#10 Vom Kämpfen zum Mutmachen
Shownotes
Hinweis: In unserem Podcast sprechen wir über sensible und teilweise emotionale Themen. Hört gern in eurem eigenen Tempo und achtet gut auf euch.
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00:00:02: Da geht ein ganz, ganz großes Loch unter deinen Füßen auf und dann fällst du erst mal ganz weit und ganz tief.
00:00:11: Und sich dann wiederzufinden irgendwie im Alltag und das war super schwierig.
00:00:15: Was hat dir denn in dieser besonderen Zeit und auch danach Kraft gegeben?
00:00:19: Meine Familie damals also das war ein ganz großer Punkt vor allem so diese Gedanken um meinen Sohn.
00:00:26: ich konnte ihn nicht alleine lassen es ging gar nicht.
00:00:28: Also das war so mein Antrieb.
00:00:31: Du gehst einfach durch dunkle Zeiten und wenn du dann so ein Anker
00:00:35: hast, der hilft.
00:00:36: Das ist super!
00:00:38: Wann kam denn der Moment in dem für dich entschieden
00:00:41: hast
00:00:42: ich möchte mich engagieren?
00:00:43: Im Jahr zwei tausend achtzehn war ich in der Reha und da hatte ich dann so für mich schon gedacht Wenn sich die Möglichkeit auftut dann willst du irgendwas zurückgeben Dann musst du etwas ändern.
00:00:53: Und ja
00:00:54: habe ich Katrin kennengelernt
00:00:57: Ja und diese Die Verbindung war von Anfang an so stark.
00:01:01: Ich war ein bisschen mein Retter in dieser Reha-Zeit, muss ich sagen.
00:01:06: Das sage ich immer wieder.
00:01:07: Diese Krankheit führt dich auf Wege, wo du gar nicht mit rechnest?
00:01:10: Ja, einfach eine sehr enge Freundschaft und dann bin ich echt sehr dankbar für...
00:01:16: Dann meint ihr sich irgendwann, wie sieht es denn aus?
00:01:19: Du hast doch bestimmt Bock auf sowas!
00:01:20: Du hast gesagt ja, kann ich mir gut vorstellen.
00:01:27: Ich habe dieses dringende Bedürfnis dauerhaft Menschen helfen zu wollen, wenn's nicht so gut geht.
00:01:32: Und das mache ich solange bis ich halt selber irgendwie die Kiste von oben schließe.
00:01:53: Heute sprechen wir mit jemanden, der seit einigen Jahren unseren Verein aktiv mitgestaltet.
00:01:58: David Thiel, dreiundvierzig aus Kassel, leidenschaftlicher und erfolgreicher Tüchternensspieler.
00:02:03: David war selbst an einen non-Hotschgillenfum erkrankt und hat nach seiner Agnesung beschlossen anderen etwas zurückzugeben.
00:02:10: Als Ehrenamtlicher und Pate begleitet ihr heute andere Betroffene.
00:02:14: Spendet Mut und zeigt das Arrangement auch ein wichtiger Teil der eigenen Heilung sein kann.
00:02:20: Gemeinsam sprechen wir über Freundschaft Motivation und darüber, was das Erdenamt für David bedeutet.
00:02:27: Eine inspirierende Geschichte über Zusammenhalt, Hoffnung und neuen Perspektiven.
00:02:32: Und jetzt sagen wir Hallo David!
00:02:35: Hi!
00:02:37: Schön dass du da bist.
00:02:38: Wir freuen uns.
00:02:40: Ich freue mich auch.
00:02:44: David magst Du Dich kurz vorstellen?
00:02:46: Was Deine Geschichte ist und was die Menschen über dich wissen sollten?
00:02:49: Gerne, also mein Name ist David.
00:02:51: Ich bin dreiundvierzig mittlerweile, wohne jetzt in Kassel und hatte in zwei tausend-und siebzehn die erste Diagnose, die Fuß großzähliges BZL-Lymphom mit Extranodalbefall im Kiefer einer rechten Wange.
00:03:06: das heißt dass dann so ein bisschen was gestreut hat.
00:03:09: Dennach habe ich nach der Schäme auch noch Bestrahlung bekommen und ja war eine schwierige anstrengende Zeit.
00:03:18: Sollten Sie noch etwas wissen über dich?
00:03:21: Außer, dass ich leidenschaftlich gerne, wie du das schon erwähnt hast, Tischtennis spiele und das mittlerweile auch relativ erfolgreich in meinem Bereich.
00:03:30: Und dass ich mittlerweile zum zweiten Mal verheiratet bin, Patchwork fünf Kinder in der Summe.
00:03:36: Das ist immer spannend macht viel Spaß es manchmal auch anstrengend und nervenraubend aber... Ich lieb sie!
00:03:43: Sehr schön
00:03:45: Du hattest ja selbst einen non-Hodgkin.
00:03:48: Wie hat dich denn die Erkrankung geprägt?
00:03:53: Ja, ich muss kurz drüber nachdenken.
00:03:55: Es ist natürlich erst mal so, da geht ein ganz großes Loch unter deinen Füßen auf und dann fällst du erst mal ganz weit und ganz tief.
00:04:02: Und dann musst du das erstmal versuchen zu realisieren.
00:04:08: Wenn du das dann geschafft hast ... Die meisten kennen es ja dann, die damit zu tun haben... Schaust du, dass dir kleine Ziele steckst und die dann auch irgendwann hoffentlich erreicht.
00:04:23: Was hat dir denn in dieser besonderen Zeit und danach Kraft gegeben?
00:04:28: Meine Familie damals.
00:04:29: Das war ein ganz großer Punkt vor allem diese Gedanken an meinen Sohn.
00:04:35: Ich konnte ihn nicht alleine lassen das ging gar nicht.
00:04:38: Es war so mein Antrieb.
00:04:40: Wenn er mal so eine schlechte Phase hat, dann hast du gesagt ne da ist das kleine Würmchen und es braucht dich unbedingt.
00:04:44: Wie
00:04:45: alt war denn so damit?
00:04:46: Ja drei also erst dann in dem Jahr vier geworden.
00:04:50: die drei ist ja geworden.
00:04:52: Er ist zwei tausend vierzehn im Dezember geboren und ist dann in diesem Jahr sehr dreigeworden.
00:04:56: der hat natürlich alles nicht verstanden.
00:04:59: Der hat gesehen irgendwas ist mir den Papa der sieht ein bisschen anders aus aber das wars dann auch.
00:05:03: Aber das war für mich immer so.
00:05:05: der Gedanke der mich vorangetrieben hat weil Du gehst einfach durch dunkle Zeiten und wenn du dann so einen Anker hast, der hilft.
00:05:13: Ist super!
00:05:16: Hat er denn überhaupt noch irgendwie eine Erinnerung?
00:05:18: Weil jetzt ist er ja zehn Jahre älter...
00:05:21: Ja nicht ganz zehn.
00:05:23: Im Dezember wird er elf.
00:05:26: Er hat mal Fotos gesehen, warum hast du da keine Haare?
00:05:31: Und dann habe ich ihm versucht kindgerecht zu erklären Was das so war, hab ich halt gesagt.
00:05:35: Der Papa war mal schwer krank und jetzt geht's immer wieder gut.
00:05:39: Und dann ist das auch okay, der fragt dann noch nicht weiter nach.
00:05:42: Also wenn er irgendwann nochmal Fragen hat beantwürdig die gerne.
00:05:45: aber ja... Ich hatte halt mal eine wilde Frisur!
00:05:51: Wann kam denn der Moment in dem für dich, dass du für dich entschieden hast, ich möchte mich engagieren?
00:05:59: Wenn der kam spätestens mit dem Zeitpunkt wo ich wusste Ich hatte keinen Anlaufpunkt.
00:06:06: Ich war dann in den Reha, da wusste aber auch so keiner, wo man dich hinstecken sollte.
00:06:13: und da hab ich für mich gedacht, wenn sich die Möglichkeit auftut, willst du was zurückgeben?
00:06:18: Dann musst du etwas ändern.
00:06:21: Später kam mir ein glücklicher Umstand!
00:06:25: Dazu kommen wir später noch dazu.
00:06:29: Welche Rolle spielt dein Ehrenamt heute in deiner eigenen Krankheitsverarbeitung?
00:06:34: Ja gut, ich habe ja meine Krankheit mittlerweile verarbeitet.
00:06:36: Also das ist auch ganz wichtig.
00:06:39: Ich kann das alles nur machen weil ich durch bin damit und ich glaube dass das große Gut was man dann halt so geben kann ist Dass du weißt was du da tust und wofür du es tust Und was du damit erreichen möchtest.
00:06:53: und Ich kann mir das halt ohne Ehrenamt bei mir gar nicht mehr vorstellen Weil ich hab dieses dringende Bedürfnis dauerhaft Menschen helfen zu wollen den's nicht so gut geht.
00:07:03: Und das mache ich so lange, bis ich halt selber irgendwie die Kiste von oben schließe.
00:07:08: Sehr schön!
00:07:10: Wie bist du denn zu uns gekommen?
00:07:12: Also zum Eisvogel.
00:07:14: und was machst du eigentlich konkret bei uns?
00:07:17: Ich trink einen Schluck.
00:07:20: Kein länger dauern... Also zum Eisfugel bin ich gekommen.
00:07:24: Ich war ja dann noch mal in einer separaten Reha-Zweitausendneunzehn.
00:07:28: Da habe ich jemanden gen gelernt.
00:07:32: Das ist vielleicht auch am Tisch.
00:07:33: Ja, die Sitz vielleicht am Tisch und die Zuschauer oder die Zuhörer, Entschuldigung ... Ich guck jetzt nach rechts damit ihr so wisst, wie das abläuft bei uns.
00:07:42: Habe ich Katrin kennengelernt?
00:07:44: Mhm.
00:07:44: Und es war zu dem Zeitpunkt eine kleine verlorene Seele.
00:07:51: Wir haben uns sehr gut sofort verstanden.
00:07:53: Wo
00:07:54: habt ihr euch kennengelernen?
00:07:55: noch mal für die Zähler?
00:07:56: In der schönen Klinik in Bad Oeksen.
00:07:59: Reha-Klinik.
00:07:59: Genau, die Reha Klinik genau!
00:08:02: Und ja dann kamen wir ins Gespräch und da haben wir eigentlich so fast dauerhaft aufeinander gehangen.
00:08:07: Wir haben halt alles irgendwie zusammen gemacht.
00:08:09: wie man machen konnte sind das Gespräch gekommen und dann ist halt auch der Name anke gefallen und Eisvogel und dann hat man sich darüber unterhalten.
00:08:17: Ja was wolltest du noch alles wissen?
00:08:21: Was du beim Eisvogel alles machst.
00:08:23: Was ich alles mache beim Eis-Vogel, mittlerweile ganz schön viel und das mach' ich total gerne und... Ich würde gerne mehr machen aber ich arbeite nebenbei noch vierzig Stunden und hab noch so was ein oder andere zu tun mit Ehrenamt für Kinder und was weiß ich?
00:08:38: Aber in der Uniklinik Göttingen wo ich behandelt wurde bin ich mindestens zweimal im Jahr zu Gast auf den onkologischen Station.
00:08:49: ich teile dort Ostergeschenke oder Weihnachtsgeschenken und dann haben wir noch Basare, Osterbasar, Weihnachtsbasar.
00:08:56: Mit denen bin ich in sehr engen Kontakt auch so nebenbei für neue Studis im medizinischen Bereich.
00:09:04: da darf ich dann auch mal vorsprechen und dort die Inhalte von Selbsthilfegruppen weitergeben und auch halt warum sie so wichtig sind.
00:09:12: das ist halt auch mittlerweile in der Medizin so dass die Wir versuchen einen Augenmerk draufzulegen, wenn ihr in dem Bereich geht, dann müsst ihr auch gucken.
00:09:20: Da gibt es Selbsthilfegruppen und da sitzt ja kein Arzt.
00:09:25: Also wir sind keine Ärzte, wir können keine fachliche Expertise geben aber wir haben halt andere Qualitäten.
00:09:31: Und ich bin noch natürlich Pate bei Eisvogel hatte nebenbei beim Treffpunkt für junge Erwachsen mit Krebs wo ich jetzt zu alt fühl bin Gott sei Dank, kann man ja sagen.
00:09:47: Da war ich auch Pate und mittlerweile in Summe sind es neun Patenkinder.
00:09:54: Vier davon gibt's leider nicht mehr die haben es leider nicht geschafft die Erkrankungen zu bewältigen aber die anderen fünf mit denen bin ich auch noch im Kontakt persönliche Treffen Kaffee trinken Schnacken nebenbei und so.
00:10:07: und das Ja gibt so viel zurück dass macht unwahrscheinlich viel Spaß.
00:10:12: Ja, ich hätte gerne keine Patenkinder mehr.
00:10:14: Aber dann heißt das nämlich auch, dass wir keine Erkrankten mehr haben.
00:10:18: Wir arbeiten daran!
00:10:19: Ich hab ja auch mal gesagt, es ist so ein bisschen der Standardspruch am Anfang.
00:10:24: Im besten Fall gibt's unseren Verein gar nicht?
00:10:27: Ja, aber jetzt gibt es uns und wir machen das glaube ich ganz gut.
00:10:29: Genau.
00:10:31: Und schön, dass du eben wie gesagt so engagiert bist
00:10:33: auch.
00:10:34: Ich tue mein Bestes.
00:10:35: Wie gesagt, wenn ich mir Zeit hätte ... Der Tag dürfte sechs oder drei Stunden haben, den könnten wir auch füllen, aber es ist halt schwierig.
00:10:42: Und wie gesagt, das ist ja glaube ich auch nur ein kleiner Auszug.
00:10:45: Wir können gleich nochmal auf die einzelnen Themen noch mal ein bisschen darauf eingehen.
00:10:50: Genau.
00:10:52: David gibt es da Momente, die dir ganz besonders in Erinnerung geblieben sind?
00:10:59: Die dritte und vierte Chemo war sehr anstrengend.
00:11:03: Ich habe die ersten Chemos über die Wäne bekommen.
00:11:06: dann haben sich meine Wänen verabschiedet.
00:11:10: Mittlerweile sind die sehr zugesetzt und da kommt nicht mehr viel Blut raus oder rein, ne?
00:11:15: Und dann habe ich einen zentralen Wehenkatheter bekommen.
00:11:19: Da ging es mir nicht gut.
00:11:20: Also nach der dritten da ... ja weiß ich nicht, hättest du auch eine Leiche ausgraben können.
00:11:26: Die hätte wahrscheinlich mehr Angeschmarr gezeigt als ich.
00:11:28: Und da ging's mir überhaupt nicht gut!
00:11:34: Ich glaube so dieses Loch in das ich gefallen bin, nachdem ich alle Behandlungen durch hatte... Du hattest keine Ziele mehr oder du hattst keine festen Rituale mehr, keine Termine mehr.
00:11:43: Die Behandlung war da durch, Bestrahlung war durch und dann hast du dann nur noch diesen Rhythmus.
00:11:47: Du solltest dann jedes Quartal kommen und dann nur doch jedes halbe Jahr und so... Und sich dann nochmal wiederzufinden im Alltag.
00:11:56: und das war super schwierig!
00:11:58: Das sind die Momente während der Erkrankung oder kurz danach, die mir wirklich im Gedächtnis geblieben sind?
00:12:04: Aber gibt es dann auch schöne Sachen, vielleicht jetzt schon wieder ein bisschen auf den Verein bezogen?
00:12:09: Ja,
00:12:10: die waren immer präsent.
00:12:13: Du hast tolle Menschen kennengelernt.
00:12:17: Das ist ja so dieses Paradoxe.
00:12:21: Du lernst auf einmal Menschen kennen.
00:12:23: Das sind wundervolle Menschen und die hättest du ohne diese Erkrankung nicht kennengelernt.
00:12:29: Das muss man sich mal vor Augen haben.
00:12:30: und auch so diese ganze Wertschätzung für das Leben, ganz anderes.
00:12:34: Diese Kleinigkeiten die du immer so abgetan hast ja ist halt so.
00:12:38: Die sind jetzt auf einmal wertvoll viel wertvoller als vorher.
00:12:42: Von daher eigentlich kannst du jede Begegnung mit den Menschen als wundervolles Erlebnis deklarieren.
00:12:49: von daher oder jeder Aktion die wir durchgeführt haben.
00:12:52: Ich erinnere nur an das Patenwochen Ende in Kassel das war sensationell Genau.
00:12:57: Aber ich krieg schon von links hier hinten ein Fingerzeichen, da kommen wir noch zu meiner Lieben!
00:13:05: Was bedeutet dir denn das Ehrenamt persönlich?
00:13:08: Mir persönlich alles.
00:13:10: Alles ist vielleicht übertrieben aber sehr viel.
00:13:13: Es ist für mich halt ein wichtiger Bestandteil in meinem Leben geworden und es erfreut mich einfach wenn du im Ehrenamt aktiv bist und kriegst dann eine positive Rückmüllung ein Lächeln oder so was... Das reicht mir schon, das ist Bezahlung genug.
00:13:29: Es ist mittlerweile meine Pflicht, das durchzuführen weil ich möchte einfach was zurückgeben.
00:13:34: Ich hab ne zweite Chance bekommen und die möchte ich nutzen und möchte anderen helfen denen es nicht gut geht.
00:13:39: Deswegen bedeutet mir das sehr viel.
00:13:41: Ich find's bist immer wieder beeindruckend bei wie du es ja auch schon am Anfang gesagt hast Du bist ja eben auch Familienvater fünffacher Und hast ja noch einen vierzehn Stunden Job.
00:13:53: wenn man immer so denkt Krass, was du alles auch noch nie dabei so machst.
00:13:57: Wir machen es ja auch, wir kriegen's nicht mit.
00:13:59: aber wenn man dann mal das bei jemandem anders sieht vom Wegen ja auch Tischtennis sehr engagiert da irgendwie auch ehrenamtlich da und wie total viel natürlich beim Eis fuhr ich mir denke wann macht er das eigentlich?
00:14:12: Wenn meine Kinder und meine Frau schlafen... Ich muss halt auch in der Stelle ein ganz großes Kompliment an meine Frau raus schicken.
00:14:20: Die ermöglicht mir das.
00:14:21: Die schaufelt da frei, nimmt die Kinder ab und macht dies.
00:14:25: Die geht selber vierzehn Stunden arbeiten also... Wahnsinn!
00:14:27: Das ist halt wirklich Teamarbeit.
00:14:30: Und kann ich nur meinen Hut verziehen?
00:14:33: Ich bin sehr dankbar dass ich jemanden gefunden habe der mir das einfach freiräumt und halt auch erlaubt.
00:14:41: Das muss man halt auch sagen nicht selbstverständlich.
00:14:45: Jetzt kommen wir zum Thema Patenschaft.
00:14:49: Du hast ja schon erzählt, dass du Pate bei uns bist.
00:14:52: Wir freuen uns auch sehr darüber.
00:14:53: Vielleicht kannst du den Zuhörern noch mal erzählen?
00:14:57: Wie das Ganze eigentlich abläuft.
00:14:59: Das kann ich gerne versuchen.
00:15:02: In der Regel ist es so ... Anfrage rein und dann wird im Netzwerk geschaut, wer passt relativ gut zu dem potenziellen Patenkind.
00:15:14: Es werden halt geschaut Alter, Region, Erkrankung Das sind ja wichtige Bestandteile.
00:15:20: Ich kann ja keiner Brustkrebspatientin dann irgendwas von Brust Krebs erzählen oder berichten aus eigener Erfahrung, wobei wir natürlich sowieso primär mit Lymphom und Leukämie-Patienten zu tun haben aber wir schicken ja niemanden weg.
00:15:34: wenn er zu uns kommt wird der im Netzwerk weiter vermittelt.
00:15:37: Aber das sind so diese Eckpunkte und wenn das dann gut matcht Im besten Fall ist es natürlich so dass dir eine ähnliche oder die gleiche Erkrankung hat damit du dann wirklich bestmöglich helfen kannst, Frage Antwort stehen kannst.
00:15:51: Das darum geht es ja weil ein Arzt kann viel erzählen aber wenn du selbst betroffen warst und kannst dann aus deiner Perspektive erzählen wie's dir ging nach der ersten Schema oder der zweiten Schema.
00:16:02: Ich nenne jetzt keinen Namen aber ich hatte auch einen Gespräch und die hat halt ganz individuelle Fragen gestellt ne?
00:16:09: Und die kann dir kein Arzt beantworten.
00:16:11: dafür sind wir halt da.
00:16:12: Wir können das sehr gut, wir können das gut nachvollziehen.
00:16:15: Wir sind selber den Weg gegangen und du kannst denen halt echt viel Druck nehmen.
00:16:21: Das ist erstaunlich, was ein paar Worte all das beeinflussen.
00:16:24: Es ist immer wieder erstaunt welchen Mehrwert du dann hast und wie gut sich auch das Patenkind fühlt.
00:16:33: Ziel ist natürlich für mich persönlich gemeinsam Kaffee trinken irgendwann ... alles durch ist, wenn die Therapien durch sind.
00:16:42: Wenn der Gesundheitszustand gefestigt ist und auf diesem Weg begleiten wir halt unsere Patenkinder.
00:16:46: Rede und Antwort!
00:16:47: Wir vernetzen...wenn da Bedürfnisse sind dann gucken wie ob wir sie irgendwie erfüllen können.
00:16:55: was halt auch immer so ein Punkt ist es halt so finanzielle Unsicherheit.
00:16:58: da können jetzt eher weniger machen aber wir können halt vermitteln an Stellen die dann halt entsprechend Pakete anbieten und so.
00:17:04: also wir sind halt.
00:17:05: ich habe auch immer gesagt Ich bin Muss man nicht immer machen, um Gottes Willen.
00:17:11: Ich hab das von mir aus so durchgegeben ... Von daher ist mein Bestreben.
00:17:19: Ja, genau.
00:17:21: Das hast du schon die nächste Frage beantwortet.
00:17:25: Die wäre nämlich wie begleitest du andere Betroffene?
00:17:29: Aber vielleicht noch mal kannst du noch mal gezielt drauf eingehen.
00:17:32: Hast du für dich irgendwie eine Methode, wo du dann sagst okay... da gehe ich so und so vor.
00:17:39: Wir geben es ja jetzt nicht vor, das ist ja immer auch individuell.
00:17:44: aber vielleicht hast du für dich eben auch vom Selbstschutz her?
00:17:47: Ja also es ist ja auch entscheidend wie der Gegenüber sich öffnet oder wie verschlossene er ist.
00:17:54: wenn ich merke der die redet gerne dann höre ich erst mal zu.
00:17:58: Dann mache ich mir Notizen nebenbei.
00:18:00: Das ist ja meistens so das Erstgespräch Telefon weil persönlicher Austauscher sehr schwierig in der Phase Und dann mache ich mir Notizen dabei, höre zu.
00:18:08: Wenn ich aber merke ja du musst halt ein bisschen nachhelfen weil da kommt jetzt nicht viel weil vielleicht weißt er gar nicht was er erzählen soll sondern stelle ich halt gezielt Fragen die halt wichtig sind alter welche Erkrankung genau welcher zyklus ist angedacht?
00:18:23: in der chemo gibt es ja dann verschiedene zwei wochen drei wochen vierwochen und also was.
00:18:28: das klappe ich dann erst mal ab und dann natürlich immer ist entscheidend was was erwartet dass patenkind schaut man halt kann man diese bedürfnisse erfüllen.
00:18:37: aber viele sind einfach nur dankbar fürs zuhören oder einfach meine frage beantworten.
00:18:45: und ja dann muss man halt alles.
00:18:48: also ich mache es sehr individuell und natürlich immer respektvoll und nicht zu forschen.
00:18:55: wirklich glaube ist auch ziemlich wichtig dabei dass man so ein gespür hat für den menschen das man empathisch ist und deswegen muss man halt auch, weil du gerade Selbstschutz sagtest sollte man erst wirklich das Amt des Partner übernehmen wenn man selber durch ist damit.
00:19:11: Ja, wenn man weiß okay ich kriege jetzt keine Flashbacks und habe selber noch an gewissen Dingen zu knabbern und so.
00:19:17: Das sollte halt jedem bewusst sein, weil es kommt immer wieder Dinge auf die Münzen auch auf dich und wenn du dann nicht gefestigt bist und fällst dann selber wieder in so ein depressives Tal sag' ich mal... Ist das für beide Seiten nicht so schön?
00:19:32: Da hab ich halt auch immer aufgepasst.
00:19:33: und wo ich halt gesagt habe, das mach' ich nicht.
00:19:35: Das kann ich nicht ist Kinderunkologie.
00:19:39: Da wurde ich auch gefragt aber da hab ich sofort nein gesagt weil das kann't ich nicht!
00:19:43: Da hab' ich eine Grenze bei mir gezogen.
00:19:45: Ich hab selber Kinder... Und wo ich Strahlentherapie hatte war ich ganz unten.
00:19:49: Dann hab ich die Kinder gesehen wie sie mit dem Rollstuhl hin- und hergefahren wurden.
00:19:52: Es war für mich grausam hoch zwanzig und das mache ich nicht.
00:19:55: Alles andere ist okay alte Menschen und so und mein Alter.
00:20:00: Aber Kinder Kann ich nicht, mach' ich nicht und werde hier auch nicht
00:20:03: machen.
00:20:04: Das ist aber auch ganz wichtig, dass man selber für sich rausfindet.
00:20:07: Wo ist denn meine Grenze?
00:20:08: Was kann ich dann auch wirklich selber ertragen?
00:20:11: Richtig!
00:20:13: Ich liebe Kinder über alles und deswegen kann ich es nicht.
00:20:16: Genau, ja, ja.
00:20:18: Wenn ich jetzt irgendwas zum Beispiel Büroklammern mag', ich überhaupt nicht... Und
00:20:23: die größte Herausforderung so bei den Patenschaften was meinst du?
00:20:27: Was ist das dann für dich?
00:20:29: Die größte In.
00:20:31: mittlerweile bin ich ja, kannst du sagen ein alter Hase.
00:20:38: Ich mach das glaube ich jetzt fünf Jahre schon und mittlerweile hört sich jetzt vielleicht doof an aber ich habe keine Herausforderung Weil ich hab jetzt meinen Weg gefunden und kann mir den Dingen umgehen.
00:20:49: Am Anfang war jedes Patenkind eine Herausforderung, weil jedes individuell ... Aber jetzt bin ich in der Lage da, individuell darauf einzugehen.
00:20:58: Und das sind für mich keine Herausforderungen mehr, sondern es sind einfach so neue Wege, sag' ich mal, dass Paten kinder hinzuführen, wo wir beide
00:21:06: hinwollen.
00:21:07: Achso, Erfahrungswert dann einfach?
00:21:09: Lauf der Zeit und ... Hast
00:21:10: du einfach nach der Zeit?
00:21:11: Nein, man ist ... waren jetzt neun irgendwo gleicht es sich dann, aber neuen verschiedene Personen.
00:21:20: Du machst deine Erfahrung und deswegen herausfordernd ist es natürlich emotional irgendwie weil du weißt okay da ist jetzt jemand den geht's nicht gut.
00:21:30: das ist so im ersten moment okay tief durchatmen sädeln und dann gehts weiter.
00:21:36: ja ich finde auch immer die frage kommt bei mir auch immer öfter wie kannst du es überhaupt also jeden tag Wie kannst du es selber und wie überhaupt verarbeiten?
00:21:47: Das habe ich auch sehr schön gesagt.
00:21:51: Man überlegt gar nicht, man macht einfach weil man möchte ja den anderen irgendwie helfen.
00:21:56: aber das stimmt eben schon mit den Monaten oder auch mit den Jahren hast Du ja auch diese Erfahrung und weißt auch wie Du damit umgehen musst.
00:22:05: da klar Manche beruhigt sich so extrem, dass du da jetzt auch mit denen zusammen weinst.
00:22:12: Aber es ist schon so, dass man das weiß.
00:22:17: wie gehe ich damit um oder damit um?
00:22:20: Du hast die Routine auch so.
00:22:25: Ja und ich finde immer wieder dieses, du weißt genau ... Die halbe Stunde wie auch immer, wie lange ein Gespräch geht hilft demjenigen derjenigen halt so immens.
00:22:35: Und viele sagen ja auch Mensch die uns vielleicht erst später finden nach hätte ich euch schon mal während der Therapie gekannt und das wäre vielleicht dann vieles leichter gewesen.
00:22:48: Es wird immer mal ein Gesprächsthema geben oder einen Moment geben wo du dann selber erstmal so Wow, was mache ich damit jetzt?
00:22:55: Aber das ist völlig normal.
00:22:57: Das ist völlig menschlich und dann musst du halt gucken... Ich kann mich daran erinnern, ich hatte ein Patenkind, der irgendwann dieses Wort Suizid mal in den Mund genommen hat und es ist kritisch.
00:23:13: Dann musste echt aufpassen wie du da rangehst und hat sich mittlerweile Gott sei Dank wieder zum Guten gewandt, aber halt auch nur mit professioneller Hilfe.
00:23:23: Du kannst da als Pate nichts machen!
00:23:25: Du bist nicht ausgebildet?
00:23:26: Also ich bin es jedenfalls nicht.
00:23:28: vielleicht haben wir den ein oder anderen das weiß ich nicht... Aber ist es halt auch deine Pflicht wenn du das hörst dann halt ihn irgendwie daran zu bringen dass er sich dem dann stellt weil Stell dir mal vor, du hast das Gespräch und zwei Wochen später hörst du dann da ist irgendwas passiert
00:23:45: in der Richtung.
00:23:46: Das verzeihst du dir nicht.
00:23:48: Da muss man halt echt aufpassen.
00:23:49: aber das war Gott sei Dank nur einmal und das möchte ich auch ehrlich gesagt nicht noch mehr erleben.
00:23:54: Deswegen sagen wir auch immer wir sind keine medizinische Beratung sondern einfach eben unsere eigene Erfahrung und ich glaube
00:24:04: das
00:24:04: hatte ich jetzt eigentlich auch so die ganzen Jahre über auch nicht einmal gehabt,
00:24:10: dass
00:24:11: jemand wirklich jetzt so Medizin ... also einfach der Erfahrungsaustausch.
00:24:17: Das ist eben das was wir auch gesagt haben.
00:24:21: sie sind unfassbar dankbar für diese Stunde oder zwei Stunden die du einfach nur zuhörst und da bist ja und einfach sozusagen die Fragen auch beantworten kannst
00:24:34: Ja und ich finde immer, es ist einfach nur unsere eigene Geschichte.
00:24:40: Und die wir teilen...
00:24:42: Lass das einfach immer weg!
00:24:45: Es ist unsere Geschichte.
00:24:48: Was macht ihr denn am meisten Freude?
00:24:53: Schokoladisch.
00:24:57: Ja nicht.
00:24:59: Da kommen wir später glaube ich noch mal zu.
00:25:04: mit Menschen zusammen zu sein und Abseits, also jetzt auf den Verein bezogen.
00:25:12: Das ganze drum herum die Kommunikation der Austausch Gespräche mit dem Patenkindern Es macht alles Spaß.
00:25:20: Naja es gibt auch mal Momente wo du dann selber nicht so gut drauf bist und dann musst du dich ein bisschen zurücknehmen.
00:25:25: aber die sind Gott sei Dank eher selten Und das macht mir Alles Freude.
00:25:30: und privat natürlich Frau, Kinder, Hobbys.
00:25:33: Er hat meine Einstellungen schon Leben auch geändert.
00:25:37: Mittlerweile lebe ich die Tage anders.
00:25:40: Ich bin fröhlicher, freudiger.
00:25:42: Klar, ich denke immer noch viel über dich nach und du bist ja dann sensibilisiert was dein Körper betrifft.
00:25:48: und wenn da mal was nicht so ist wie es sein soll ... Dann bist du eher beim Arzt als andere.
00:25:54: Aber das ist
00:25:55: ja auch gut so!
00:25:56: Ja aber ansonsten bereitet mir Mittlerweile echt alles Freude.
00:26:00: Sehr schön, ich hab übrigens auch gedacht so... Ich wär unbedingt mal ein Mattischdienst gegen dich spielen.
00:26:05: Nein das möchtest du nicht!
00:26:07: Doch,
00:26:09: ich habe schonmal...
00:26:10: Ich hab mit links gespielt.
00:26:11: Da warst... Ja und Du warst
00:26:13: ja ja.
00:26:14: Das war lieb.
00:26:18: Kein Gutspiel, wahrscheinlich so gut.
00:26:20: Aber einmal müssen wir auf alle Fälle mal gerne spielen!
00:26:21: Ja,
00:26:21: können wir gerne machen.
00:26:22: und jetzt wenn du schon das Tischtennis ansprichst, dann möchte ich jetzt mal Werbung in eigener Sache
00:26:26: machen.
00:26:26: Mach es bitte!
00:26:27: Ich
00:26:27: bin diese Saison habe ich mittlerweile in der kurzen Saison vier Titel geholt.
00:26:33: Ich bin Kreismeister geworden Bezirksmeister geworden, Bezirkermeistersenion geworden und hab das Turnier Entgedan gewonnen und möchte hessische Gemeinschaft... gewinnen und möchte gerne dann nächstes Jahr im Juni an den deutschen Meisterschaftenteil nehmen.
00:26:49: In der Leistungsklasse bis zu den Sechzehnhundert, nicht dass jetzt der eine oder andere kommt, hey so gut bist du doch gar nicht!
00:26:54: In der Leistungsklasse bis zum Sechzenhundert.
00:26:56: kann ich das schaffen?
00:26:56: Ja wir haben verschiedene Leistungsklassen und die Tischtennis auf vielen.
00:26:59: die werden wissen was ich meine aber ich bin sehr... doch muss ja irgendwas nach der Erkrankung machen.
00:27:09: Ich war ja auch mal dreißig Kilo leichter und dann kam halt die Nachwirkung der Chemo, dann sind meine Knochen kaputt gegangen.
00:27:15: Und dann konnte ich nicht mehr so viel laufen und Tischtennis geht
00:27:19: von daher.
00:27:20: Ja aber zum Tischtennissen nochmal kurz?
00:27:22: Wie lange seit wann spielt du Tischtennes?
00:27:24: Lass mich kurz überlegen, seit ein neunzehnt hundert und...
00:27:28: Ach so, doch schon so
00:27:29: lange.
00:27:29: ...feinbundneunzig.
00:27:30: Ah okay.
00:27:31: Meinst du das ist jetzt einfach ein bisschen schleichender Prozess?
00:27:35: Das
00:27:35: war's ja immer so.
00:27:36: Ich
00:27:36: gehe da hin und dann, nee, wir können gerne mal, ich biete auch Coachings an und drehe ihn.
00:27:41: Also wenn du möchtest... Ja, wir gucken
00:27:43: mal ob wir hier irgendwo... Du
00:27:44: spielst wieder mit links, dann machen
00:27:45: wir mit links!
00:27:49: Zurück nochmal zum Ehrenamt.
00:27:51: Was möchtest du den Menschen mitgeben oder erzählen, die auch überlegen sich ehrenamtlich zu engagieren?
00:27:59: Die brauchen eigentlich gar nicht zu überlegen.
00:28:00: das macht einfach so viel Freude und ist es so wertvoll?
00:28:06: Klar hat man da bestimmt Respekt vor sollte man noch haben keine Frage.
00:28:10: aber wenn man erst mal dabei ist und sich das mal angeschaut hat So zum ersten Mal ehrenamtlich tätig war, dann wird man ganz schnell merken wie viel das einem zurückgibt und wieviel Gutes man tun kann.
00:28:20: Deswegen wenn jemand mit dem Gedanken spielt soll er doch einfach Kontakt aufnehmen.
00:28:24: Dann kommt der mit zu einem Event ob es ein Weihnachtsbasaar ist oder einen Weihnachtsmarkt oder irgendein Kongress oder sowas und schaut sich das einfach mal an.
00:28:34: Da sagt keiner nein und dann wird er dafür ein Gespür bekommen.
00:28:38: und das sind halt auch alles tolle Menschen.
00:28:41: Also da ist jetzt keiner, der dann mit dem Finger auf einen zeigt.
00:28:43: Da guckt ihr mal den an oder das?
00:28:45: Es gibt es halt glücklicherweise bei uns nicht weil wir alle wissen wie wertvoll das ist und von daher kann ich nur sagen und einladen wer möchte wenn mir dem Gedanken spielt einfach Kontakt aufnehmen und dann finden wir dann weg Wir haben genug Arbeit.
00:28:59: Ja wir haben ganz viel
00:28:59: Arbeit Und ich finde dass hat auch immer wenn wir auch alle so zusammen sind eine besondere Energie.
00:29:04: Ja finde ich auch Wir müssen jetzt kein Heer darum machen, aber wir drei sind ja schon eng befreundet.
00:29:15: Aber zwischen euch beiden besteht noch mal eine ganz besondere Verbindung.
00:29:21: Was bedeutet euch Katrin und David diese Freundschaft?
00:29:26: Und welchen Einfluss hat sie auf das Arrangement beim Eis vorgedeht?
00:29:32: Es geht sofort an mich die Frage!
00:29:37: Eure Beziehung erzählen.
00:29:40: Also, die Verbindung ist ja ... Wenn eine Beziehungen dann, ist sie rein platonisch und ich sag mal so, ihr habt ja vorhin schon angeteasert, wir haben uns ja kennengelernt in Öksen.
00:29:54: Ich guck gerade rüber.
00:29:55: Sie zieht schon die Brille runter, das wird gefährlich!
00:29:59: Wir müssen die Taschentücher hier schon mal platzieren.
00:30:01: Ja genau und er hat mir ganz fest vorgenommen heute stark zu bleiben für Katrin.
00:30:06: Danke!
00:30:08: Und ja wir haben uns ja in Öxen kennengelernt.
00:30:11: Sag
00:30:11: nochmal Bad
00:30:12: Öxon?
00:30:13: Die Reha-Klinik im Bad ÖXEN.
00:30:19: Du warst glaube ich schon da
00:30:20: ne?!
00:30:21: Genau.
00:30:21: Du warst schon da und warst ein bisschen verloren, hatte ich so das Gefühl?
00:30:25: Und dann kam ich halt irgendwie dazu... ...und dann hat das irgendwie die Chemie hat gestimmt!
00:30:29: Wir haben miteinander gesprochen.. ..und dann hast du schon gemerkt okay, das matcht, das passt gut.
00:30:36: Damals habe ich sie ja kennengelernt jetzt nicht so mit schön langen Haaren wie es ist jetzt hat sondern sie war ja wirklich... Sie hatten eine schnittige Frisur wenn ich das so sagen darf.
00:30:43: Von Wardes welches
00:30:43: Jahr?
00:30:44: Zwei tausend
00:30:46: neunzehnteinzehn Jahre.
00:30:47: Ja und dann ja wie gesagt haben wir dann uns zusammengefunden und wie gesagt, ich war ja schon einmal da.
00:30:54: Habe ich sie so ein bisschen mit an die Hand genommen und war das Zweier gespannt und dann kamen immer mehr Leute dazu, die unsere positive Energie irgendwie wahrgenommen haben weil es waren schon anstrengende Menschen da.
00:31:06: Oh ja.
00:31:07: Aber es gibt halt solche und solche, ne?
00:31:09: Und man muss sich halt auch vorstellen das ist eine Reha-Klinik und davor sind Raucherpaar wie Jungs.
00:31:14: Das fand ich dann schon so pervers tatsächlich.
00:31:17: Wenn du da lang gehst, du gehst zu deiner Übung und dann rauchen da erst mal welchen mit dem Lungengrad ziehen.
00:31:21: Wow!
00:31:22: Es ist schon übel.
00:31:24: Aber gut, wir schweifen aus.
00:31:28: Dann haben wir die drei Wochen, die ich dann da war ... Wann find ich dann noch zweieinhalb, glaub ich?
00:31:34: Dann haben wir zusammen verbracht und sofort Nummern ausgetauscht.
00:31:38: Dann hat sie erzählt, dass ihr der Eisvogel und Anke ... Mir war es noch gar nicht so bewusst.
00:31:45: Da meinte sie irgendwann, wie sieht's denn aus?
00:31:47: Du hast doch bestimmt Bock auf sowas!
00:31:49: Ich hab gesagt ja, kann ich mir gut vorstellen.
00:31:52: Und da hat sich wirklich eine dicke Freundschaft entwickelt, weil die Krankheit halt uns so ... Verbunden, sag ich mal.
00:32:01: Da kannst du wirklich ... Das sage ich immer wieder.
00:32:05: Diese Krankheit führte dich auf Wege, wo du gar nicht mit rechnest.
00:32:08: Und das war so ein Weg und ... Ich sag das jetzt nicht!
00:32:14: Macht doch ruhig!
00:32:16: Ja, sie war halt in der Zeit für mich auch so einen Anlaufpunkt.
00:32:19: Ein wundervoller Mensch, mit dem wir sprechen konnten.
00:32:22: Weil ich war halt auch alleine zu dem Zeitpunkt.
00:32:25: Meine Ex-Frau hat mich dann halt auch ... kurz nach der Therapie, Ende der Therapien verlassen.
00:32:31: Ist dann mit meinem Sohn weg und war halt auch ein bisschen so'n verlorner Sohn ne?
00:32:35: Und dann war das halt toll, dann so einen Menschen kennenzulernen und haben halt viel erzählt und hätte sie ja gar nicht denken können eigentlich, aber das war so irgendwie ... ist halt so, passt ne!
00:32:46: Aber du lernst ganz viele Leute kennen... Ja, ey wir bleiben in Kontakt auf jeden Fall, wir sprechen uns im Fünfjahr nochmal.
00:32:54: Also ich sag mal von damals hab ich jetzt tatsächlich nur ganz, ganz flüchtig mit Frank mal zu tun.
00:33:02: Der aus dem Pott der große Tettebär und mit dir halt.
00:33:07: Und das ist halt sehr eng.
00:33:08: also dieser Austausch dauerhaft auch wegen Eisvogel auch mal privat und ja das war es besonders auf jeden Fall.
00:33:18: Naja und ich also nochmal zurück.
00:33:20: Ich habe schon so ein bisschen hart klopfen weil ich merke wie krass Krass intensiv und wichtig diese Zeit war, die meine erste Reha Anschlusshalbehandlung ein paar Wochen nach der Hochdosis.
00:33:31: Und ich bin ja nach Bad Öxen gekommen, konnte kaum die Treppe hochlaufen weil ich völlig am Ende war sozusagen konditionsmäßig und alles.
00:33:41: Die ersten paar Tage musste ich mich da erstmal ein bisschen eingewöhnen und dann kam David dazu Und er hat mich wirklich an die Hand genommen.
00:33:48: Er kannte sich ja da schon aus wie ein bisschen großer Bruder, und das hat mir so viel Kraft gegeben.
00:33:56: Es war so ein bisschen Klassenfahrts-Feeling.
00:33:58: Wir haben ja da lustige Birjadabende verbracht.
00:34:01: Das war total wieder Normalität für mich ... Ja, diese Verbindung war von Anfang an zu stark.
00:34:09: Ich war so was da ein bisschen mein Retter in dieser Rehazeit muss ich sagen.
00:34:14: Ja, das hätten wir uns schon ewig gekannt.
00:34:17: Wir hatten Spaß und es war wirklich toll!
00:34:20: Das sind auch Sachen, die man ja nicht vergisst.
00:34:22: Die bleiben so in einem drin.
00:34:24: Ich weiß genau ich könnte bei dir vor der Tür stehen und sagen du keine Ahnung mir geht's gerade nicht so gut.
00:34:30: lass uns mal irgendwie einen Kaffee trinken.
00:34:34: Einfach eine sehr enge Freundschaft und dann bin ich echt sehr dankbar für...
00:34:39: Dankeschön.
00:34:40: Ich hoffe jetzt ist
00:34:40: ich wieder bei Ihnen.
00:34:44: Das ist ja eben auch so, wenn wir wahrscheinlich auch die Betroffenen, die uns jetzt auch zuhören vielleicht auch mitgeben.
00:34:50: Falls ihr irgendwie gerade in der Phase seid und ihr vielleicht überlegt um hier auf Reha zu gehen also Bad Oeksen können wir alle drei empfehlen.
00:34:58: Auf jeden Fall!
00:35:01: Das Besondere ist auch, die haben ja diese Altersklassifizierung.
00:35:06: Wenn du als junger Erwachsener hinkommst, dann kommst du zu den jungen Erwachsenen und wenn du sagst, du bist jetzt ein Dreißig, dann hast du von dreißig bis neununddreißig.
00:35:15: Dann sage ich mal die Altersgruppe weil es keinen Sinn macht vor meiner Seite aus, wenn du als Zwei- und Drei-Sichjährige neben einem Siebzigjährigen sitzt Der eigentlich schon gar nicht mehr möchte.
00:35:31: Der ganz andere, der hat das Leben hinter sich, ne?
00:35:34: Der hat ganz viel erlebt und redet vielleicht schon davon dass er eigentlich ganz froh wäre jetzt irgendwann dann halt doch von uns zu gehen.
00:35:43: und du bist halt vielleicht gerade Mama geworden, Papa geworden und hast noch ganz andere Ziele und das macht es halt so.
00:35:50: besonders diese Klinik deswegen Und die Therapien sind super Die Therapeuten auch.
00:35:56: Das Drumherum ist schön, du kannst dort schön spazieren gehen und kann man wärmstens empfehlen.
00:36:01: Also ich war auch nur da, ne?
00:36:02: Ich sollte woanders hin habe ich dann aber Widerspruch eingelegt weil ich will nicht.
00:36:08: Und wenn man die Zeit gut erwischt, dann sind da auch Bier- und Weinfester.
00:36:11: Dann kann man mal einen Abstecher machen also nach Bordöl in Hausen rein.
00:36:15: das ist auch ganz angenehm.
00:36:17: und muss ich von einem Erlebnis erzählen.
00:36:20: Es war im ersten Jahr, wo ich da war in den zwei achtzehn und da ist ja auch so eine Herzklinik Stimmt, genau.
00:36:27: Dann war da ein Bier fest und dann bin ich da mit der Truppe rüber.
00:36:30: Da waren wir lustig am Schäkern und haben auch das eine oder andere Bier getrunken.
00:36:35: Und dann war da so ne Runde älterer Herrschaften ... Wir haben uns unterhalten und haben über Klinik gesprochen und dann kam die dann so zu und sind ... Ach ihr seid hier wohl von der Herzklinik, ne?
00:36:45: Sachte so einer ... Nee!
00:36:48: Wir kommen aus der Reha-Klinik.
00:36:50: Wir hatten alle mal einen Karzinom.
00:36:53: Dann hast du diese Stille erlebt.
00:36:57: Ihr kennt mich, ich kann ja manchmal nicht anders.
00:36:59: Ich hab sehr schwarzen Humor und bin sehr sarkastisch ... Und dann hab' ich einen angepiekt, jetzt hast du's auch!
00:37:09: Ja aber ich find halt so diesen Moment wenn Du dann offenbar bist was Du für eine Erkrankung hattest und diese Stille danach finde ich schrecklich.
00:37:18: Aber ich mach den Menschen kein Vorwurf das mache ich uns einfach die Angst damit umzugehen oder Weil ich grade nicht weiß, was ich jetzt sagen soll.
00:37:27: Aber jeder geht damit anders um und ich bin dann halt so einer ... Ich mach dann halt einen doofen Scherz oder bin etwas böse als gehört dazu.
00:37:38: Ja auch Lachen-und Krebs von manchen nicht vorstellbar?
00:37:41: Nee muss man auch erst lernen tatsächlich.
00:37:43: Ich musste das auch lernen aber ... Hast du das nicht mal zu mir gesagt?
00:37:48: Oder meinst ja der Krebs mag kein Humor!
00:37:52: Da hab ich gesagt, okay.
00:37:53: Dann fangen wir doch damit
00:37:54: an!
00:37:56: Das ist halt auch wichtig, ne?
00:37:58: Ja total.
00:37:59: Diese positive Energie.
00:38:01: Absolut und hatten wir glaube ich auch schon mal irgendwann das Thema ... wie lustig ja auch so teilweise die Chemo-Zeit war weil man da halt einfach so coole Leute getroffen hat und auch gleich eine Verbindung hatte und auch in der Reha.
00:38:15: also ich glaub wir haben alle diesen schwarzen Humor mitgenommen
00:38:20: brauchst den auch.
00:38:21: Ich kann mich auch daran erinnern, ich bin in die Tagesklinik gekommen und die ganzen Schwester, da dachte ich, krass!
00:38:28: Also wirklich dieser Sparzu-Humor... Aber ich fand es gut, weil das gleich sofort so zu sein ist aufgelockert hat.
00:38:37: Klar setzt du dich da jetzt hin und kriegst da um welche Riesen spritzen?
00:38:42: Ich habe auch alles über die Vene bekommen Dann plötzlich dann irgendwie den Beutel da dran.
00:38:46: Und ja, und dann ist es schon immer gut wenn einfach mal was Witziges zwischeneingefangen wird.
00:38:54: Ich hatte auf Station eine Schwester die hat an den Chemo-Beutel, hat sie immer mit Ellingen was drauf gemalt.
00:38:58: Das war total süß.
00:39:00: oder wie gesagt auch bei mir war es zum Beispiel auch Bad Öksen.
00:39:04: Man kommt ja meistens immer zur Mittagszeit an Und dann sitzen ja alle irgendwie da und entweder schaffst du es noch zum Mittag, oder kommst dann irgendwie danach?
00:39:12: Ich hab's noch geschafft zum Mittags.
00:39:13: Aber es saßen alle schon an dieser langen Tafel... ...und ich war ja sozusagen die Neue!
00:39:19: Und dann bin ich dahin gekommen und da wurde nicht die erste Frage gestellt.
00:39:23: Na wer bist Du denn eigentlich?
00:39:24: Sondern die Erste Frage war gleich... Und was hattest
00:39:26: Du?!
00:39:28: Ja man kennt's, ne?
00:39:29: Was hatt'est Du für ein Krebs?
00:39:31: Ein Name kennen wir schon
00:39:32: wirklich daher.
00:39:33: Aber das war dann sofort aufgelockert, also weil dann gleich Der gegenüber sagte, ich hatte Hodenkrebs.
00:39:42: Ich hatte irgendwie das so ... Okay, jetzt erst mal alle mit der Kresse und danach können wir auch noch die Namen klären.
00:39:49: Ja.
00:39:49: Und ich war ja dreimal hintereinander in Bad Öksen.
00:39:53: Also es war vor Corona, mitten in Corona nach Corona.
00:39:57: Jede Rehazeit war toll, wobei die Medaille wirklich am besten.
00:40:00: Das ist einfach sehr schrägend.
00:40:04: Aber nochmal zu dem ... Weil du sagst, du hast Widerspruch eingelegt.
00:40:07: Vielleicht wissen's nicht alle?
00:40:08: Man hat ja einen Wahlrecht.
00:40:10: Auch wenn da andere Stellen was anderes sagen und ablehnen ... Nein!
00:40:16: Man hat ein Wahlrecht und kann sich durchsetzen auch wenn man manchmal einen Widerspruch geben muss.
00:40:20: aber trotzdem ganz wichtig.
00:40:22: Man muss sich dann nicht jede Klinik überbügeln lassen.
00:40:25: Ja
00:40:25: das Ding ist ja auch dass die in Bad Öksen eine Privatgeführte.
00:40:30: Die kostet halt ein bisschen mehr als diese staatlichen oder wo auch immer die angeschlossen sind und dann wollen die natürlich erstmal versuchen, dir so ein günstigeres Ding aufzuschwatzen.
00:40:41: Aber das ist halt auch ... wenn du dann welche hast, die dann irgendwie an der Autobahn liegen, finde ich schwierig, muss ich ganz ehrlich sagen!
00:40:51: Und von daher ja, das Wahlrecht sollte man auf jeden Fall dann auch in Anspruch nehmen.
00:40:55: Es gibt auch tolle Kliniken oben an der See aber die sind halt natürlich immer voll bis oben hin weil Seeluft ist einfach herrlich, genauso wie die Berge.
00:41:04: Die sind auch schön aber Norden und Süden ist immer schwierig und da muss halt Alternativen finden und Bad Öksen ist auf jeden Fall eine sehr gute Alternative.
00:41:15: Lass uns noch mal kurz wieder zurück zum Eisvogel.
00:41:18: Was hat sich denn für dich verändert seitdem du bei uns aktiv
00:41:21: bist?
00:41:22: Mein Zeitmanagement.
00:41:27: Warum?
00:41:29: Viel zu tun!
00:41:31: Nein, ja generell der Umgang auch mit der Erkrankung.
00:41:39: Ich bin jetzt auch Gott sei Dank lange krebsfrei und na aber es hat sich schon so... Du strukturierst dich anders du hast zu gewissen Themen andere Ansichten durch den Austausch miteinander und versuchst halt irgendwie tatsächlich dann immer Zeit zu finden.
00:41:58: genau für das Ist verrückt, also so unterbewusst.
00:42:02: Eigentlich hast du keine Zeit aber da ist noch irgendwas und dann versuchst du halt dich wirklich ein bisschen frei zu machen dass du dafür was tun kannst.
00:42:09: Also diese Verantwortung hat sich bei mir verändert Verantwortung gegenüber etwas Und das spielt auch in den privaten Bereichen.
00:42:17: Ich bin verantwortungsvoller geworden.
00:42:20: in vielen Dingen Hätte ich gar nicht von mir gedacht damals Aber gut es kamen wir den Kindern schon Strukturiert sich das auch ein bisschen anders, aber ja ich würde auf jeden Fall sagen die Prioritäten haben sich ein bisschen verschoben.
00:42:37: Was wünschst du dir für die Zukunft?
00:42:38: Für dich?
00:42:39: Für den Verein und für die Patenarbeit?
00:42:43: Drei Sachen auf einmal.
00:42:45: Pangen wir doch mal
00:42:45: an!
00:42:46: Für mich möchte ganz alt werden und so lange es geht wie Alt.
00:42:52: also da ich wahrscheinlich zu der Generation gehöre frühestens siebzig in Rente dürfen, möchte ich fünf und neunzig werden damit ganz viel Rente noch bekommen.
00:43:04: Damit sich der Staat richtig ärgert.
00:43:07: Also wichtig ist ja wenn du alt wirst dann willst du auch fit bleiben also im Kopf oben klar und unten dicht.
00:43:12: das ist immer ganz wichtig.
00:43:14: Das sollte es sein.
00:43:16: Wenn ihr das erreicht hast, ist alles gut.
00:43:20: Und für den Verein was ich persönlich Mir wünsche, oder ... ja?
00:43:29: Was ich mir persönlich wünsche.
00:43:32: Eigentlich hab ich's schon mal angeteasert.
00:43:35: Ich möchte keine Patenkinder mehr haben, weil dann haben wir weniger kranke Menschen.
00:43:40: Aber das werden wir vermutlich erst nicht so toll zurückschrauben wie ich das gerne möchte.
00:43:46: Ansonsten wünsch ich mir, dass wir ganz viele nette Menschen treffen und auch Organisationen, die uns unterstützen in unserer Arbeit weil wir sind auf Spenden angewiesen.
00:43:58: Und wenn du das hörst und hast jeden Cent übrig, lass ihn uns bitte zukommen damit wir den Menschen da draußen Gutes tun können.
00:44:05: Das ist ganz wichtig.
00:44:08: Was war das Dritte?
00:44:10: Ich glaube, du hast alles schon für dich, für den Verein und die Partnerarbeit.
00:44:14: Ja, dann habe ich das inkludiert.
00:44:17: Hast du sehr gut zusammengefasst genau.
00:44:20: Gibt es eine Botschaft, die du Betroffenen gerne mitgeben möchtest?
00:44:25: Ja, mit Phrasen und so um sich schmeißen.
00:44:27: Das machen zu viele.
00:44:29: deswegen meine Botschaft an Betroffene ist Nehmt euch die Zeit um eure Gedanken zu sortieren.
00:44:37: Und wenn ihr diese Gedanken sortiert habt dann Geht zu euren lieben kommt zu uns geht zu den ärzten und wenn ihr einen klaren Kopf habt Dann sprechen wir über alles.
00:44:50: Ich glaube, das ist erstmal das Wichtigste.
00:44:51: Weil es wird schon und du schaffst das und das brauchen wir alles nicht weil das kommt sowieso nicht an.
00:44:56: Wichtig ist erst mal die ganzen Gedanken zu strukturieren, die man im Kopf hat... ...die Bösen, die Guten, die Schwammigen und so.
00:45:04: und wenn man das alles glaub ich zusammengefügt hat im Kopf und dann einen klaren Gedanken fassen kann, dann kann man sich mit den wichtigen Entscheidungen befassen und dazu gehört halt auch einfach der Dialog drüber sprechen, Hilfen und Anspruch nehmen.
00:45:18: Das ist ganz wichtig.
00:45:21: Sehr schön gesagt!
00:45:22: Und ich komme dann schon mit den Hauptteil fertig.
00:45:27: Jetzt kommen wir mal ein bisschen in die...
00:45:29: Auf Topik?
00:45:34: Wir haben so eine Schnellfragerunde.
00:45:36: Oh, Schnellfrage-Runde.
00:45:39: Muss ich mit Ja oder Nein antworten?
00:45:40: Möchtest du sehen.
00:45:42: Bist Du ein guter Verlierer?
00:45:46: Jein Kommt drauf an.
00:45:53: Wenn ich schlecht gespielt habe, dann nicht ... wenn ich gut gespielt hab, ja.
00:45:57: Okay!
00:46:00: Hund oder Katze?
00:46:01: Beides.
00:46:03: Ja, ich hab beides und Katzen sind aber ... Geschmacksintensiver.
00:46:11: Früher war ich Katze, aber mittlerweile hab auch ein Hund jetzt und es macht viel Freude.
00:46:14: deswegen beides.
00:46:15: Na gut.
00:46:18: Was bringt dich garantiert zum Lachen?
00:46:23: Ihr Zweifelade.
00:46:26: Wenn ich von links und rechts die ganze Zeit gekicher bekomme, was soll ich denn da jetzt sagen?
00:46:31: Was mich garantiert zum Lachen dreht.
00:46:33: Schwarze Humor
00:46:35: WhatsApp oder Telefonat
00:46:37: WhatsApp
00:46:40: Etwas das dich in schwierige Zeiten motiviert.
00:46:43: Mein Mindset
00:46:45: Vorhand oder Rückhand
00:46:48: Rückhand
00:46:50: Geben oder nehmen
00:46:52: Geben.
00:46:54: Was ist dein Lieblingsort zum Abschalten?
00:46:58: Wow!
00:46:58: Okay Da muss ich überlegen, das kann ich dir.
00:47:01: Mein Lieblingsort zum Abschalten?
00:47:09: Die Dusche!
00:47:12: Das ist
00:47:13: aber schnell... Was gibt dir Kraft?
00:47:15: Meine Familie?
00:47:17: Sport oder Entspannung?
00:47:19: Sport.
00:47:21: Das war ja nicht schneller.
00:47:23: Lieblinsessen?
00:47:26: Haben wir so viel Zeit.
00:47:29: Ich dachte, da kommt was anderes.
00:47:30: Nee.
00:47:31: Wie, was dachtest du?
00:47:31: es kommt?
00:47:32: Schokolade?
00:47:33: Das ist mein Laster.
00:47:36: Mein Lieblingsessen Holaden mit Rot, Graut und Glößen.
00:47:42: Und Frankfurter Grüne Sauce.
00:47:44: Frankfurther
00:47:47: Grüne Sausage?
00:47:48: Besser geht nicht!
00:47:50: Wo kommst du noch mal her?
00:47:52: Berlin.
00:47:54: Tote Oma esse ich nicht, tut mir leid.
00:47:56: Stimmt das ist bei uns wieder so.
00:47:58: Das ist zum Beispiel sehr gerne.
00:48:00: Was
00:48:03: ist deine Lieblungsbeschäftigung an einem freien Tag?
00:48:08: Ausflüge mit der Familie oder Tischtennis.
00:48:11: Ein Satz, den du jemanden auf dem Weg geben möchtest?
00:48:16: Egal wie schlecht es um dich steht, Kopf hoch... Es geht immer weiter!
00:48:24: So mein Lieber jetzt drehen wir den Spieß mal um.
00:48:27: Deine Frage an uns.
00:48:29: Ja wo seht ihr denn vor einen zehn Jahren?
00:48:34: Das ist eine
00:48:35: gute Frage.
00:48:37: also
00:48:38: wir
00:48:39: oder ich wieder wir haben das Ziel, dass uns Betroffene einfach noch betroffen und Angehörige viel schneller finden.
00:48:52: Und wir erreichen, wenn eine Diagnose gestellt wird der Arzt, die Ärztin im besten Fall schon mal ein Eisvogelflyer in der Hand hat und sagt ihr seid nicht oder du bist nicht allein.
00:49:06: Es gibt Anlaufstellen wie den feinen Eisvogel, der sich um Lymphomoleugymäher krankt und Angehörige kümmert.
00:49:14: Dass es einfach viel niederschwelliger wird uns zu finden ... Denn als ich die Diagnose bekomme, hab und betrifft ja ganz viele, ist mich ein schwarzes Loch gefallen und hat mich erst mal furchtbar alleine gefühlt.
00:49:31: Und hätte ich dann schon sofort gewusst, da gibts eine Stelle an die ich mich wenden kann Hätte mir jetzt, glaube ich, viel Sorgen und Kummer
00:49:38: erspart.
00:49:40: Ja und ich würde einfach nur mal sagen dass wir noch da sind.
00:49:43: das ist ja auch ganz wichtig.
00:49:45: also dass wir in zehn Jahren eigentlich noch anderen betroffenen Angehörigen helfen können weil wir sind ein gemeinnütziger Verein Wir leben rein von Spenden Und wir haben es ja auch die letzten Jahre Ich sage jetzt mal nicht auch nicht einfach aufgebaut Und da muss man einfach auch hoffen, dass wir weiter diese Unterstützung bekommen wie bisher.
00:50:12: Genau das was wir ja auch schon mal gesagt hatten ... Was Katrin jetzt auch schon sagte, dass man es eben auch auf diesem Niveau also wirklich direkt nicht irgendwelche, also unterschwellig irgendwie ganz einfach da direkt helfen kann und gar nicht viel Schnickschnack.
00:50:29: Und was ich auch immer schon gesagt habe im besten Fall eben auch Das ist ja auch, ich sage jetzt mal du hast da auch einen Fall persönlich.
00:50:42: Dass man eben auch einfach Wünsche erfüllen kann also wirklich die eben leider durch die Krebserkrankung entstanden sind und sie man vielleicht gar nicht sieht dass man dann wirklich sagen kann okay ich habe jetzt das oder so aber ich hab eben einfach die finanzielle Mitte gar nicht dass man da einfach wirklich direkt helfen kann auch.
00:51:07: Das können wir aber nicht, weil wir eben die finanziellen Mitte nicht haben und wenn wir das hätten mehr dann wäre das sozusagen noch ...
00:51:15: Ja, wir werden einfach noch mehr wünschen und einfach finanzielle Nöte erfüllen können.
00:51:19: Genau.
00:51:22: Vielen
00:51:22: Dank!
00:51:23: Wir danken dir
00:51:28: David Ganz lehrherzlichen Dank, dass du heute deine Geschichte mit uns geteilt hast.
00:51:34: Es berührt und inspiriert uns zu erleben wie du nach deiner eigenen Erkrankung anderen Menschen Mut schenkst sie begleitest und dabei zeigst das Engagement auch ein wichtiger Teil der eigenen Heilung sein kann.
00:51:46: Dein Einsatz bei unserem Eisvogel ist ein echtes Vorbild für Zusammenhalt Hoffnung und neue Perspektiven.
00:51:53: Unsere Freundschaft und die gemeinsame Arbeit beim Eisvugel erinnern uns jeden Tag daran, wie stark Gemeinschaft gegenseitige Unterstützung und gemeinsame Ziele wirken.
00:52:04: Wir sind unendlich dankbar für den Weg, den wir bisher zusammengegangen sind – und voller Vorfreude auf alles, dass wir noch gemeinsam bewegen
00:52:10: werden.".
00:52:15: dass hier hört oder selbst ehemals an Neukämie-Orlemfum erkrankt war, oder als Angehörige und andere helfen möchtet.
00:52:23: Dann werdet Pate oder Patin und schenkt Hoffnung
00:52:25: weiter.".
00:52:26: Das war Lebe Jetzt – der Podcast vom EishogelEV!
00:52:31: Ein herzliches Dankeschön geht an unsere Unterstützer ab wie Deutschland GmbH & CoKG, AstraZeneca Gmbh, Bristol Myers Squibb sowie ein aller die im Hintergrund mitgewirkt und zum gelingen Beigetragen haben.
00:52:44: Produziert wurde dieser Podcast von Pangram Audio.
00:52:47: Schön, dass du dabei warst!
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