:34:20: Und die Ärzte sind da auch total dankbar drüber, wenn man die richtigen Fragen stellt.
00:34:24: Nicht sagen, warum tut meine Amel, sondern einfach nur so, wie sieht denn das aus?
00:34:28: Muss ich jetzt mehr, ich hab das zum Beispiel in meiner Ärzte gefragt, muss ich jetzt mehr Hautkrim benutzen, weil ich hier eine Parakeratose kriege, also die ja oberste Hautkriege ablösen.
00:34:37: Die guckt mich an.
00:34:38: Ja, Vaseline nehmen sie einfach, das passt, das reicht aus.
00:34:41: Und war so schön, dass sie mitdenken.
00:34:43: Und das hat mir total viel Ruhe gegeben, weil das hat mich so ein bisschen aus dieser Hilflosigkeit ausgeholt.
00:34:48: Und gerade im Thema der Onkologie oder gerade im Thema von Krebs ist das halt auch echt einfach krass, weil viele gehen ja dann in so einen Kampf mit ihrem Körper und bei mir war es einfach Pech.
00:35:01: Das haben wir alle gesagt, es war Pech.
00:35:02: Das Durchschützalter ist dreiundsechzig Jahre wie diese Erkrankung.
00:35:07: Was ich gegen ist, für die Heilung super, rein logisch gesehen, vollkommender Irrsinn, warum man das so früh kriegt.
00:35:13: Das ist einfach nur Pech.
00:35:15: Das heißt, ich hätte nichts ändern können.
00:35:16: Das heißt, ich musste nicht mit mir selber in den Kampf gehen, dass ich dafür irgendwas kann.
00:35:20: Ich mein, weißt du, wenn du eine Leberzirose kriegst, da weißt du ganz genau, ich habe ein Problem, so viel Alkohol getrunken.
00:35:25: Das kommt nicht von mir, meine meisten fehlen.
00:35:28: So, so dachte ich das.
00:35:30: Und das war einfach Pech und ja.
00:35:33: dann ist es eben so.
00:35:35: Und
00:35:35: die Pflege haben, wie gesagt, mit ihnen am ersten Abend schon wieder Witz zu machen können und so was.
00:35:41: Die waren super, also für mich fast.
00:35:45: Dann eben die Freunde.
00:35:46: Der Besuch, die viele Leute, die auch regelmäßig nachgefragt haben, viele neue Freundschaften auch, die sich dadurch ergeben haben, weil viele Leute
00:35:54: auch
00:35:55: ehemalige Offene, der sich total sensibel und freundlich nachgefragt haben, ob sie überhaupt Fragen dürfen und ob es gut ist und sowas, weil die das selber kennen, viel das auf einmal ist.
00:36:05: Wenn alle, was von ihr wollen, alle die Fragen, erklär doch mal, erklär doch mal, du zum neunzigsten Mal erklärst, wie dein Tumor aussieht oder wie dein Krebs aussieht.
00:36:13: Und das war total schön auch.
00:36:14: Also viele Freunde auch von euch, die auch schon Brustkrebs hatten oder so, z.B.
00:36:19: tiefem Herzen dadurch einfach, weil die ja verstehen, was, was, worum es da geht.
00:36:25: Und immer andere, die... dass nicht hinkriegen, die Distanz ein Stück weit da auch zu wagen und einfach zu sagen, okay, erzähl mal, du deine Geschichte und magst du meine hören,
00:36:38: sondern
00:36:39: viele, die ankommen und sagen, ach, du hast Krebs.
00:36:41: Ja, schade, meine Uma hatte auch mal Krebs.
00:36:44: Ja,
00:36:44: das ist das immer.
00:36:45: Ja,
00:36:45: und ich tat die auch schon, das ist so.
00:36:47: Ja.
00:36:49: Also, das ist der Mensch, die braucht man gar nicht.
00:36:50: Genau.
00:36:51: Also, die darf fragen und dann ihr... Ihren müsst ihr wirklich einen Kot in den Taschen labern und nur vor sich berichten.
00:36:57: Und
00:36:58: das ist ja so ein gesellschaftliches Thema.
00:37:00: Man fragt den anderen nicht wirklich, wie geht es dir?
00:37:04: Wie geht es ja gut?
00:37:05: Oder wenn er irgendwas weiß, ja ich auch.
00:37:06: Und dann wird das Gespräch zu...
00:37:08: Genau, um den Ballast abzuwerfen, den der andere gar nicht hören kann.
00:37:11: Genau, genau.
00:37:16: Die Bekanntschaften haben sich eigentlich... Genau, die haben sich gelöst.
00:37:20: Freundschaften... vorher würde ich sagen noch keinen einzigen freund, als jemanden als freund bezeichnen würde, der so was zu mich so mir gegenüber verhält.
00:37:33: Die habe ich vorher schon aussortiert, weil die machen das bei anderen Themen auch.
00:37:37: Wenn meine Freunde so sind und so eine Geschichte erzählen und so darüber versuchen sich das in Worte zu fassen, dann spreche ich das einfach an, weil die können das ab.
00:37:48: Wenn du von dir erzählst, Alter, so, ich bin da, ich bin dran.
00:37:52: Und dann ist das auch, ne, das ist eher so eine Ohnmachtsache, aber wie gesagt, bei Bekannten ist das immer so eine, so eine Umding eigentlich, bei Freunden ist das ein Jahr.
00:38:03: Ja, das ist ein
00:38:05: bisschen einfacher.
00:38:07: Lass uns doch mal den Bogen zu uns schließen sozusagen.
00:38:13: Du hast mal gesagt, dass du gerne was zurückgeben möchtest.
00:38:16: Erzähl uns doch mal, warum bist du jetzt auch beim Eiswuge gelandet?
00:38:20: Du engagierst dich ja sehr und wie sind wir dann eigentlich zueinander gekommen?
00:38:25: Ja, also wir hatten erst natürlich als ersten Ansprechpartner, hatten wir erst mal die DKMS, weil da...
00:38:31: Meine Geschichte, deine Geschichte.
00:38:32: Ja, ja,
00:38:33: aber ich...
00:38:35: Genau, die kommen nicht
00:38:38: weiter.
00:38:38: Das habe ich ja vorhin gesagt, wir waren ja bei der DKMS, weil das für uns der erste Anlauf war, dann hab ich von Eisvogel überhaupt noch gar nichts gehört gehabt.
00:38:46: Und das fand ich auch gut, dass wir da gemacht haben, das haben wir ja auch lang genug gemacht, bis ich dann... Das erste Mal von Cedric von euch gehört habe, aber jetzt erst mal deine Geschichte bis dahin und dann
00:38:57: habe ich zu dem Zeitpunkt keinen Ansprechpartner mit meiner besonderen Art von Leukämie.
00:39:03: Meistens habe ich eine ganz normale akute Miloche Leukämie.
00:39:09: Und meine Variante ist so selten, glaube ich, in Deutschland pro Jahr.
00:39:12: Man sieht Leute erkranken oder so was im Schnitt.
00:39:15: Da jemand zu finden, der auch aus der Nähe kommt oder mit dem man den Kontakt herstellen kann, ist eigentlich unmöglich.
00:39:20: Dann habe ich mir irgendwann diese Yes-We-Cancer heruntergeladen, um da drüber Kontakt zu finden.
00:39:26: Und da habe ich jemanden kennengelernt, die die gleiche Logie mir hatte wie ich.
00:39:31: Und die hat zum Beispiel auch viel, viel schlimmer getroffen als mich.
00:39:34: Also mit Magen, wie sagt man, Magen, Steine und so.
00:39:39: Also
00:39:44: viel mehr Nebenwirkungen von der Therapie.
00:39:46: Also
00:39:46: viel mehr Nebenwirkungen.
00:39:50: Die war einem
00:39:51: Auge
00:39:52: blind geschwürt.
00:39:53: Auf einem Auge blind gewesen und so was alles, weil es die Chemo so reingehauen hat.
00:39:58: Und da war ich, das war einfach schon mal total gut, das mal so zu hören.
00:40:02: Die Symptome sind ähnlich, aber hier ist es noch viel krasser.
00:40:05: Gott sei Dank habe ich Glück gehabt.
00:40:07: Und die ging es ja auch wieder besser zu dem Zeitpunkt.
00:40:10: Und die hatte mir dann von dem Eiswurkelverein erzählt bzw.
00:40:12: sie hatte das glaube ich in ihrer Instagram Story oder dann habe ich das bei den Bogen geschlagen.
00:40:16: Und habe ich da bei euch beschäftigt und habe gedacht, das ist richtig geil.
00:40:22: Weil gerade bei so einer seltenen Sache wie ich das habe, du kriegst die Leute nicht gut zusammen.
00:40:29: Also für Ihr bringst nichts mit dem Hotschkillenfunk, wenn jemand was von einem Non-Hotschkillenfunk erzählt.
00:40:36: Wenn du einen, weiß ich nicht, einen Neolom hast, bringst du nicht, wenn jemand sagt, ja, ich hab ne, ne, ne, ne Kronische Lymphatileukämie, ja, dann habt ihr ihr seid zwar in derselben Abteilung, aber ihr habt überhaupt nichts voneinander zu tun, ihr kriegt andere Medikamente, da ist, da, es hat keinen Sinn, dass ihr euch eigentlich besprechen, zum Füß abholen, ihr hält alles gut, kann man besprechen, aber eigentlich sind diese, dieses, dass du weißt, was der andere gerade durchmacht, das ist, Das ist wirklich ein Game-Changer und das wäre für mich, ich würde sagen, ich habe mich ganz gut gefangen, aber es wäre auch total spannend gewesen, einfach mal zu hören.
00:41:07: Ja, total.
00:41:08: Nur so der Therapie, das läuft, ich hatte eine sehr, sehr gute Onkologin und das war schon gut, mit der habe ich mich sehr gut verstanden.
00:41:18: Aber ich denke mir so, wenn du irgendwo bist und der Arzt ist vielleicht nicht so empathisch, irgendwie zu fragen.
00:41:23: Der Arzt hat das nie gehabt.
00:41:26: Der ist das beste gleiche Beispiel, der hat immer nur gehört, wie das ist, das du hast, aber der hat sich selber nie erlebt.
00:41:30: Ich glaube, das ist der Vorteil, dass du das Fühltaste geschebt hast.
00:41:34: Ja, Knochenschmerzen
00:41:34: kann man nicht beschreiben.
00:41:35: Das ist nur Titis gemacht.
00:41:36: Das
00:41:36: stimmt ja.
00:41:37: Aber
00:41:38: umso
00:41:39: schöner, dass du jetzt, also auch schon seit längerem bei uns bist und dann auch deine Erfahrungen einfach durch die Patenschaft weitergeben kannst, weil das ist ja genau dieser Austausch, den wir uns dann auch alle gewünscht haben.
00:41:51: dass man einfach genau mal erfährt, Mensch, wie sind denn die Medikamente bei dir gewesen?
00:41:55: Wie ging es dir denn wirklich?
00:41:57: Und was kann ich denn machen, damit es mir halt irgendwie besser geht?
00:42:00: Und das ist ja auch der Punkt, was wir auch gesagt haben.
00:42:02: Bei mir war es im Jahr zwei Tausend Dreizehn.
00:42:03: Da gab es ja gar nichts.
00:42:04: Da gab es ja auch kein Instagram.
00:42:07: Also war gerade am Anfang auch Facebook für mich alles nicht irgendwie aktiv gewesen.
00:42:13: Jetzt bei euch, jetzt eben auch mit zwei Tausend Achtzehn, ihr seid ja beide auch im gleichen Jahr erkrankt, war es schon ein bisschen mehr.
00:42:20: Aber trotzdem, wenn man auch immer so gesehen hat, jeder hatte irgendwie auch, ich würde sagen, auch immer noch bis heute hin.
00:42:25: Und zum Glück findet man uns jetzt auch viel, viel besser und viel, viel schneller.
00:42:29: Aber wirklich doch bei jedem immer so, als erstes kam eben so, ich hab nach Gleichgesinnten gesucht oder ich suche nach Gleichgesinnten.
00:42:36: Also wenn ich diese Diagnose bekomme.
00:42:40: was ja nicht schön ist, dann war es eigentlich für alle irgendwie so.
00:42:42: wirklich der erste Punkt.
00:42:44: Gibt es da und jemanden, mit denen ich mich vielleicht irgendwie austauschen kann, der mir irgendwie einfach sagen kann, hey, ich hatte genau das Gleiche und ich bin da gut durchgekommen und hey, komm, lass uns mal sprechen, wir schaffen das zusammen.
00:42:58: Und was auch nicht zu nachverlässigbarer Teil ist, finde ich, also in Köln zum Beispiel gibt es einige Angebote für z.B.
00:43:06: für eine akute Melocheleukymide, da gibt es so Flyer und so was, die liegen in den Stationen auch und so.
00:43:11: Und das ist dann für den einen sehr spannend.
00:43:14: Aber z.B.
00:43:14: für jemanden, der jetzt meine Patin, die ich übernommen habe, für die schon lange nichts mehr gehört, da war es immer ein gutes Zeichen.
00:43:21: Das hat man nicht hören, nur in Zuckernböder, alles gut.
00:43:26: Die hat, die ist in Essen in der Uniklinik gewesen und die haben glaube ich seit zehn Jahren diesen Fall nicht mehr gehabt.
00:43:32: Also diese besonderen Und das hab ich Dinge gesagt, das waren wir überhaupt nicht bewusst, weil die Ärzte sich nur den Therapieplan halten und das davon gehört haben.
00:43:45: Der kommt eben auch in so ein Reifbericht.
00:43:49: Voll,
00:43:51: voll.
00:43:52: Ich kann mir Knochen ... Äh, ich kann das nicht vorstellen.
00:43:58: Ich hab keine Idee dazu.
00:44:02: So, Holger, nun bist du wieder mit Hans Jürgen.
00:44:04: Äh ... Ich sag mal, die Autodoktoren, vielleicht kannst du es ja selber noch mal sagen, für die, die euch nicht kennen.
00:44:10: Und ihr seid ja echte Medienprofis auch schon seit mehreren Jahren.
00:44:13: Ich hab heute gerade erst gesehen, äh, im Mayorker, sozusagen, eure Bilder da.
00:44:19: Ich hab es selber schon gesehen.
00:44:20: Da hab ich gerade zu Katrin gesagt.
00:44:22: Das ist der Wahnsafer, Junge.
00:44:23: Ja,
00:44:25: ja.
00:44:25: Das war zwölf Jahre
00:44:25: vorher.
00:44:26: Wir machen es ja jetzt schon achtzehn
00:44:30: Jahre.
00:44:31: Ähm ...
00:44:33: Aber warum war es dir, euch, also euch beide natürlich auch, ja so wichtig das Thema Krebs dann auch öffentlich zu machen?
00:44:40: Klar, ne, Cedric, aber...
00:44:42: Ja,
00:44:43: das
00:44:43: ging, es ging einfach um das Ausnutzen unserer Stellung, dass wir, dass wir so eine große Community haben und dann das Thema, wenn es dann zu uns getragen wurde, oder das wurde durch Cedric, das dann wirklich bekannt zu machen und dann... Dann bist du erst betroffen.
00:45:01: Und weil kann man jetzt anderen Menschen helfen?
00:45:03: Und deswegen kam diese Aktion.
00:45:05: Und da war, wie gesagt, die DKMS ja für uns der erste Anlaufpunkt.
00:45:11: Da gings dann um, ja, Stelbschen rein, Spender sein.
00:45:14: Und gänzlich haben wir dann mit der DKMS da aufgezogen.
00:45:19: Da haben wir auch viele Aktionen gemacht.
00:45:23: Die letzte Aktion mit, die letzte Aktion, wo der Seldrik, der ist, nach seiner Erkrankung.
00:45:28: Es ist ins Dreigeschirm gegangen bei uns im Dorf und es ist ein Karnwerk gefeiert.
00:45:32: Und da haben wir bei irgendeiner Party, habt ihr euch hingesetzt, haben ich gesagt, ok, jetzt holen die DKMS dazu und dann haben wir das Spenden gesammelt.
00:45:39: Also es fällt vielleicht leicht, dann auch das Herz aufzumachen oder den Raum aufzumachen, für andere Leute zu begeistern und sagen, hey, unterstützt das und unterstützt das und unterstützt das.
00:45:49: Und für Cedric, da machen wir den Bogen mal zu euch, sagt ihr dann immer, Aber guck doch mal so beim Eisvogel fahren.
00:45:56: Also der sitzt mir gegenüber am Schreibtisch, guck doch mal.
00:45:59: So, man hat ja gesehen, was wir da für die DKMS auch mal für Bargeld eingesamt haben.
00:46:04: Ich fange mal ganz kurz vorne an für die Zuschauer, die das
00:46:06: nicht kennen.
00:46:07: Also wir reparieren Autos bei der Kamera.
00:46:11: Ich bin selbst Kfz Meister und der Cedric und der Agiosha beide Kinder und auch die Elke, meine Frau arbeiten hier in dem Unternehmen.
00:46:18: Wir haben hier ein Unternehmen von zwölf Mitarbeitern gerade.
00:46:24: Und unser Spezialgebiet ist eben so Spezialfelder zu reparieren, die andere Leute, die nicht reparieren können oder wo die Werkstätten versagen, drei, vier Werkstätten, so.
00:46:33: Und haben wir vor achtzehn Jahren mit diesem Format angefangen, im Fernsehen bei Vox Automobil, sehr erfolgreich.
00:46:40: Und
00:46:41: vor, ja, das, das war noch Mallorca, wir haben versucht nach Jordanien zu kommen mit Old Timer.
00:46:47: Also wir haben viele, viele Sachen gemacht und es ging immer um Reparieren von Autos, weil wir das gut können.
00:46:53: Also ich kann gut Autos, ich kann Sachen gut reparieren.
00:46:55: Ich verstehe Sachen relativ einfache von der Physik hier und dann kann man es auch reparieren.
00:47:00: Das ist mein Talent.
00:47:02: Und Hans-Jochen, ich mache das, wie gesagt, achtzehn Jahre und vor acht Jahren haben wir dann YouTube-Kanal aufgemacht, der durch die Decke gegangen ist, halt achthundert, dreißigtausend Abonnenten wir jetzt haben, ist echt das stärkste Kanal in dieser Richtung.
00:47:14: Da
00:47:15: gibt es noch einer, der macht Tuning, aber so Autos reparieren und unsere Kölschenart ist es, kommt das irgendwie
00:47:21: gut.
00:47:21: Gut an.
00:47:22: Ja.
00:47:23: Vor allem reale Sachen
00:47:25: eben.
00:47:25: Genau.
00:47:26: Das Gestältes ist alles reale Sachen.
00:47:27: Da gibt es dieses Format bei Vox die Autodokton und hier heißt es neu, dass der Werkstatt hier berichten wir einfach Kamera an und wir berichten hier von Stellen in der Werkstatt machen und vor der Kamera und, und, und.
00:47:38: Und haben eben das Herz in der richtigen Stelle.
00:47:40: Absolut.
00:47:43: So sieht es aus.
00:47:44: Und ja, und Cedric sagte dann irgendwann, ich hätte die Idee, wenn es auch so viel gesammelt hat, die muss ich vor.
00:47:49: die Leute kommen hier rein.
00:47:51: Weil die wissen, dass wir sammeln und ich kenne uns Geld.
00:47:54: Also geben uns einfach Geld.
00:47:56: Einfach so.
00:47:57: Und da hatten wir ganz viel Bargeld.
00:47:59: Das haben wir in die DKMS gebracht.
00:48:01: Und die DKMS war dann irgendwann an so einem Punkt.
00:48:03: Und da habt ihr schon immer wieder in meinem Köpfen angekloppt, aber es hat übersetzt nichts.
00:48:08: Warte mal, ich glaube, dann hatten wir euch auch mal eine kleine Spenderung, wie wir von tausend Euro darüber geschoben.
00:48:12: Irgendwas war
00:48:13: da.
00:48:14: Und dann hat
00:48:14: die DKMS vieler gemacht, der mir sehr zu pass kam, weil die haben gesagt, sie wollen kein Bargeld mehr haben und wir sollten doch das Geld.
00:48:21: auf unser Konto tun und dann den überweisen, weil, ja, sie wollen kein Bagel mehr haben, dann habe ich das halt die Irre.
00:48:30: Nein, dann müssten wir ja zu zwei Mann vorbeikommen und da sind auch mal ein paar tausend Euro geflossen.
00:48:34: Und dann habe ich gesagt, okay, wenn ihr das nicht wollt, dann ist jetzt Schluss.
00:48:39: Dann hatte ich noch fünftausend Euro, die habe ich hier auf der Aachener Straße persönlich vorbeigebracht, weil sie wollten ja auch nicht kommen.
00:48:44: Also das ist eine ganz komische Nummer bei denen.
00:48:46: Verstehe ich auch nicht nochmal.
00:48:47: Die begrüßen den EKMS, vielleicht hören
00:48:49: Sie das
00:48:49: ja.
00:48:50: Guck mal, Nummer.
00:48:51: Und schön, dass es so gelaufen
00:48:53: ist.
00:48:53: Wie sagt
00:48:53: man in Kölner, dem engen Sinduf, also im einen seine Taube, ist dem anderen sein den Nachtigal.
00:49:00: So, seit ihr eben jetzt die Nachtigal und dann haben wir uns kennengelernt, ihr seid vorbeigekommen und seitdem sammeln wir für den Eisbogenverein ganz viel und immer wieder sagen wir das und es macht einfach so viel Freude auch mit euch, weil ihr so ... So Mädchen aus dem Leben seien.
00:49:16: Also Mädchen
00:49:18: können also Frauen aus dem Leben sein und das in die Hand nimmt und wir das mit aller, mit aller Energie unterstützen.
00:49:25: So und so haben wir jedes Jahr ja ziemlich... Wahnsinn.
00:49:28: Und immer zu weit rüber kommen.
00:49:30: Immer wieder
00:49:31: echt.
00:49:31: Also,
00:49:32: ja.
00:49:32: Letztes
00:49:32: Jahr waren es ca.
00:49:33: hunderttausend und so.
00:49:34: Und wenn man jetzt
00:49:35: sieht, was da
00:49:36: bei Better Place, was da geht, was da immer wieder antießert.
00:49:40: Und die Menschen draußen... Die wollen ein gutes tun.
00:49:43: Also, gutes tun ist ja was richtig Schönes.
00:49:47: Also, ich sage mal, ich kriege Kamerpunkte dafür, vielleicht am Schluss der Übergang, wenn ich es dann nicht sehen soll, ist es dann, vielleicht gibt es keine Ahnung, aber ich sage mal, tu was Gutes und es macht mich glücklich.
00:49:59: Und den Leuten da draußen auch.
00:50:01: Und wenn wir unsere Community aufrufen zum Spendem, oder wir sind auf einer, dann geben wir uns Geld oder wir sind auf einer Veranstaltung.
00:50:10: Fotos, dann sagen wir, komm fünf Euro für den Eisbruch, dann tue ich aber auch fünfzig Euro.
00:50:14: Hier kommen Leute rein, vorige Woche, ich werde mir noch telefoniert,
00:50:17: ja.
00:50:18: Ja,
00:50:18: da haben wir einen Mann da mit einer Kiste, der hat Geburtstagabend.
00:50:23: Ja,
00:50:24: ja.
00:50:24: So sammeln wir uns auf better place, das läuft ja auch ganz gut, dann sind wir auch gerade irgendwie so bei, hast du mal geguckt, vierzehntausend
00:50:31: Euro.
00:50:32: Genau, vielleicht können wir dazu noch mal ganz kurz ein bisschen erzählen.
00:50:34: Also diese better place Kampagne haben wir ja ins Lebens gerufen und mit eurer Unterstützung haben jetzt schon wirklich ganz viele gespendet.
00:50:41: Und ja, vielleicht könnt ihr da auch noch mal ein bisschen... was zu erzählen, wie da so die Reaktionen auch bei euch in der Community sind.
00:50:49: Wir kriegen es natürlich auch ein bisschen mit,
00:50:51: sind da immer wieder gerührt.
00:50:52: Ja, das ist Wahnsinn.
00:50:52: Also
00:50:52: das... Also, ja.
00:50:53: Gerade die Kommentare, wenn wir mal bei euch waren.
00:50:57: Und das dann
00:50:58: auch... Hat da jemanden Steven geschält?
00:51:00: Ich muss die ganze Zeit heulen.
00:51:01: Genau.
00:51:02: Da stand eine Kerle, die jetzt eigentlich nur eine Autosendung gucken wollen.
00:51:05: Und dann haben wir da die Eisvogel medelt.
00:51:07: Und dann haben sie Pipi in den Augen.
00:51:09: Das ist immer sehr berührend.
00:51:11: Ja, das ist Wahnsinn.
00:51:12: Und wie gesagt... Kann ich ja auch von unserer Sicht noch mal.
00:51:16: Wir sind da reinstorziert.
00:51:19: Ich glaub, es war vor drei, vor vier Jahren.
00:51:21: Ich weiß gar nicht, wie es jetzt schon ist.
00:51:23: Aber wir waren auch dann so, wir waren sofort, wir sind durch diese Tür gegangen.
00:51:27: Und als ob wir schon dazugehören.
00:51:30: Wie mit
00:51:30: so der Familie gehören.
00:51:31: Also, es war wirklich so ... Wir lagen uns da in den Arm.
00:51:35: Wir haben natürlich gleich auch vom ersten Moment an gelacht und geheult.
00:51:40: Und es war aber wirklich auch so ... Und so ist es ja ... Ja, für ja.
00:51:44: Wir sind auch außerhalb, ich sag mal, hinter der Kamera, miteinander im Kontakt und so.
00:51:48: Und das sagen wir auch immer wieder.
00:51:50: Es ist auch Wahnsinn, was das für eine Community ist.
00:51:52: Erst mal natürlich auch, dass ihr natürlich auch so menschlich seid.
00:51:55: Und ich glaub, deswegen ist natürlich auch eurer Kanal auch so erfolgreich.
00:51:58: Weil ihr natürlich euch überhaupt nicht verstellt und einfach auch, wie du es eben auch schon gesagt hast, was wir immer wieder sagen können, euer Herz am richtigen Fleck habt.
00:52:06: Und es einfach auch aussprecht und einfach ... Macht, ihr seid einfach die Macher.
00:52:12: Also ihr seid nicht okay, muss ich es jetzt machen oder kriege ich dafür was, sondern nee, das ist mir wichtig, also spreche ich da drüber und das ist eben einfach, das ist einfach Gold wert.
00:52:23: Und wie gesagt, wir sind dann jedes Mal raus und wie gesagt, wo der Anruf kam, wo wir telefonieren hatten das erste Mal, ich kann mich erinnern, wo du dann auch gesagt hattest.
00:52:32: Mensch, Anke, ja, also die KMS, kein Bargeld.
00:52:35: Und die haben auch gesagt, gib mal zum Eisvogels, hat es ja dann noch gesagt, weil sie uns ja auch kannten.
00:52:40: Und dann haben wir gesagt, ja, wir beide guckt es an, natürlich, Bargeld, kein Thema.
00:52:45: Also, war jetzt nicht so das Thema.
00:52:47: Nachhinein haben wir auch ... Wir sind bei euch vom Hof gefahren mit unserem Bündelchen und haben gedacht, wir gehen jetzt zur Bank und zahlen's ein.
00:52:54: Die haben gesagt, ihr könnt da nicht.
00:52:55: Dann sind wir da zu unten, Automaten.
00:52:57: Du hast es noch mit nach Berlin genommen.
00:52:58: Stimmt, ich bin noch mit dem Zug nach Berlin.
00:53:00: Mit so einer
00:53:01: dicken Tasche.
00:53:04: Und letztes Jahr, da war ja wirklich auch die Höchstsumme, um wie zwölf tausend Euro, bin ich mit Gina ... an der Tankstelle gefahren, weil dann ein Zahlerautomat war.
00:53:14: Und dann wirklich, ich hab mir wie so ein kleiner Verbrecher gefühlt, immer so raus, aus dem Auto, rein in diesen Einzahler
00:53:20: gedrückt.
00:53:21: Und dann
00:53:21: wieder rein in den Auto, dann wieder das nächste Penischen geholt, wieder rein.
00:53:26: Aber das ist eben, wie gesagt, wir hatten ja auch dann die Geschenke.
00:53:29: Und es ist Wahnsinn.
00:53:30: Und wir können gar nicht...
00:53:37: Die Leute kommen hier rein, geben uns zehn Euro, zwanzig Euro, fünf Euro, fünfzig Euro, hundert Euro oder mal zweihundert Euro.
00:53:45: Das ganze Geld sammeln wir in einer Tasche.
00:53:47: Also wir sammeln die.
00:53:48: Und wenn ihr kommt, habt ihr wirklich einen Haufen, einen Geld.
00:53:52: Also wir legen das auf die Werte.
00:53:53: Und da ist alles voll mit Geld.
00:53:55: Also, fünfhundert, fünfhundert Zehner und den zwanzig.
00:53:59: Und das sind diese Bündel, weil da ist so eine riesengroße Haufe an Kohl.
00:54:03: Wir wechseln das nicht, sondern wir tun es wirklich so.
00:54:06: Der Zuschauer oder der Fan kommt, gibt es das einfach in die Tasche an.
00:54:09: Deswegen habt ihr so ein riesengroßes Haufen an Geld.
00:54:20: Das ist so toll, wie gesagt, wir können nicht oft genug.
00:54:22: Wir sagen es ja schon wirklich immer und immer wieder, wir können es nicht sagen, also was ihr für eine krasse Community habt.
00:54:27: Also es ist wirklich Wahnsinn.
00:54:29: Wie gesagt, was wär auch schon gesagt, das sind ihm gestandene Männer.
00:54:32: Und wenn wir dann wirklich am Anfang, wenn wo wir da waren, also die Kommentare, ich hab mir immer, ich hab die dann immer geschickt, hab gesagt so, ja, ich hab Zwiebeln geschickt, als ob jemand Zwiebeln geschält hat, oder warum muss ich denn die ganze Zeit heulen?
00:54:44: Und ab Minute fünf liefen nur noch die Tränen.
00:54:48: Und das ist dann immer so, wenn du denkst so, ja, krass, ne?
00:54:51: Also, es ist so, und dann auch was, was die sich auch einfallen lassen, ne?
00:54:54: So wie du mich vor letzte Woche angerufen hast mit eben, mit dieser ... mit dieser Schachtel.
00:55:00: Genau, und deswegen haben wir jetzt zum Beispiel auch überlegt, das ist wahrscheinlich der Schwenker jetzt vielleicht auch da, wir haben ja eine Sache auch hier noch, die letztes Jahr gemacht
00:55:10: worden ist.
00:55:11: Genau, als wir letztes Jahr da waren, habt ihr uns einen, ich zeig's euch mal, das haben wir nämlich heute, genau, über den Eisvogel gemalt und ihr habt hinten auch noch mal ein Autogramm.
00:55:23: aufgemacht und unterschrieben.
00:55:25: Und wir haben jetzt im Podcast
00:55:27: ... Es hat ein Gast, also ...
00:55:29: Ja, ich weiß, es hat Tolga nicht selber gemalt.
00:55:31: Ja, und das ist eben wirklich auch, wo wir sagen, das ist Wahnsinn.
00:55:35: Deswegen hatten wir ja auch, vielleicht können wir jetzt noch mal kurz so dieser Better Place-Kampagne.
00:55:40: Das war ja dann auch so, dass wir gedacht haben letztes Jahr, okay, wie können wir auch die Community noch ein bisschen mehr abholen?
00:55:47: Klar, wir haben da irgendwie, wenn wir bei euch sind, so fünf bis zehn Minuten, aber du ... Man kann ja gar nichts, irgendwie gar nichts reinpacken.
00:55:54: Deswegen kam uns die Idee, lass uns doch irgendwie auch noch so eine Kampagne machen.
00:55:58: Erst mal ist es eben auch transparent.
00:56:00: Jeder kann irgendwie auch sehen.
00:56:01: Und wir können auch als Verein eben da auch Projekte vorstellen und alles sozusagen auch noch mal ein bisschen abholen.
00:56:09: Wie ihr ja auch schon gesagt habt, wie wir alle schon wissen, das läuft jetzt, glaub ich, seit zwei Monaten.
00:56:14: Und es sind bis jetzt, stand heute, ähm, vierzehntausend Euro zusammengekommen.
00:56:18: Und es ist einfach nur Wahnsinn.
00:56:20: Also ... Genau.
00:56:22: Und
00:56:23: da ist auch, wenn das bei euch mit, wenn ihr das erzählt, dann merken wir gleich, okay, da ist jetzt wieder Bewegung drin.
00:56:29: Also, das
00:56:29: ist wirklich,
00:56:30: wirklich Wahnsinn.
00:56:31: Genau, das wir machen das auch.
00:56:33: Und wie gesagt, die Leute, wir zwingen ja kein so oder was die Leute wollen, gerne
00:56:37: was geben.
00:56:39: Die wollen
00:56:39: helfen, ja.
00:56:40: Die wollen helfen mit zwei Euro, zehn Euro, egal was die Leute möchten, das gerne.
00:56:43: Und das fühlt sich auch gut für die an.
00:56:45: Das ist einfach das Schöne.
00:56:47: dass wir diese Reisweite haben und dass sie das so machen.
00:56:51: Wundert mich auch, aber es funktioniert ja gut.
00:56:55: Ja, absolut.
00:56:57: Mit dem
00:56:57: Mehrgeld für euch zusammenkommt, desto mehr könnt ihr unterstützen und desto mehr könnt ihr dann machen.
00:57:02: Deswegen da auch nochmal Better Place einfach mal drauf geben und spenden.
00:57:09: Aber ihr unterstützt auch nicht nur uns, sondern ihr seid ja auch generell sehr engagiert, zum Beispiel als mit dem Flutkatastrophe im Ahrteil.
00:57:16: Da wart ihr ja auch sofort dabei und habt da alle Männer zusammengetrommelt und Frauen und habt dann versucht zu helfen.
00:57:23: Und das finde ich auch wirklich noch mal...
00:57:24: Wir waren da, wir sind Sonntags dahin gefahren und haben da
00:57:28: mit aufgeräumt
00:57:29: und schlammgeschöpft.
00:57:30: Auf jeden Fall, er hat das alles ganz gut geklappt und da sind dann hinterher in zwei Schwingen, wir haben dann hinterher ein Auto versteigern und so, sind tatsächlich... die wir dann auch nicht einfach irgendwo hingegeben haben, sondern wir sind eben mit einem Koffer, der hat einen Jungen einen Koffer gehabt und da waren jeweils Zehntausender Bündel drin, sind wir dann durchs Ahrtal oder besser gesagt durch Heimatzeiten und den genden Dörfer, haben das gut recherchiert, hatten da Hilfe vor Ort und sind in die Häuser gegangen, haben sie die Häuser angeschaut und haben den Leuten direkt das Geld gegeben.
00:58:02: Das hat einfach einen riesen Spaß gemacht.
00:58:04: Da muss man eben auch sein, das ist nicht unser Geld, sondern das ist das Geld, was wir geschenkt bekommen haben von unserer Community.
00:58:11: Und dreihundertsechzigtausend Euro
00:58:14: ist schon, oder
00:58:15: ich meine, da sind nur jetzt vierzehntausend, das ist schon echt Geld.
00:58:18: Da kann man schon mal weg vom Essen gehen.
00:58:22: Ja, und das zeigt aber eben auch wieder, genau.
00:58:25: Und es zeigt aber eben auch wieder so, ihr seid die Macher, ne?
00:58:28: Also wie gesagt, ihr macht es einfach und ihr macht es auf.
00:58:32: kurzen und komplizierten Wege und direkt.
00:58:36: Und das ist, glaube ich, das auch, was die Community an euch mag und liebt.
00:58:41: Und deswegen seid ihr auch voll und ganz berechtigt da, wo ihr jetzt gerade seid.
00:58:45: Und
00:58:46: wir vertrauen zu uns.
00:58:48: Wir vertrauen, dass jeder einzelne Cent und vielleicht sogar noch mehr bei euch ankommt.
00:58:53: Das ist auch so.
00:58:54: Das soll jeder ein.
00:58:55: Deswegen bekommt ihr auch so ganzen Hoffnungen, weil jeder einzelne Schein da drin ist, den wir bekommen.
00:59:00: Ja, total.
00:59:01: Und man muss ja eben auch sagen, auch durch eure Community sind ja auch viele Anfragen entstanden.
00:59:08: Also es haben uns ja wirklich auch sehr viele kontaktiert, die eben auch gesagt haben, ich habe... Ich bin selbst daran erkrankt, also ich möchte auch irgendwie andersweilig unterstützen.
00:59:18: Also da muss man ja auch sagen, es sind viele auf uns zugekommen, die eben sich auch da eben auch dann gesagt haben, ich öffne mich jetzt oder ich schön, dass es euch gibt.
00:59:28: Ich bin eben auch selbst erkrankt und das ist ja auch gut.
00:59:30: Also das ist ja auch das, was wir auch immer sagen, man kann nicht oft genug über die Angebote sprechen und dass jeder irgendwie weiß, da gibt's was und da kann ich mich hinwenden.
00:59:42: Und da finde ich eben auch Hilfe und Unterstützung.
00:59:46: Wenn dann wirklich jemand erkrankt, der vorhin schon mit einem Eisbogen vereingespannend war, weiß der, okay, guck mal, da ist schon so ein Anlaufpunkt.
00:59:52: Ja, gut
00:59:52: so.
00:59:53: Lass uns noch, lass uns noch Fröster machen, das ist wunderbar, was jeder tut.
00:59:56: Auf
00:59:57: jeden Fall.
00:59:59: Cittrick.
01:00:00: noch mal vielleicht zurückzukommen, oder besser gesagt, was wünschst du dir denn für junge Menschen, die gerade an eine Krebsdiagnose bekommen haben?
01:00:08: Also was?
01:00:09: Ja.
01:00:12: Deine Superkraft wünschst du dir?
01:00:14: Ja, damit der Superkraft uns echt was machen.
01:00:18: Ja, also ich würde jedem wünschen, meine Logimete zu haben.
01:00:24: Die war wirklich, wirklich sehr, sehr... Entspannt, vergleicht ihr dem, was ich damit bekommen habe?
01:00:30: Also ich meine, ich war zwar vier Wochen auf einer Station, stationär, habe aber auch viele Leute regelmäßig in einem anderen Zimmer Nachbarn gehabt und da möchte ich echt nicht hauen.
01:00:38: Ja, ja,
01:00:39: ja.
01:00:40: Guckst du natürlich rein, das
01:00:41: leid rein.
01:00:41: Da habe ich auch noch Bilder, wo ich einfach sage, wow.
01:00:43: Also ich habe gesagt, ich habe nach vier Wochen hat man echt das Gefühl, lebt es wie jeder.
01:00:50: Stimmt ja nicht.
01:00:51: Es ist auch nicht, ne?
01:00:52: Und es ist auch nicht welche Farbe und Form und so was alles.
01:00:56: Also, ähm, Ich wünsche jedem, der an Leukimi erkrankt, dass es so schnell wie möglich entdeckt wird.
01:01:02: Weil das ist ja nicht die Gasspekte, wo uns ja in der ganzen Zeit damals ja auch ja auch vielleicht gar nicht so bewusst war, es hätte ja jederzeit passieren können, dass ich Neonschlag kriege oder sowas.
01:01:13: Also ich meine, am letzten Tag quasi in Freiheit, wenn du so willst, da habe ich ja schon fast den halben Tag geschlafen, weil ich so so hin war.
01:01:20: Ich habe das gar nicht in den Zusammenhang gebracht, dass mein Nudeln zu gut geht.
01:01:25: Aber ich würde, wie gesagt, jedem wünschen, dass es schnell wie möglich entdeckt wird.
01:01:31: Viel Zuversicht, viel Halt in der Familie, nicht allein sein.
01:01:36: Das ist ein riesen Punkt.
01:01:38: Also, um jetzt mal um meine Patin nochmal anonymerweise zu zitieren, die war inmitten in Corona, hatte sie ihre Leukämie, die gleiche wie ich.
01:01:48: Und sie hat ihre Eltern nicht in Arm nehmen können.
01:01:51: Vier Wochen lang.
01:01:53: Also danach kannst du dir aber direkt in die Kur buchen.
01:02:00: Also da kriegst du ja wirklich, da ist wirklich, da ist wirklich nicht durchmacht.
01:02:04: Also ich würde jedem wünschen, viel Unterstützung.
01:02:12: Ich habe von vielen gehört, dass die auch Scham haben oder Angst haben, darüber zu sprechen.
01:02:16: Das verstehe ich gar nicht, aber ich wünsche dir dem Mut drüber zu sprechen, das auszusprechen, sie Hilfe auch zu suchen, weil das hier auch bei vielen Leuten einen Punkt ist, dass sie für sich selber das klarmachen.
01:02:30: Ja,
01:02:31: das würde ich den Leuten wünschen und natürlich gut besser.
01:02:34: Und jetzt
01:02:34: würden wir gerne mal den Ball zurückwerfen.
01:02:37: Denn bitte überlegt euch doch mal, was ihr uns fragen möchtet.
01:02:44: Was zieht euch daran?
01:02:47: eure Freizeit und euer Ehrenamt so auszügen.
01:02:51: Ich glaube immer wieder, das Gefühl, dass wir mit so einem bisschen Zeit, sag ich mal, ein bisschen in Anführungszeichen halt auch ganz viel helfen können.
01:03:04: Also ich merke immer, wenn ich telefoniere, Stunde anderthalb, wie auch immer, das ist ja für mich ein ganz bisschen kleines bisschen Zeit.
01:03:11: Aber das verändert so viel bei dem Betroffene, mit dem ich dann telefoniere.
01:03:17: Und auch so ein bisschen die eigene schlimme Erfahrung, die ja so eine Erkrankung durchaus war, so was schönem zu machen.
01:03:27: Und dann auch wieder dadurch ein Stück selbst zu heilen und einfach das zurückzugeben, dass ich noch hier sein darf.
01:03:36: Also Dankbarkeit.
01:03:38: Wie fühlt es sich danach, nachdem wir so ein Gespräch hast bei dir an?
01:03:42: Wie fühlt sich das in dir?
01:03:44: Es kommt immer so ein bisschen drauf an, wie derjenige selber auch so aufgestellt sind.
01:03:49: Also wenn jemand sehr positiv ist, es ist auch leichter, dass ich da mit meiner ja doch dann auch irgendwie fröhlichen Art da so ein bisschen andocken kann.
01:03:58: Wenn jemand selber aber wirklich sehr verzweifelt ist, dann ist es für mich natürlich auch anstrengender.
01:04:03: weil ich dann ja auch irgendwie versuche, Tipps zu geben.
01:04:07: Man muss selber natürlich auch lernen.
01:04:08: Ich glaube, das wissen wir alle, also alle Paten, dass man guckt und selber so ein bisschen auch einen Abstand, ne?
01:04:14: Eine Grenze für sich zieht, dass man nicht die Erkrankung des Patenkindes zu seiner eigenen sozusagen macht und sich dann zu sehr damit beschäftigt.
01:04:22: Das ist, glaube ich, ganz wichtig.
01:04:25: Ja, dieser Selbstschutz auch, ne?
01:04:27: Und ja, und es ist eben einfach so ... Bei mir war es dann ganz krass so.
01:04:33: Ich meine, ich war damals in den XXIX, wo die Diagnose kam.
01:04:36: Und für mich hat sehr auch die Diagnose, was wir ja auch schon gesagt haben, auch im Positiven verändert.
01:04:41: Oder für uns.
01:04:42: Wir haben es ja auch gesagt, auch so hart, wie es ist.
01:04:45: Aber wie gesagt, ich bin auch, bei mir war es eben auch so, wie ich war gerade frisch zusammen.
01:04:50: Bei uns war es eben auch in unserer Beziehung so ein Kicker.
01:04:53: Also wir sind mittlerweile über zehn Jahre glücklich verheiratet.
01:04:59: Ich glaube, uns kriegt auch nichts auseinander mittlerweile.
01:05:02: Aber bei mir war es damals auch so, ich habe davor nichts gemacht.
01:05:05: Ich habe mir wirklich die Frage gestellt, wo die Diagnose bei mir kam.
01:05:09: Mensch, Anke, warum lagst du die ganze Zeit auf der Couch?
01:05:11: Warum hast du nicht mal zum Blutspenden gegangen?
01:05:15: Oder warum bist du nicht bei der DKMS registrieren gegangen?
01:05:19: Warum warst du nicht mal im Altersheim oder im ... Obdachlosenerheim und hast ein bisschen Essen ausgeteilt.
01:05:27: Und das war bei mir ganz krass.
01:05:28: Also das kam bei mir so... Und wie warst du schon ganz schön blöd, die Jahre davor?
01:05:34: Und deswegen war für mich dann irgendwie klar, und es gab nichts.
01:05:36: Es gab kein Angebot, was ich eigentlich gebraucht hätte.
01:05:40: Und deswegen war für mich dann relativ schnell klar, auch während der Therapie, ich möchte was ändern, weil ich möchte nicht, dass es gleichgesinnt genauso geht wie mir.
01:05:50: Das ist eben so, wenn wir heute, das hatten wir gestern ja auch kurz in ein Gespräch, das gibt so viel zurück.
01:05:56: Also wir kriegen jeden Tag die Dankbarkeit zu spüren, ob es in einer Nachricht, ob es in ein Telefonat ist.
01:06:03: Also wir kriegen jederzeit und wir sind ja auch sieben Tage, vierundzwanzig Stunden damit in Kontakt.
01:06:09: Also wir haben alle, wir haben unsere Handynummer, wir sind per WhatsApp, sage ich mal, vierundzwanzig Stunden erreichbar für jeden.
01:06:18: Und wir machen es aber gerne, weil wir können mit paar Worten und mit paar Minuten super viel erreichen bei auf der anderen Seite, die gerade eben in einem ganz tiefen Loch ist.
01:06:30: Und das ist, glaube ich, das, was uns da jeden Tag eben bestärkt ist, weiterzumachen.
01:06:36: Und wir machen natürlich auch tolle Sachen, so wie jetzt den Podcast.
01:06:42: Da sind ja auch ganz viele Leute kennen, so viele tolle neue Projekte.
01:06:47: Wir machen gefühlt jeden Tag irgendwie was Neues, ne?
01:06:49: Also macht ja auch ganz viel Spaß.
01:06:50: Ja, schön.
01:06:51: Und gibt ganz viel.
01:06:54: So, jetzt noch eure Superkäfte.
01:06:58: Ja, guter, guter.
01:06:59: Super Moment!
01:07:01: Ich weiß es immer auch.
01:07:03: Schwierig.
01:07:04: Schwierig.
01:07:06: Also fliegen finde ich auch gut Holger.
01:07:10: Der weiß
01:07:10: nur so, weil man sich so aus raus fliegen kann.
01:07:14: Es ist
01:07:15: aber wirklich schwierig.
01:07:16: Freisein.
01:07:16: Es wird irgendwie
01:07:17: gleichzeitig an mehreren Orten sein.
01:07:20: Das wäre auch schön.
01:07:22: Und ganz viel Leben aufsaugen.
01:07:24: Leben im Hier und Jetzt.
01:07:27: Leben im Hier und Jetzt, sehr schön.
01:07:30: Also, aber die Superkraft, die tragen wir alle in uns, ne?
01:07:33: Ja, das stimmt.
01:07:34: Diese Superkraft haben wir alle, die leben hier und jetzt.
01:07:37: Wir müssen uns darauf konzentrieren und fokussieren.
01:07:39: Und das ist natürlich eine Arbeit, weil das alles um uns herum uns einlehrt, immer wieder in die Vergangenheit oder in die Zukunft zu gehen.
01:07:45: Aber das, was wir jetzt gerade machen, passiert nur jetzt.
01:07:49: Absolut, ja.
01:07:51: Nur jetzt.
01:07:52: Und jetzt schon wieder.
01:07:54: Es ist ja nur jetzt.
01:07:55: Und wie gesagt, es ist ja auch so einfach.
01:07:57: Man muss ja gar nicht so viel, mit kleinen Dingen kann man ja auch so viel erreichen.
01:08:02: Und ich glaube, das kann eben auch jeder.
01:08:04: Und das, was Cedric ja auch am Anfang sagte, auch mit der Freundin, das merken wir ja auch.
01:08:10: Es ist ja leider auch jetzt in letzter Zeit, auch in den letzten Jahren, vielleicht auch durch Corona, so ein bisschen auch was gerade in der Welt und wie auch alles passiert.
01:08:18: Wenn wir dann auch im Gespräch, das habe ich zu dir immer gesagt, es ist nicht nur, ich habe Krebs, sondern dann kam ich auch immer gleich so, ich habe auch Depressionen.
01:08:28: Es kommen noch andere Baustellen auch noch mit dazu.
01:08:31: Und dann ist dann manchmal auch so, okay, sprechen wir jetzt eigentlich über die Erkrankung?
01:08:37: Über welche Erkrankung sprechen wir jetzt?
01:08:39: Und welcher ist jetzt wichtiger, die zu behandeln jetzt oder zu besprechen?
01:08:45: Ihr Lieben, wir können noch ganz lange weiter
01:08:48: reden.
01:08:50: Also vielleicht machen wir dann noch mal eine neue Folge für den Zwei oder so.
01:08:54: Das wäre doch eine schöne Sache.
01:08:58: Wir möchten auf jeden Fall ganz herzlich Danke sagen.
01:09:01: Danke für euer Vertrauen, eure Offenheit und die Mut, eure Geschichte, die ja doch sehr sehr persönlich und privat ist, mit uns zu teilen.
01:09:09: Nicht nur mit uns, sondern auch mit allen Zuhörern.
01:09:12: Was ihr bewegt, geht unter die Haut
01:09:14: und macht Mut.
01:09:16: Wir freuen uns auf alles, was wir noch gemeinsam gestalten dürfen, denn wenn Menschen sich zusammentun, entsteht echte Veränderung.
01:09:25: Eure Geschichte zeigt, selbst aus Schmerz kann etwas Kraftvolles wachsen.
01:09:29: Wenn euch diese Folge berührt hat, teilt sie weiter und schaut gerne auf www.eisvorge.live vorbei.
01:09:35: Dort findet ihr mehr zu Citrix-Arrangement und spannende Einblicke in die Autodox-Welt.
01:09:40: Bis ganz bald bei einer neuen Folge von Lebe Jetzt.
01:09:46: Das war Lebe Jetzt, der Podcast vom Eishogel-EV.
01:09:50: Ein herzliches Dankeschön geht an unsere Unterstützer, ab wie Deutschland GmbH und CoKG, AstraZeneca GmbH, Bristol Myers Squibb sowie an alle, die im Hintergrund mitgewirkt und zum Gelingen beigetragen haben.
01:10:04: Produziert wurde dieser Podcast von Pangram Audio, schön, dass du dabei warst.
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